Matteo Salvini

Carola Rackete hat Italien verlassen. Das bestätigte Sea Watch am Freitag. Italiens Innenminister Matteo Salvini ist froh, die Kapitänin auszuweisen.

In Italiens Regierung ist es wegen der Wahl von Ursula von der Leyen als künftige EU-Kommissionspräsidentin zu einem ernsthaften Streit gekommen.

"Sea Watch"-Kapitänin Carola Rackete will Matteo Salvini eine seiner schärfsten Waffen entziehen: Mit einer Verleumdungsklage will sie erreichen, dass Italiens Innenminister Twitter und Facebook nicht länger nutzen darf. Salvini hatte Rackete im Netz unter anderem als "kriminelle Deutsche" bezeichnet. Seine Follower sind noch weniger zimperlich. 

Ein Bericht der Website "BuzzFeed" bringt Italiens Innenminister Matteo Salvini in Erklärungsnot: Vertreter seiner Partei sollen sich mit russischen Geldgebern getroffen und einen fraglichen wenn nicht illegalen Deal ausgeschachert haben: Wahlkampfhilfen für die rechtspopulistische Lega im Gegenzug für Ölgeschäfte. 

Ursula von der Leyen ist in Brüssel auf Werbetour in eigener Sache. Ein dringend nötiges Unterfangen. Denn ihre Wahl als Chefin der EU-Komission ist keinesfalls ausgemacht. Sofern sie nicht von der Gnade der Rechtsextremen abhängig sein will, braucht die deutsche Verteidigungsministerin die Stimmen von Sozialdemokraten und Grünen. Und die sind mit Gummibärchen und Kugelschreibern nicht zu bekommen. 

Malta hat sich bereiterklärt, alle 65 Migranten an Bord des deutschen Rettungsschiffes "Alan Kurdi" an Land zu lassen. 

In der Dauerkrise um Rettungsschiffe für Migranten legt sich Bundesinnenminister Horst Seehofer mit seinem italienischen Kollegen Matteo Salvini an. Der antwortet mit einer Provokation. Das deutsche Schiff "Alan Kurdi" dreht frustriert ab.In der Dauerkrise um Rettungsschiffe für Migranten legt sich Bundesinnenminister Seehofer mit seinem italienischen Kollegen Salvini an. Der antwortet mit einer Provokation. Das deutsche Schiff "Alan Kurdi" dreht frustriert ab und nimmt Kurs Richtung Malta.

Die Rettungsschiffe "Alan Kudri" und "Alex" liegen mit über 100 Migranten an Bord vor Italien, doch die Regierung bleibt hart, lässt sie nicht anlegen. Deutschland hat angeboten, einen Teil der Flüchtlinge aufzunehmen, doch gelöst ist das Problem damit noch lange nicht. Pro Asyl nennt das Tauziehen der EU-Staaten "unwürdig" und "erbärmlich". 

Das deutsche Rettungsschiff "Alan Kurdi" mit 65 Migranten an Bord fährt auf die italienische Insel Lampedusa zu. Italiens Innenminister Salvini will den Kutter nicht anlegen lassen. Aber die Retter sehen das Recht auf ihrer Seite.

Carola Rackete, die Kapitänin von "Sea-Watch 3", möchte den italienischen Innenminister Matteo Salvini wegen Verleumdung verklagen. Damit wolle sie ein Zeichen setzen, erklärt ihr Anwalt Alessandro Gamberini.

Die Kapitänin der "Sea-Watch 3" bekommt in Deutschland viel Zuspruch. Unterstützer sammeln Geld, Politiker verteidigen sie, Heldenkränze werden geflochten. In Italien sieht man das ganz anders - und zwar nicht nur Matteo Salvini.

Unterdessen kritisierte der italienische Innenminister Matteo Salvini die italienische Justiz und Carola Rackete mit deutlichen Worten.

Italiens Innenminister Matteo Salvini erklärte, er habe auf eine härtere Reaktion der italienischen Justiz gehofft.

Von allen Vorwürfen ist Carola Rackete nicht befreit. Aber die Kapitänin ist auf freiem Fuß. Für viele ist die Entscheidung des Gerichts in Italien ein wichtiges Signal. Für Italiens Innenminister Salvini ist sie ein Grund, die Justiz reformieren zu wollen.

Die Kapitänin der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch, Carola Rackete, kommt wieder frei. Ein italienischer Ermittlungsrichter hob den Hausarrest gegen die 31-Jährige wieder auf, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Dienstagabend berichtete.

Wie es für Carola Rackete nach ihrer Festnahme weitergeht, darüber muss ein Ermittlungsrichter entscheiden. Die Solidarität mit der Kapitänin der "Sea-Watch 3" ist ungebrochen. Doch das allein reicht nicht, um das eigentliche Problem zu lösen.

Kapitänin Carola Rackete hat das Rettungsschiff "Sea-Watch 3" in den Hafen von Lampedusa gesteuert. Dort wurde die Deutsche sofort festgenommen und das Schiff beschlagnahmt. Damit ist eine neue Eskalationsstufe im Streit um die Seenotrettung erreicht. Das Ende zeigt, dass beide Seiten bereit sind, bis zum Äußersten zu gehen.

Frau gegen Mann, Kapitänin gegen "Il Capitano", Seenotretterin gegen Hardliner in Flüchtlingsfragen: Der Streit um die "Sea-Watch 3" erreicht eine neue Eskalationsstufe. Carola Rackete ignoriert ein Verbot Italiens. So wird sie zum Star und Feindbild zugleich.

Die Hängepartie für 42 gerettete Migranten und die Crew der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch geht weiter. 

Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Watch ist mit ihrem Rettungsschiff trotz eines Verbots in italienische Gewässer gefahren und riskiert damit eine Strafe.

Italiens rechtspopulistische Regierung verschärft ihre Gangart gegen Hilfsorganisationen, die Flüchtlinge aus dem Mittelmeer retten. Matteo Salvini kündigt Geldstrafen bis 50.000 Euro für die retter an.

Innenminister klärt auf, wann er die Politik verlassen will. Das dauert aber noch etwas.

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