Konflikt mit Türkei unter Erdogan

In der Türkei wird nach dem Willen der Regierungspartei AKP unter Recep Tayyip Erdogan ein Präsidialsystem eingeführt. Das Referendum dazu hatte Erdogan gewonnen. Die beiden Oppositionsparteien im Parlament - die Mitte-Links-Partei CHP und die pro-kurdische HDP - warnen vor einer "Diktatur". Auch in der EU wird Erdogans Machtzuwachs aufgrund radikaler Maßnahmen nach dem gescheiterten Putsch vom 15. Juli 2016 mit Sorge beobachtet. Im Raum steht auch die Wiedereinführung der Todesstrafe. Hierzu gibt es bereits eine klare Absage der deutschen Politik über ein mögliches Referendum in Deutschland. Trotz des Zerwürfnisses bittet die Türkei Deutschland um wirtschaftliche Aufbauhilfe. Nach der Verhaftung des Journalisten Deniz Yücel sowie der Festnahme des Menschenrechtlers Peter Steudtner unter dem Vorwurf des Terrorverdachts, hat sich die Beziehung zwischen Deutschland und der Türkei nochmals deutlich abgekühlt. Die diplomatische Krise zwischen Deutschland und der Türkei spitzt sich mit einem verschärften Reisehinweis des Auswärtigen Amtes für die Türkei zu.

Die Grenze der Geduld ist erreicht: Nach Monaten der Zurückhaltung bläst die Bundesregierung zum Gegenangriff gegen Präsident Erdogan. Es geht nicht mehr um Warnungen und warme Worte, sondern um eine Kehrtwende der Türkei-Politik. Gabriel warnt: Jeder Deutsche ist nun in der Türkei gefährdet.

Gabriel warnt, Deutsche in der Türkei seien nicht mehr sicher vor willkürlichen Verhaftungen. Das betrifft auch zahlreiche Bundesbürger, die in dem Land leben. Deren Sorge ist oftmals schon in Angst umgeschlagen - und zwar noch vor Gabriels Warnung.

Angesichts der immer bedrohlicheren Menschenrechtslage in der Türkei kündigt Außenminister Sigmar Gabriel eine Neuausrichtung der Türkei-Politik an - mit Folgen für Tourismus und Wirtschaft. Die Reaktion aus Ankara folgt prompt.

Die diplomatische Krise zwischen Deutschland und der Türkei spitzt sich immer weiter zu. Ankara wirft Berlin eine große politische Verantwortungslosigkeit vor, nachdem Außenminister Sigmar Gabriel zuvor eine "Neuausrichtung" der Türkei-Politik der Bundesregierung angekündigt hatte - unter anderem mit einem verschärften Reisehinweis.

Exporte von Maschinen, Anlagen oder Autos sind ein wichtiger Motor der deutschen Wirtschaft. Allerdings bergen Ausfuhren manchmal auch Zahlungsrisiken, die normalerweise über Versicherungen abgedeckt werden. In einigen Fällen, etwa bei Lieferungen in Entwicklungsländer, mögen private Versicherer solche Risiken aber nicht schultern.

Deutsche Diplomaten sind nach einem Medienbericht überzeugt, dass die türkische Regierung inhaftierte Deutsche wie Geiseln benutzt. So soll er die Freilassung von Deniz Yücel versprochen haben - im Austausch gegen geflohene Generäle.

Angesichts der immer bedrohlicheren Menschenrechtslage in der Türkei will es das Auswärtige Amt wohl nicht länger dabei bewenden lassen, nur Besorgnis zu äußern. Doch was kann Berlin tun, um Erdogan Einhalt zu bieten? Antworten werden heute von Außenminister Gabriel erwartet.

Die Türkei beschuldigt einem Bericht zufolge prominente deutsche Unternehmen wie den Autokonzern Daimler der Terrorunterstützung.

Mit dem Menschenrechts-Trainer Peter Steudtner hat die türkische Justiz am Dienstag erneut einen deutschen Staatsbürger in Untersuchungshaft genommen. Die Kritik an der abwartenden Haltung der Bundeskanzlerin werden lauter. Ein Türkei-Experte empfiehlt eine "mehrgleisige Strategie".

Mit der erneuten Inhaftierung von Menschenrechtlern provoziert die Türkei erneut den Westen. Amnesty International ruft zu weltweitem Druck auf den türkischen Präsidenten auf. Merkel hält sich zurück.

Außenminister Sigmar Gabriel bricht seinen Urlaub aufgrund der Verhaftungen von Menschenrechtlern in der Türkei ab. Zudem wurde der türkische Botschafter ins Auswärtige Amt zitiert.

Amnesty International hat die Verhaftung von Menschenrechtlern in Istanbul als politisch motiviert kritisiert und internationalen Druck auf die Türkei gefordert. 

Der Berliner Peter Steudtner hat als Menschenrechtstrainer einen Workshop in Istanbul begleitet. Nun wirft ihm die türkische Justiz Terrorunterstützung vor. Der Fall bringt die Bundesregierung in Erklärungsnot.

Recep Tayyip Erdogan hat zum Jahrestag des Putschversuchs eine ganz besondere Überraschung für seine Bürger parat gehabt. Telefonate in der Türkei waren mit einer persönlichen Grußbotschaft des Präsidenten verbunden.

Der Streit zwischen Deutschland und der Türkei schaukelt sich immer weiter hoch: Jetzt erreicht er sogar die Nato, die sich bisher heraushalten wollte. Ein Ausweg aus der Eskalationsspirale ist weiter nicht in Sicht.

Neuer Ärger in den deutsch-türkischen Beziehungen: Nach SPIEGEL-Informationen blockiert Ankara erneut einen sorgsam geplanten Besuch von Abgeordneten bei der Bundeswehr. Berlin protestiert bei der Nato.

Der türkische Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu mobilisiert die Massen gegen Recip Tayyip Erdogan. Der Erfolg könnte Folgen haben.

Vor einem Jahr wollten Putschisten Erdogan stürzen. Stattdessen ist der türkische Präsident heute mächtig wie nie. Den Jahrestag der Putsch-Niederschlagung inszeniert die Regierung als Fest der Demokratie - während die Opposition vor einer Diktatur warnt.

Zwei Mitarbeiter von Amnesty International und sieben weitere Menschenrechtsaktivisten sind bei einer Fachkonferenz in der Türkei festgenommen worden.

Kemal Kilicdaroglu marschiert von Ankara nach Istanbul, im Regen oder bei 45 Grad. Zuerst verspottete die Regierung seinen Protest. Inzwischen laufen 10.000 Menschen mit - und Präsident Erdogan hat ein Problem.

Deutsche Politiker werden aktuell intensiv vom türkischen Geheimdienst überwacht: Das meldet die "Welt". Das Bundeskriminalamt hat sich bereits eingeschaltet.

Die US-Justiz hat Haftbefehle gegen zwölf Leibwächter des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan erlassen. Ihnen wird vorgeworfen, beim Besuch Erdogans im Washington im Mai gewaltsam gegen Demonstranten vorgegangen zu sein.

Ein wichtiger Berater des türkischen Regierungschefs Binali Yildirim wird festgenommen: Birol Erdem soll Recep Tayyip Erdogans Erzfeind Fethullah Gülen nahestehen. 

Erstmals seit fast acht Monaten dürfen Bundestagsabgeordnete wieder deutsche Soldaten in der Türkei besuchen. 

Unser Besuch ist offenbar nicht erwünscht! So hat Claudia Roth die Absage einer Türkei-Reise von Bundestagsabgeordneten begründet. Die Grünen-Politikerin wirft der Erdogan-Regierung vor, den politischen Dialog zu verweigern.

Der erste wichtige Schritt der Verfassungsreform in der Türkei ist vollbracht, die AKP hat Präsident Erdogan wieder zum Parteichef gekürt. Der alte und neue Vorsitzende schwört seine Anhänger schon auf 2019 ein: Dann will er Staats- und Regierungschef werden.

Recep Tayyip Erdogan wird am Sonntag wieder Parteichef der AKP, er muss seit dem Sieg beim Referendum keine Rücksicht mehr nehmen. Intellektuelle in der Türkei sehen den Präsidenten aber schon in der Spätphase.

Mevlüt Cavusoglu, Außenminister der Türkei, hat sich im deutsch-türkischen Streit um Incirlik geäußert. Mit seinen Worten sorgt er nicht für eine Deeskalation der angespannten Beziehungen.

Und wieder dreht sich die Eskalationsspirale zwischen Deutschland und der Türkei: Asyl für türkische Soldaten, Besuchsverbot für deutsche Abgeordnete und jede Menge ...

Mehr als 60 Staaten und Organisationen bekämpfen die Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien und im Irak. Auch Deutschland ist dabei, mit "Tornado"-Aufklärungsflugzeugen. Stationiert sind die Jets auf der türkischen Nato-Basis Incirlik - doch wie lange noch?

Eskalationsstufe Rot in der deutsch-türkischen Krise: Statt einer schrittweisen Entspannung verschärft sich der Streit zwischen beiden Ländern weiter. Jetzt wackelt eine der letzten verlässlichen Bastionen der Beziehungen: die Zusammenarbeit in der Nato.

Eskalation statt Entspannung: Die deutsch-türkische Krise verschärft sich weiter. Bundestagsabgeordnete dürfen wieder nicht zu den deutschen Soldaten nach Incirlik. Vielleicht bekommt die Truppe erst wieder Besuch, wenn sie nach Jordanien verlegt wird.

Neue Belastungsprobe für die deutsch-türkischen Beziehungen: Bundestagsabgeordnete dürfen wieder einmal nicht zu den deutschen Soldaten in Incirlik. Zieht die Bundesregierung jetzt die Reißleine und verlegt die "Tornado"-Truppe nach Jordanien?

Fast zehn Monate nach dem Putschversuch in der Türkei sind bei landesweiten Razzien gegen mutmaßliche Gülen-Anhänger innerhalb der Istanbuler Börse 57 Verdächtige festgenommen worden.

Deutschland und die Türkei streben nach den jüngsten Streitigkeiten eine Verbesserung der Beziehungen an. 

Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Gökay Sofuoglu, hat auf Rückfrage unserer Redaktion klargestellt, dass man die Wiedereinführung der Todesstrafe in der Türkei ablehnt. Ebenso ein mögliches Referendum dazu in Deutschland. Zuvor hatte es in verschiedenen Medien Widersprüche gegeben.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat betont, dass die Türkei - sollte sie die Todesstrafe wieder einführen wollen - dafür nicht auf deutschem Boden unter ihren Bürgern werben dürfte. 

Rund zehn Monate nach dem Putschversuch in der Türkei unternimmt die Regierung in Ankara einen neuen Versuch, die USA zur Auslieferung des Predigers Fethullah Gülen zu bewegen.

Die Bundesregierung würde in Deutschland ein von Ankara veranlasstes Referendum über die Wiedereinführung der Todesstrafe in der Türkei untersagen. Das sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Der Münchner Anwalt Michael Hubertus von Sprenger vertritt Recep Tayyip Erdogan nicht weiter vor Gericht. Der Branchendienst "Meedia" hatte zuerst darüber berichtet und als Grund die wiederholt von Erdogan geäußerten Nazi-Vergleiche genannt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht über das angespannte Verhältnis zur Türkei - und zieht eine rote Linie. Dennoch sei ein gutes Verhältnis zu dem Land im Interesse Deutschlands. 

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat der Europäischen Union ein Ultimatum über einen möglichen Beitritt seines Landes zur EU gestellt. Andernfalls werde er die Verhandlungen abbrechen und sich von Europa demonstrativ verabschieden.

Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlung der Spitzelaffäre um den türkisch-islamischen Dachverband Ditib noch nicht abgeschlossen. Das Familienministerium finanziert den Verband trotzdem weiter.

Unter ihnen seien Juristen, Militärs und auch Wissenschaftler.

Vor knapp zwei Wochen stimmten die Bürger der Türkei positiv für das Verfassungsreferendum des Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ab. Am Donnerstagabend veröffentliche die Türkei das amtliche Endergebnis.

Wie soll die EU mit dem schwierigen Partner Türkei umgehen? Die Kanzlerin verlangt von Ankara Antworten angesichts gravierender Zweifel am Rechtsstaat - will jedoch keine voreiligen Konsequenzen.

Ein Dreivierteljahr ist der Putschversuch in der Türkei her. Die von Präsident Erdogan danach angekündigten "Säuberungen" sind immer noch nicht abgeschlossen: Mit landesweiten Razzien gehen Sicherheitskräfte nun gegen angebliche Gülen-Anhänger bei der Polizei vor.

Razzia gegen vermeintliche Staatsfeinde: Die Regierung von Präsident Erdogan hat mehr als tausend angebliche Anhänger des Predigers Gülen verhaften lassen. Sie sollen einem Netzwerk im Polizeiapparat angehören.

Bei einer Türkei-weiten Operation gegen mutmaßliche Anhänger der Gülen-Bewegung innerhalb der Polizei sind mehr als eintausend Verdächtige festgenommen worden. 

Nach den Nazi-Vorwürfen im türkischen Wahlkampf, dem Ja im Referendum über ein Präsidialsystem unter Staatschef Recep Tayyip Erdogan sowie der Verhaftung des "Welt"-Journalisten Deniz Yücel sind die deutsch-türkischen Beziehungen so angespannt wie selten zuvor. Nun formuliert die türkische Regierung erneut die Erwartung von Wirtschaftshilfen an die Adresse Deutschlands.