Türkei unter Erdogan

In der Türkei wird nach dem Willen der Regierungspartei AKP unter Recep Tayyip Erdogan ein Präsidialsystem eingeführt. Das Referendum dazu hatte Erdogan gewonnen. Die beiden Oppositionsparteien im Parlament - die Mitte-Links-Partei CHP und die pro-kurdische HDP - warnen vor einer "Diktatur". Auch in der EU wird Erdogans Machtzuwachs aufgrund radikaler Maßnahmen nach dem gescheiterten Putsch vom 15. Juli 2016 mit Sorge beobachtet. Im Raum steht auch die Wiedereinführung der Todesstrafe. Hierzu gibt es bereits eine klare Absage der deutschen Politik über ein mögliches Referendum in Deutschland. Trotz des Zerwürfnisses bittet die Türkei Deutschland um wirtschaftliche Aufbauhilfe. Nach der Verhaftung des Journalisten Deniz Yücel sowie der Festnahme des Menschenrechtlers Peter Steudtner unter dem Vorwurf des Terrorverdachts, hat sich die Beziehung zwischen Deutschland und der Türkei nochmals deutlich abgekühlt. Die diplomatische Krise zwischen Deutschland und der Türkei spitzt sich mit einem verschärften Reisehinweis des Auswärtigen Amtes für die Türkei zu. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble verglich die Türkei bereits mit der DDR.

Der türkische Justizminister Bekir Bozdag hat Deutschland vorgeworfen, Menschenrechte "mit Füßen zu treten".

Zwischen Berlin und Ankara wird täglich neues politisches Porzellan zerschlagen. Schwer zu sagen, wie es wieder gekittet werden kann. Vorläufiger Höhepunkt: Staatspräsident Erdogan nennt den inhaftierten deutsch-türkischen Journalisten Yücel einen "deutschen Agenten".

In den diplomatischen Beziehungen zwischen Berlin und Ankara herrscht Eiszeit. In Deutschland dürfen türkische Politiker nicht auftreten. In der Türkei nennt Präsident Erdogan den inhaftierten Journalisten Yücel einen "deutschen Agenten".

Die Türkei gilt seit langem als schwieriger Partner Deutschlands. Jetzt verschärft sich die Tonlage so sehr, dass es schwer fällt, noch an diese Partnerschaft zu glauben. Wo soll das enden?

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat den inhaftierten "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu als "deutschen Agenten" bezeichnet.

Die Beziehungen zwischen Berlin und Ankara sind an einem Tiefpunkt angelangt. Der türkische Justizminister sieht "ein faschistisches Vorgehen" in Deutschland, Kanzlerin Angela Merkel kontert die türkische Kritik. Zudem wurde ein weiterer Wahlkampfauftritt abgesagt.

Der Streit zwischen Berlin und Ankara spitzt sich gefährlich zu. Auf die Absage eines Wahlkampfauftritts des türkischen Justizministers folgen Verbalattacken aus der Türkei - und die deutsche Reaktion in Form eines Brandbriefs.

Die Beziehungen zwischen Ankara und Berlin sind auf einem neuen Tiefpunkt: Deutsche Kommunen verweigern türkischen Wahlkämpfern Auftritte. Türkische Politiker reagieren empört. Auch innerhalb der deutschen Politik gibt es Streit - und eine Forderung an Angela Merkel.

Deutsche Behörden haben zwei Wahlkampf-Auftritte von türkischen Ministern in Deutschland unterbunden. Die türkische Regierung ist erzürnt. Was spricht für Wahlkampauftritte türkischer Politiker in Deutschland, was dagegen? Unter welchen Umständen sind Verbote möglich? Und warum ist Erdogans AKP überhaupt so scharf auf Wahlkampf in Deutschland?

Erst wird der Journalist Deniz Yücel in der Türkei inhaftiert, nun verweigern deutsche Kommunen türkischen Wahlkämpfern Auftrittsorte. Der Streit zwischen beiden Ländern wird schärfer - der Ton auch.

Erst wird der Journalist Deniz Yücel in der Türkei inhaftiert, nun verweigern deutsche Kommunen türkischen Wahlkämpfern Auftrittsorte. Der Streit zwischen beiden Ländern wird schärfer - der Ton auch. Der türkische Justizminister sieht die Demokratie verletzt.

Erst die Inhaftierung des Journalisten Deniz Yücel in der Türkei, nun Absagen für türkische Wahlkämpfer. Der Streit zwischen Deutschland und der Türkei wird schärfer.

Politiker aus dem In- und Ausland sind über die Verhaftung des "Welt"-Journalisten Deniz Yücel empört. Die EU-Kommission fordert Ankara zur Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien auf. Völlig offen ist, wie lange Yücel in Untersuchungshaft bleiben muss.

Bitter, enttäuschend, unverhältnismäßig hart: Die Kritik von Kanzlerin Merkel an der Inhaftierung von Deniz Yücel ist deutlich. Trotzdem sind ihr die Hände gebunden. Der Fall wird zum Symbol für das Dilemma der deutsch-türkischen Beziehungen.

Erst saß er lange in Polizeigewahrsam, nun sitzt der "Welt"- Korrespondent Deniz Yücel in türkischer Untersuchungshaft. Eine neue Belastungsprobe für das deutsch-türkische Verhältnis.

Erst saß er lange in Polizeigewahrsam, nun sitzt der "Welt"- Korrespondent Deniz Yücel in türkischer Untersuchungshaft. Und die kann Jahre dauern. Die Empörung in Deutschland ist groß. Journalistenvereine und Grüne organisieren Protest.

Fast zwei Wochen hielten die türkischen Behörden Deniz Yücel in Polizeigewahrsam fest. Nun muss der "Welt"-Korrespondent in U-Haft. Sein Fall wird zur neuen Belastungsprobe im deutsch-türkischen Verhältnis. Von der Bundesregierung kommt harte Kritik.

Das Parlament der Türkei berät über eine radikale Verfassungsreform. Diese fünf Punkte sollen die Macht von Staatschef Erdogan sichern.