Europawahl

Friedrich Merz hat die Klimapolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisiert. Die CDU müsse hinterfragen, warum die Klimaziele verfehlt werden.

Das EU-Parlament versucht eine Ansage: Nur einer der Spitzenkandidaten soll Nachfolger von Kommissionschef Juncker werden. Aber das dürfte nicht das letzte Wort sein.

Ein 26 Jahre alter Student mit blauen Haaren macht seiner Wut über die Politik in einem Youtube-Video Luft. So simpel das klingt: Die Union hat genau dieser Clip vor der Europawahl kalt erwischt. Die anschließende Debatte um das Rezo-Video und die Reaktion von Annegret Kramp-Karrenbauer werfen grundsätzliche Fragen zur Kommunikation mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf. 

Nach der Europawahl sucht die Europäische Union eine neue Führung. Das Machtgefüge in Brüssel ist nicht immer übersichtlich. Ein kleiner Wegweiser.

Mit ihrer Äußerung zu vermeintlichen Regeln für "Meinungsmache" im Internet hat CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer eine Welle der Empörung ausgelöst. Unterstützung bekommt sie aus der eigenen Partei, doch die Kritik an den Aussagen reißt nicht ab. Sie selbst fühlt sich falsch verstanden.

Im Machtgerangel um Brüsseler Spitzenposten gibt es eine erste Festlegung: Das neue Europaparlament will nur einen der Partei-Spitzenkandidaten zum Nachfolger von Kommissionschef Juncker wählen. Das ist vor allem eine Kampfansage.

Während die Grünen bei der Europawahl 2019 triumphieren, muss die CDU herbe Verluste hinnehmen. Das führt Kanzlerin Angela Merkel auf den Klimawandel zurück und fordert von ihrer Partei "bessere Antworten".

Für die einstmals "großen Volksparteien" war die Europawahl ein Desaster, Grund zum Feiern haben eigentlich nur die Grünen. Doch bei Frank Plasberg wurde am Ende – trotz vieler guter Vorsätze – dann doch wieder über Grundrente und Solidaritätsbeitrag gestritten.

Die Christdemokraten haben bei der Europawahl deutliche Verluste erlitten. Dennoch meldet CSU-Politiker Manfred Weber Anspruch auf einen Topjob in der EU an. Wie realistisch ist das?

Sebastian Kurz ist nicht mehr Kanzler Österreichs. Der Regierungschef wurde am Montag abgesetzt. Im Internet marschiert bereits die "Meme-Armee" auf - und schüttet Hohn und Spott aus.

Die Union bleibt zwar stärkste Partei, klarer Sieger der EU-Wahlen in Deutschland sind aber die Grünen. Woher bekamen sie ihre Stimmen? Wer ist von wo nach wo abgewandert? Eine Übersicht.

Martin Sonneborn wollte im Europäischen Parlament weitermachen - und so wie es aussieht, wird er das auch können: Seine Satirepartei "Die Partei" hat im vergleich zu den letzten Wahlen 2014 sogar zugelegt.

Sehr schnell, schon in der Nacht der Wahl, hat die CDU die vermeintlichen Ursachen für das schlechte Ergebnis ausgemacht. Die angeblichen Sündenböcke kündigen eine Reaktion an.

Einen extremen Rechtsruck gab es bei den Europawahlen nicht - eine Schlüsselrolle im Parlament könnten in Zukunft dagegen Liberale und Grüne spielen. Und im offenen Rennen um den Chefposten der EU-Kommission hat erstmals eine Frau passable Chancen.

Der große Rechtsruck bei der Europawahl 2019 ist ausgeblieben, doch was bedeuten die veränderten Verhältnisse im Parlament für das Machtgefüge?

Die Europawahl 2019 gerät im Osten Deutschlands zum Triumphzug für die Alternative für Deutschland, die AfD. Im Ringen mit der CDU jagt die AfD als Herausforderer den Christdemokraten Sachsen und Brandenburg ab und gewinnt auch ansonsten signifikant hinzu.

Heute endet die Wahl zum Europaparlament. Auch die Bürger in Deutschland haben gewählt - und dabei Union und SPD abgestraft. Alle Ergebnisse und Informationen zur Europawahl 2019 finden Sie bei uns im Live-Ticker.

Die Brexit-Partei ist bei der Europawahl in Großbritannien als deutlicher Sieger hervorgegangen. Nach Auszählung von rund 90 Prozent der Wahlbezirke erhielt die EU-kritische Partei von Nigel Farage 31,6 Prozent der Stimmen.

Donald Trump will den Brexit - und trifft bei seinem Staatsbesuch in Großbritannien auf eine Premierministerin, die exakt daran zerbrach. US-Neoliberale und Brexiteers träumen von einer deregulierten Wirtschaftsbrücke über den Atlantik. Ohne die Zwangsjacke EU.

Mit dem Ergebnis der Europawahl beschäftigen sich Kommentatoren und Journalisten aus aller Welt. Im Fokus stehen dabei natürlich die Niederlagen der großen Volksparteien sowie das Erstarken der Rechten in einigen Ländern und der Aufstieg der Grünen. Das sagt die internationale Presse.

Der frühere SPD-Chef Sigmar Gabriel teilte nach den Wahlpleiten bei Anne Will gegen die eigene Parteispitze um Andrea Nahles aus – ohne direkt personelle Konsequenzen zu fordern. Als ihn eine Journalistin an seine Mitverantwortung für den Zustand der SPD erinnerte, reagiert Gabriel dünnhäutig.

Wenn man so möchte, ist der größte Gewinner der Europawahl die Demokratie. Denn im Vergleich zu 2014 zeichnet sich ein deutliches Plus ab.

Nach dem desaströsen Ergebnis bei der Europawahl stellt der linke Flügel der SPD die GroKo infrage. Demnach stellen einige Politiker Bedingungen für eine weitere Zusammenarbeit mit der Union. 

Die bekannte TV-Köchin Sarah Wiener wird für die österreichischen Grünen ins Europaparlament einziehen. Sie will sich als Expertin für Ernährung und Landwirtschaft genau zu diesen Themen im Parlament einbringen.

Die Grünen triumphieren, Union und SPD müssen schmerzvolle Verluste einstecken. Das Ergebnis könnte - gepaart mit dem Ausgang der Landtagswahl in Bremen - die große Koalition in Berlin erschüttern.