Knapp ein Jahr nach dem Terroranschlag mit zwölf Toten eröffnet heute der Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche. Thomas de Maizière ruft die Menschen in Deutschland zu Achtsamkeit auf.

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Trotz anhaltend hoher Terrorgefahr hat der geschäftsführende Innenminister Thomas de Maizière die Deutschen aufgerufen, bei Besuchen auf Weihnachtsmärkten nicht furchtsam zu sein.

"Die Weihnachtsmärkte gehören zu unserem Leben und unserer Kultur", sagte der CDU-Politiker am Montag in der "Bild"-Sendung "Die richtigen Fragen". Die Bundesbürger sollten "achtsam, aber nicht furchtsam" sein.

De Maizière: Terrorgefahr ist einfach sehr hoch

"Die Weihnachtsmärkte sehen heute anders aus als vor einigen Jahren, und das ist auch gut so", sagte der Minister zu den Sicherheitsvorkehrungen. "Die Terrorgefahr ist einfach sehr hoch. Jederzeit. Überall."

Knapp ein Jahr nach dem islamistischen Anschlag mit zwölf Toten eröffnet am Montag der Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche.

Der Berliner Regierungschef Michael Müller (SPD) hat unterdessen an die Menschen appelliert, sich durch die Terrorbedrohung nicht einschüchtern zu lassen. Sicherlich habe der Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt vor fast einem Jahr Spuren hinterlassen, sagte Müller am Montag.

Müller: Absolute Sicherheit gibt es nicht

Viele seien bei solchen Veranstaltungen nicht mehr ganz so sorglos und unbefangen wie früher, hätten das Leid der Opfer vor Augen. "Aber wir wollen uns unser freies Leben nicht kaputtmachen lassen."

Deshalb müsse es auch in Zukunft möglich sein, sich in einer Stadt wie Berlin frei zu bewegen, gemeinsam zu feiern und das Leben zu genießen.

"Was getan werden konnte, wurde getan", sagte Müller mit Blick auf die Sicherheitsvorkehrungen bei den Märkten, die in Berlin wie überall in Deutschland stark erhöht wurden. Polizei, Behörden und Betreiber hätten dabei zusammengearbeitet. Aber: "Wir wissen alle: Es kann keine absolute Sicherheit geben."

Am 19. Dezember 2016 war ein islamistischer Attentäter mit einem gekaperten Laster in den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gerast. Bei dem Anschlag starben zwölf Menschen, rund 70 wurden verletzt. (dpa/ank)