Auf das islamkritische französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" ist am Mittwoch in Frankreichs Hauptstadt Paris ein Anschlag verübt worden. Zwölf Menschen kamen dabei ums Leben. Die mutmaßlichen Terroristen haben sich am Freitag in einer Fabrik verschanzt und mindestens eine Geisel genommen. Bei der Erstürmung des Verstecks wurden beide Täter getötet. In Paris kam es zu einer weiteren Geiselnahme durch die Person, die am Donnerstag in Paris eine Polizistin erschossen hatte. Auch diese wurde blutig beendet.

+++ Bei Sturm des Terroristen-Verstecks in Dammartin wurden beide Täter getötet +++

+++ Die Geiselnahme im Osten von Paris wurde ebenfalls blutig beendet +++

+++ Dabei starben auch mehrere Geiseln +++

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19:53 Uhr: SPD-Chef Sigmar Gabriel hat entsetzt reagiert, dass in Paris auch ein jüdischer Supermarkt zum Terrorziel wurde. "In diesem antisemitischen Angriff zeigt sich die Verachtung unserer Werte in aller Deutlichkeit", sagte Gabriel am Freitagabend der Deutschen Presse-Agentur. Die Tat zeige "die abgrundtiefe Unmenschlichkeit" des Attentäters.

"Diese Menschen haben sich weit von unserer humanen Gesellschaft entfernt. Das Attentat gilt uns allen, die wir frei und demokratisch, friedlich und respektvoll zusammenleben wollen", sagte der Vizekanzler. Gemeinsam müssten nun die Grundwerte des Rechtsstaates verteidigt werden. "Mein tiefes Mitgefühl ist bei den Familien der Opfer, und in diesen schweren Stunden bei allen Franzosen."

19:52 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Opfern der islamistischen Terrorattacken in Paris und dem ganzen Nachbarland ihre Unterstützung und Anteilnahme zugesagt. "Wir stehen in diesen Tagen in Europa zusammen, ganz besonders an der Seite Frankreichs", sagte Merkel am Freitagabend beim Neujahrsempfang der CDU-Fraktion im Hamburger Rathaus. Wenn die freiheitlichen Werte in Gefahr gerieten, "wie durch diesen barbarischen Anschlag auf die Karikaturisten, dann müssen wir zusammenstehen". Die Kanzlerin nannte die Freiheit ein Lebenselexier, das es zu verteidigen gelte. Die Würde des Menschen müsse geschützt werden. Dabei frage man nicht nach dem Glauben - "da, wo diese Werte angegriffen werden, müssen wir die Stimme erheben".

19:40 Uhr: Der Geiselnehmer in dem jüdischen Supermarkt hatte laut afp dem französischen Fernsehen gesagt, er sei in Kontakt mit den "Charlie-Hebdo-Attentätern". Außerdem soll die gesamte Aktion von Al Kaida beauftragt und finanziert worden sein.

19:30 Uhr: In einem Juweliergeschäft in der südfranzösischen Stadt Montpellier hat ein Mann zwei Geiseln genommen. Das berichtet unter anderem die französische Regionalzeitung "Midi Libre" auf ihrer Internetseite. Zuvor habe der Täter den Laden überfallen, hieß es unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gibt es bisher nicht.

18:56 Uhr: Ein bewegendes Bild zeigt einen Mann, der mit einem Kind auf dem Arm nach der Befreiung aus dem Pariser Supermarkt läuft.

18:53 Uhr: Nach dem Ende der beiden Geiselnahmen hat der ermittelnde Staatsanwalt François Molins eine Pressekonferenz für 22:30 Uhr angekündigt. Zuvor will sich Präsident François Hollande um 20:00 Uhr in einer Fernsehansprache an das französische Volk richten.

18:44 Uhr: Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve hat die Franzosen nach den beendeten Geiseldramen dazu aufgerufen, besonders wachsam zu bleiben und zusammenzustehen. Er selbst konzentriere sich auf seine Aufgabe: Diese bestehe darin, für die Sicherheit der Franzosen zu sorgen und das Land zu schützen, sagte Cazeneuve am Freitag in Paris. Nachdrücklich dankte er den Polizeikräften, die kontrolliert und kompetent vorgegangen seien und einen kühlen Kopf behalten hätten.

18:26 Uhr: Laut der Nachrichtenagentur afp wurden bei dem Supermarkt-Geiseldrama vier Personen schwer verletzt. Fünf Menschen, den Geiselnehmer eingeschlossen, sind gestorben.

18:22 Uhr: Wie der Nachrichtensender CNN meldet, soll die Komplizin des Geiselnehmers in dem jüdischen Supermarkt als Geisel getarnt entkommen sein.

18:00 Uhr: Die Nachrichtenagenturen Reuters und afp berichten, dass während des Sturms auf den Supermarkt in Paris vier Geiseln getötet worden sind. Der französische Fernsehsender RTL spricht ebenfalls von vier "betroffenen" Personen.

17:36 Uhr: Ein N24-Reporter in Paris berichtet, dass sich ein Täter möglicherweise noch immer auf der Flucht befinden könnte. Die Nachricht ist bislang aber nicht bestätigt worden. Zumindest so viel ist klar: Die Lage an beiden Tatorten ist aktuell noch immer ziemlich unübersichtlich. Zudem berichten mehrere Medien davon, dass bei dem Einsatz doch weitere Personen gestorben sein sollen.

17:34 Uhr: Der "Parisienne" meldet, ein Mitglied des Sondereinsatzkommandos sei bei dem Sturm auf die Druckerei schwer verletzt worden.

17:31 Uhr: Bilder zeigen flüchtende Geiseln, die von der Polizei in Sicherheit gebracht werden.

17:25 Uhr: Auch der Geiselnehmer in Paris soll bei dem Einsatz getötet worden sein. Das berichtet die Zeitung "Le Monde" unter Berufung auf die Gendarmerie.

17:22 Uhr: Die Geisel der beiden Brüder in Dammartin wurde unversehrt gerettet. Auch die Geiseln in dem jüdischen Supermarkt konnten wohl gerettet werden. Das meldet afp.

17:17 Uhr: Der Zugriff hat an beiden Orten gleichzeitig begonnen. Die beiden "Charlie Hebdo"-Attentäter in Dammartin sollen dabei getötet worden sein. Auch die zweite Geiselnahme in Paris ist offenbar beendet, mehrere Personen sind aus dem jüdischen Supermarkt herausgelaufen.

17:15 Uhr: Auch in Paris sind Schüsse zu hören. Offenbar soll auch die zweite Geiselnahme beendet werden.

17:02 Uhr: Die afp berichtet, dass der Sturm auf das Versteck der Terroristen begonnen hat.

16:59 Uhr: Offenbar kam es in Dammartin zu einem heftigen Schusswechsel und zu Explosionen. Fernsehbilder zeigen eine Rauch über dem Gebäude, in dem sich die beiden mutmaßlichen Terroristen verschanzt haben.

16:49 Uhr: Eine Erstürmung der Druckerei in Dammartin dürfte für die Einsatzkräfte gefährlich werden. Offenbar haben die beiden mutmaßlichen Terroristen einen Raketenwerfer bei sich.

16:40 Uhr: Mehrere Medien berichten, dass mehrere Schulen im Osten von Paris, wo mindestens ein Täter mindestens fünf Geiseln in einem jüdischen Supermarkt festhält, nach und nach evakuiert werden.

16:14 Uhr: Die Geiselnahme im Osten von Paris hat weite Teile des sonst belebten Stadtteils lahmgelegt. Schüler in dem Gebiet mussten in den Gebäuden bleiben. "Die ganze Schule ist in Panik", berichtete der Schüler einer der betroffenen Einrichtungen am Freitag der dpa. Nun werde der dafür vorgesehene Alarmplan umgesetzt. "Im Augenblick müssen wir alle in unseren Klassen bleiben", schilderte der 17-Jährige. Dort sollen sie die weitere Entwicklung abwarten.

15:50 Uhr: Drei Terrorakte seit Mittwoch erschüttern die französische Hauptstadt Paris und ganz Frankreich. So stehen die drei Taten in Verbindung (zur Erklärung: Die beiden Brüder Kouachi und der Polizistinnen-Mörder Coulibaly kennen sich. Coulibaly hat offenbar auch den jüdischen Supermarkt überfallen. Möglicherweise ist daran auch eine Komplizin beteiligt):

15:45 Uhr: Laut französischem Innenministerium und der Polizei gibt es bei der Geiselnahme in Paris keine Todesopfer. Zuvor hatten mehrere Medien von zwei Toten berichtet.

15:32 Uhr: In Dammartin formiert sich offenbar die Polizei, um die Druckerei zu stürmen. Das meldet ein Reuters-Reporter.

15:29 Uhr: Nach den Anschlägen in Frankreich stellt sich die Frage, wie gefährdet Deutschland ist. Offenbar wächst die Zahl der Islamisten deutlich an. Die Zahl der radikalislamischen Salafisten sei 2014 um rund 1500 auf 7000 gestiegen. Das berichtet der "Tagesspiegel" unter Berufung auf Sicherheitskreise. Für 2012 hatte das Bundesamt für Verfassungsschutz demnach noch 4500 Salafisten gemeldet, 2011 waren es 3800. Sicherheitsexperten sähen die Entwicklung mit großer Sorge, berichtet die Zeitung weiter. Das salafistische Spektrum gelte als gefährlich, weil es die meisten islamistischen Terrorverdächtigen hervorbringe. Experten betonten zwar, nicht alle Salafisten seien militant. Allerdings seien die in den Krieg nach Syrien ausgereisten Dschihadisten nahezu ausschließlich der salafistischen Szene zuzuordnen.

15:25 Uhr: Schüler in Dammertin, wo sich die "Charlie Hebdo"-Attentäter verschanzt haben, werden evakuiert.

15:15 Uhr: Offenbar fordert der Geiselnehmer in Paris, dass die beiden Kouachi-Brüder nicht weiter verfolgt werden. Die beiden mutmaßlichen Terroristen, die für den Anschlag auf die Satirezeitung "Charlie Hebdo" verantwortlich sein sollen, befinden sich aktuell in einer Druckerei in Dammartin und sind dort von Polizisten eingekesselt.

14:56 Uhr: In Dammartin, wo sich die beiden Kouachi-Brüder verschanzt haben, gibt es bisher keine neuen Entwicklungen. Kindergärten und Schulen, die sich in der Nähe des Industriegebiets befinden, erhalten Polizeischutz.

14:54 Uhr: Der französische Schriftsteller Michel Houellebecq hat sich nach dem Anschlag auf die Redaktion von "Charlie Hebdo" aus Paris zurückgezogen. Das bestätigte ein Sprecher seines Verlags Flammarion am Freitag in Paris. Houellebecq halte sich in Frankreich auf, sagte der Sprecher. Bisher sei nicht bekannt, für wie lang der Autor der französischen Hauptstadt fernbleiben wolle. Nach dem Anschlag auf das Satiremagazin trauere der 56-Jährige um den Tod seines Freundes Bernard Maris, der bei dem Terrorakt getötet wurde. Houellebecq sei tief betroffen, hieß es beim Verlag. Zudem will Houellebecq seinen islamkritischen Roman "Soumission" ("Unterwerfung") vorläufig nicht mehr bewerben. Auf Deutsch soll das Buch unter dem Titel "Unterwerfung" am 16. Januar im DuMont Buchverlag erscheinen.

14:51 Uhr: Die Geiselnehmer sollen zwei Männer, zwei Frauen und ein Baby in dem Laden gefangen halten. Das meldet "Le Point".

14:35 Uhr: Ein Polizeisprecher erklärte gerade am Tatort in Paris, dass zunächst auf eine Verhandlungslösung gesetzt werde. Zugleich erklärte er, dass man davon ausgehen könne, dass die Attentäter gezielt am Sabbat in einen jüdischen Supermarkt eingedrungen seien - auch um eine größtmögliche mediale Aufmerksamkeit zu erhalten. Der oder die Geiselnehmer seien äußerst gefährlich, sagte der Sprecher.

14:22 Uhr: Bei der Geiselnahme in Paris soll es mindestens zwei Tote gegeben haben. Das berichtet die französische Nachrichtenagentur afp.

14:15 Uhr: Die Ereignisse haben sich heute überschlagen. Deswegen hier eine Zusammenfassung der Geschehnisse: Aktuell halten zwei Geiselnahmen und Schießereien Frankreich in Atem.

Die beiden mutmaßlichen "Charlie-Hebdo"-Attentäter verschanzen sich in einer Druckerei etwa 50 Kilometer von Paris entfernt und haben mindestens eine Geisel in ihrer Gewalt. Zuvor hatte es an einer Straßensperre eine Schießerei mit der Polizei gegeben.

Während die Polizei die beiden Islamisten belagerte, gab es eine weitere Schießerei und Geiselnahme in einem Laden für koschere Lebensmittel im Osten von Paris. Es wird vermutet, dass der Täter, der im Süden von Paris eine Polizistin erschossen hatte, der bewaffnete Mann in diesem Geschäft ist. Er soll fünf Menschen als Geiseln genommen haben. Unter den Geiseln sind auch Kinder. Mindestens ein Mensch ist verletzt.

Nach Informationen französischer Medien gibt es einen Zusammenhang zu dem Terroranschlag auf "Charlie Hebdo": Die Polizei gehe davon aus, dass die zwei Brüder, die vermutlich die Redaktion überfallen und zwölf Menschen getötet hatten, den anderen Schützen und Geiselnehmer kennen. Das berichtete die Zeitschrift "Le Point". Sie alle seien aus einer Gruppe von Pariser Dschihadisten.

Hier sehen sie die Fahndungsfotos zu dem mutmaßlichen Todesschützen der Polizistin in Paris vom Donnerstag. Er soll auch für die aktuelle Geiselnahme in dem jüdischen Supermarkt verantwortlich sein. Offenbar operiert er nicht alleine, sondern mit Hilfe der Frau auf dem Foto links:

13:59 Uhr: Französische Medien gehen von mindestens fünf Geiseln aus. Darunter sollen auch Kinder sein.

13:48 Uhr: Vor dem Laden gehen Polizisten in Stellung.

13:43 Uhr: Nähere Informationen zur Geiselnahme im Osten von Paris sind nicht bekannt. Es wird von mindestens einer verletzten Person ausgegangen. Ein Journalist twitterte ein Bild des jüdischen Ladens (links oben).

13:34 Uhr: Mehrere französische Medien berichten, dass der Verdächtige, der am Donnerstag eine Polizistin in Montrogue erschossen haben, auch hinter der neuen Geiselnahme stecken könnte.

13:30 Uhr: Im Osten von Paris an der Metro Porte de Vincennes soll ein Mann einen koscheren Lebensmittelladen überfallen und mindestens eine Geisel genommen haben.

13:11 Uhr: Laut eines Sprechers des französischen Innenministeriums, Pierre-Henry Brandet, ist die oberste Priorität der Polizei, einen Dialog mit den beiden mutmaßlichen Attentätern herzustellen. Man wolle die Situation wenn möglich ohne Gewalt lösen. Brandet betonte aber, die Polizei bereite sich selbstverständlich auch auf eine Erstürmung vor, falls sich die Lage negativ zuspitze. Er ging davon aus, dass die Belagerung noch eine Weile andauere.

13:08 Uhr: Die französischen Behörden wollen drei Schulen in der Nähe der Druckerei evakuieren, in der sich die mutmaßlichen Attentäter von Paris verschanzt haben. Die Schüler würden in eine weiter entfernte Turnhalle in Dammartin-en-Goele gebracht, wo sie von ihren Eltern abgeholt würden, teilte die Stadtverwaltung am Freitag auf ihrer Internetseite mit. Die Sicherheitskräfte haben die gesuchten Attentäter in einer Druckerei eingekesselt. Die Gegend ist weiträumig abgesperrt.

12:40 Uhr: Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Anschlag auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" als Start einer größeren Terrorkampagne mit weiteren Angriffen in Europa und den USA bezeichnet. "Wir haben mit der Operation in Frankreich begonnen, für die wir die Verantwortung übernehmen", sagte der IS-Prediger Abu Saad al-Ansari nach Angaben von Anwesenden beim Freitagsgebet in einer Moschee der nordirakischen Stadt Mossul. "Morgen werden es Großbritannien, die USA und andere sein." Die Drohung gelte für alle Länder des Bündnisses, das Luftangriffe auf den Islamischen Staat fliege.

12:36 Uhr: "Le Figaro" zeigt in einer Karte die Wege der Attentäter von Paris nach Dammartin-en-Goele.

12:24 Uhr: Nach den tödlichen Schüssen auf eine Polizistin im Süden von Paris sind zwei Verdächtige festgenommen worden. Sie seien am Morgen in der Region Essonne südlich von Paris geschnappt worden, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Polizeiquellen. Nach Informationen französischer Medien sollen sich die Festgenommenen und die beiden mutmaßlichen Angreifer auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" kennen. Innenminister Bernard Cazeneuve hatte am Donnerstag noch gesagt, es gebe bisher keine Hinweise auf eine Verbindung zwischen den beiden Taten.

12:19 Uhr: "Le Figaro" twitterte ein Bild, wonach stark gepanzerte Fahrzeuge in Richtung des Orts Dammartin-en-Goele unterwegs sind.

12:01 Uhr: Laut N24 kreisen keine Helikopter mehr über dem umstellten Fabrikgelände, in dem sich die beiden Attentäter mit der Geisel verschanzt haben. Das könne darauf hindeuten, dass die französischen Einsatzkräfte auf eine Deeskalation und eine Verhandlungslösung setzen würden, berichtet der N24-Reporter, der vor Ort ist. Dass bereits verhandelt worden sei, bestätigte das französische Innenministerium bislang nicht. Zuvor hatte das ein Lokalpolitiker gesagt.

11:58 Uhr: Die französischen Behörden haben mittlerweile bestätigt, dass es vor der Geiselnahme an einer Straßensperre in der Nähe von Paris eine Schießerei mit den Attentätern gegeben hat. Bei dem Schusswechsel mit der Polizei habe es aber keine Verletzten gegeben, sagte ein Sprecher des Pariser Innenministeriums am Freitag dem Radio-Sender France Inter. Die Terroristen seien auf dem Weg nach Paris gewesen. Nach der Schießerei seien die islamistischen Terroristen in das Industriegebiet des Orts Dammartin-en-Goele gefahren und hätten in einer Druckerei mindestens eine Geisel genommen. Der Ort liegt ungefähr 50 Kilometer nordöstlich von Paris.

11:53 Uhr: Frankreichs Staatspräsident François Hollande hat zwei Tage nach dem Anschlag auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" betont, dass jetzt alles zum Schutz der Franzosen getan werden müsse. Die nach dem Attentat mit zwölf Toten erhöhte Sicherheitsstufe im Großraum Paris und in Teilen Nordfrankreichs diene auch dazu, beruhigend zu wirken, sagte Hollande am Freitag im Innenministerium von Paris. Terrordrohungen gegen Einrichtungen im Land seien nicht neu, fügte Hollande an. "Wir wussten, dass jederzeit etwas geschehen konnte". In der vergangenen Monaten seien mehrere Attentatspläne durchkreuzt worden.

11:37 Uhr: Offenbar warten die Polizisten nur noch auf grünes Licht, um das Gebäude zu stürmen. Das vermutet das französische Fernsehen. Journalisten dürfen sich dem Gebiet nicht mehr nähern. Die Medien haben sich stattdessen auf einem Hügel versammelt.

11:26 Uhr: Das französische Wochenmagazin "Le Point" meldet via Twitter, dass der Schütze von Montrogue, der am Donnerstag einen Polizistin getötet hat, offenbar mit den Kourachi-Brüdern bekannt war und derselben Dschihadisten-Gruppe angehört haben soll. Das wirft ein neues Licht auf die gestrige Tat, die zuvor nicht in Zusammenhang mit dem Anschlag auf die Redaktion von "Charlie Hebdo" gebracht werden konnte.

11:07 Uhr: Mehrere französische Medien melden, dass die Attentäter bei den Verhandlungen mit den Sicherheitskräften verkündet hätten, als Märtyrer sterben zu wollen. Das habe der stellvertretende Bürgermeister von Claye-Souilly und UMP-Abgeordneter des 7. Bezirks von Seine-et-Marne, Yves Albarello, dem Fernsehsender iTele gesagt.

11:01 Uhr: Die Gemeinde Dammartin-en-Goele, wo sich die Attentäter verschanzt haben, fordert die rund 8.000 Einwohner auf, in ihren Häusern zu bleiben. Sämtliche Schulen seien abgeriegelt worden.

10:59 Uhr: Der französische Innenminister hat sämtliche Berichte dementiert, wonach es bei der Schießerei am Freitagmorgen Tote oder Verletzte gegeben habe.

10:53 Uhr: Ein Reporter von N24, der aktuell vor Ort ist, berichtet, dass Anwohner von Schüssen sprechen. Das würde gegen die Berichte sprechen, wonach aktuell mit den Terroristen verhandelt wird.

10:49 Uhr: Der französische Innenminister Bernard Cazeneuve hat laut "France 24" mittlerweile bestätigt, dass die Polizei die Attentäter "neutralisieren" soll. Konkreter wurde der Minister nicht.

10:45 Uhr: Am Flughafen Charles de Gaulle wurden zwei von vier Landebahnen gesperrt. Der Ort, an dem sich die beiden Attentäter verschanzt haben, liegt etwas mehr als 10 Kilometer nord-östlich des Flughafens.

10:43 Uhr: Während nord-östlich von Paris die beiden mutmaßlichen Attentäter vom Mittwoch umstellt sind, wurde offenbar auch der Todesschütze vom Donnerstag identifiziert. Er hatte eine Polizistin erschossen.

10:36 Uhr: Die Journalistin Maxime Goldbaum von "Le Monde" berichtet, dass der Ort Dammartin-en-Goele komplett abgeriegelt ist. In dem Ort etwa 40 km nord-östlich von Paris sollen sich die Attentäter in einer Fabrik verschanzt haben und eine Geisel genommen haben. "France 24" berichtet, dass aktuell mit den beiden Tätern verhandelt wird.

10:31 Uhr: Innenminister Bernard Cazeneuve hat bestätigt: "Eine Operation ist in Dammartin-en-Goele im Gange."

10:22 Uhr: "France 24" berichtet zudem, dass die Polizei begonnen hat, mit den mutmaßlichen Attentätern, den Brüdern Kouachi, zu verhandeln. Die beiden Terroristen sollen eine männliche Geisel in ihrer Gewalt haben.

10:20 Uhr: "France 24" berichtet unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft, dass es bei der Schießerei am Vormittag keine Tote gegeben habe.

10:15 Uhr: Offenbar werden Flugzeuge aktuell umgeleitet. Der Ort, an dem sich die beiden mutmaßlichen Attentäter verschanzt haben, liegt wenige Kilometer neben dem Flughafen Charles de Gaulle.

10:10 Uhr: Laut französischen Medienberichten hat der Sturm auf die Druckerei, in der sich die beiden Attentäter befinden, begonnen.

10:07 Uhr: N24 berichtet unter Berufung auf den französischen Radio-Sender RTL, dass am Vormittag bei einem Schusswechsel eine Person getötet und mehrere verletzt worden seien. Zuvor war von zwei Toten berichtet worden.

10:04 Uhr: Mittlerweile scheint klar: Die beiden mutmaßlichen Attentäter haben sich in einem Industriegebiet in Dammartin-en-Goelle in einer Druckerei verschanzt und dort eine Geisel genommen.

9:55 Uhr: Laut "Le Parisien" gab es bei der Schießerei in Dammartin-en-Goelle zwei Tote und 20 Verletzte. Das Innenministerium hat den Bericht bislang nicht bestätigt.

9:52 Uhr: Offenbar haben sich die beiden Attentäter in einer Fabrik verschanzt und dort mindestens eine Geisel genommen. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Demnach sind gerade französische Anti-Terror-Einheiten auf dem Weg zum Tatort.

9:48 Uhr: Der Vorfall ereignete sich auf einer Nationalstraße in der Nähe von Dammartin-en-Goelle. Der Ort liegt etwa eine halbe Stunde von der Gegend entfernt, in der die mutmaßlichen Attentäter gesucht wurden und wenige Kilometer neben dem Flughafen Chales de Gaulle. Helikopter überflogen nach dem Schusswechsel zwischen der Polizei und den Verdächtigen die Gemeinde.

9:41 Uhr: AFP meldet unter Berufung auf die französische Polizei, dass sich die Geiselnahme und der Schusswechsel an ein und demselben Ort ereignen. Man gehe davon aus, dass es sich um die gesuchten Attentäter handelt, die die Redaktion von "Charlie Hebdo" am Mittwoch überfallen haben.

9:35 Uhr: Zwei Tage nach dem Anschlag auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" ist es östlich von Paris zu einer Schießerei und einer Verfolgungsjagd gekommen. Es gehe um zwei verdächtige Personen, berichtete der Sender BFM-TV: Ob der Vorfall im Zusammenhang mit der Großfahndung nach den mutmaßlichen beiden Attentätern steht, war zunächst unklar.

7:00 Uhr: In der Nacht wurde bekannt, dass einer der beiden mutmaßlichen Attentäter auf das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" nach US-Medienberichten ein Ausbildungslager der Terrorgruppe Al-Kaida durchlaufen hat. Said Kouachi - der ältere der beiden verdächtigen Brüder - sei 2011 einige Monate bei einem Al-Kaida-Ableger im Jemen im bewaffneten Kampf ausgebildet worden, berichteten der Fernsehsender CNN und die "New York Times".

Mit Material der dpa und der afp