Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan sorgt für Aufregung: Bei einer Rede hat er ein Mädchen in Soldatenuniform, das im Publikum stand und weinte, auf die Bühne geholt und getadelt.

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Während einer Rede fiel der Blick des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan auf ein Mädchen in Soldatenuniform, das im Publikum stand und weinte.

Er ließ das Mädchen auf die Bühne bringen und ermahnte sie, dass Soldaten nicht weinten. Die Menschen waren außer sich.

33 türkische Soldaten wurden bereits getötet

Er küsste das Kind auf die Wange, tätschelte es und sagte dann an die Menge gerichtet: "Wenn es als Märtyrer fällt, werden sie es auch - so Gott will - mit der Fahne zudecken. Es ist alles bereit".

Dann beugte Erdogan sich zu dem Mädchen und sagte: "Nicht?", küsste es erneut und schickte es von der Bühne. Der Sarg gefallener Soldaten wird beim Begräbnis in der Regel mit einer türkischen Flagge bedeckt.

Russland verfolgt mit doppeltem Spiel in Syrien ein großes Ziel.

Die Türkei hatte am 20. Januar eine Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG in Nordwestsyrien begonnen. Die islamisch-konservative Regierungspartei setzt dabei auch auf nationalistische Gefühle.

Auch viele Gegner Erdogans befürworten den Militäreinsatz, bei dem bisher 33 türkische Soldaten getötet wurden.  © dpa