Die Türkei macht Ernst mit der Militäroffensive in Syrien: Kampfflugzeuge haben Stellungen der Kurdenmiliz YPG angegriffen.

Türkische Kampfflugzeuge haben Stellungen der kurdischen Miliz YPG in der nordsyrischen Region Afrin bombardiert.

Die Ziele seien Beobachtungsstellungen der YPG gewesen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu.

Auch die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete von Luftangriffen von mindestens zehn türkischen Kampfflugzeugen. Ein Sprecher der kurdischen Truppen in Afrin, Suleiman Dschafar, sprach von Raketeneinschlägen.

Angriffe sind Teil einer Militäroffensive

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan hatte am Samstag den "faktischen" Beginn einer schon seit Tagen angekündigten Militäroffensive gegen die kurdischen Volksschutzeinheiten YPG angekündigt.

Die YPG gilt als der syrische Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK in der Türkei. Die PKK ist in der Türkei, der EU und in den USA als Terrororganisation eingestuft.

Laut Anadolu drangen auch mit der Türkei verbündete Rebellen nach Afrin vor. Dafür gab es zunächst aber keine Bestätigung.  © dpa

Der türkische Präsident Erdogan plant eine Militäroffensive in Syrien. Er riskiert, dass die Lage dort eskaliert - und er gleich zwei Großmächte gegen sich aufbringt.