Frankreich steht unter Schock: Eine Serie von Terroranschlägen hat Paris am Freitagabend erschüttert. Wir haben die Pressestimmen zu den tragischen Ereignissen zusammengetragen.

Frankreich

Leparisien.fr: "Frankreichs erster Tag im Ausnahmezustand. Das Land ist am Samstagmorgen nach der Serie von Terroranschlägen in Paris vom Freitagabend mit Schrecken erwacht."

Libération: "Die terroristische Barbarei hat eine historische Dimension erreicht. Ein koordiniertes Massaker wurde im Herzen von Paris und in der Nähe des Fußballstadions mit kalter Entschlossenheit verübt, mit dem Ziel, möglichst viele Menschen zu treffen."

Le Monde: "Angriff auf Paris: Das World Trade Center in blau-weiß-rot, in Solidarität mit Frankreich."

Deutschland

Süddeutsche.de: "Wer jetzt danach schreit, die Grenzen abzuschotten, der hat den Terror nicht verstanden. Es ist vielmehr höchste Zeit, sich dem Epizentrum dieser Bedrohung zu nähern. Europa kann dem Ordnungszerfall in seiner Nachbarschaft nicht länger zuschauen. Das bisschen Flüchtlingshilfe, der geringe politische und wirtschaftliche Druck auf die Terror-Paten, der ungebremste Waffenhandel - all das wird die Gefahr nicht bannen."

Spiegel.de: "Nach den Anschlägen steht Frankreich unter Schock: Präsident Hollande hat den Ausnahmezustand verhängt. Auch in anderen Ländern werden die Sicherheitsvorkehrungen erhöht"

Bild.de: "Sie wollen Angst und Schrecken säen – sie wollen unsere Gesellschaft in ihren weltoffenen und freiheitsliebenden Grundfesten erschüttern."

Zeit.de: "Deutschland und Frankreich haben in dieser Nacht in Paris gemeinsam verloren. Nun gilt es, zusammen eine Antwort zu finden."

Welt.de: "Wer immer die Täter waren, die gestern an mehreren Orten in Paris zuschlugen, es gibt keinen Zweifel, was sie treffen wollten: uns. Unsere Freiheit. Unsere Werte. Unsere Lust an diesem Leben hier."

Großbritannien

Independent: "Mit den Anschlägen in Paris ist der Terror in die französische Hauptstadt zurückgekehrt, nur zehn Monate nach dem Angriff auf das Satire-Magazin "Charlie Hebdo" mit 17 Toten. Damals identifizierten sich die Täter als Angehörige der Terrorgruppe Al Kaida im Jemen. Jetzt wird gewiss der Islamische Staat(IS) in Verdacht geraten, der seit Januar stärker geworden ist. Sollte sich herausstellen, dass IS hinter diesen Angriffen steckt, sind dramatische Konsequenzen für die Sicherheit in Europa und darüber hinaus zu erwarten."

Guardian: "Muslime in Frankreich müssen jetzt verstärkt befürchten, mit Fanatikern und Terroristen in einen Topf geworfen zu werden. Rechtsextreme Gruppen könnten sehr wohl mehr Hass schüren. Für die französische Regierung wird es jetzt die wichtigste Aufgabe sein, beruhigend aufzutreten und eine soziale Aufspaltung und Zerrissenheit zu verhindern, die die Verantwortlichen dieses jüngsten Angriffs zweifellos provozieren wollen."

(lug)