Die Ukraine in der Krise

Seit den Protesten auf dem Maidan und dem folgenden Sturz des prorussischen Präsidenten Viktor Janukowitsch vor über einem Jahr steckt die Ukraine in der Krise. Separatisten kämpfen im Osten des Landes für die Unabhängigkeit von der Regierung in Kiew. Zuletzt handelten Kanzlerin Angela Merkel, der französische Präsident Francois Hollande, der russische Präsident Wladimir Putin und der amtierende ukrainische Präsident Petro Poroschenko in Minsk ein Friedensabkommen aus. Seitdem sind die Kämpfe im Donbass weitgehend vorbei - auch wenn die Separatisten gerade für die Gebiete Donezk und Luhansk weiterhin ein umfangreiches Selbstbestimmungsrecht fordern.

Osteuropa-Expertin Susan Stewart erklärt, wie hoch die Chancen auf eine Einigung stehen, welche Positionen die Teilnehmer vertreten – und warum Russlands Präsident im eigenen Land mächtig unter Druck steht.

Ist es eine gezielte Eskalation oder ein interner Machtkampf? Die Aufständischen in der Ostukraine untermauern ihre Pläne für eine Unabhängigkeit. Aber mit einem neuen Staat "Kleinrussland" überraschen sie wohl selbst ihre Verbündeten.

Es ist ein Eklat: Die Türkei will Österreich von allen wichtigen Nato-Partnerprogrammen ausschließen und sich somit an der anhaltenden Erdogan-Kritik aus Wien rächen. Österreichs Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil schäumt.

Fährt Trump gegenüber Moskau einen Zickzack-Kurs? Übt er sich in hybrider Kriegsführung? Oder weiß er selbst noch nicht genau, wohin die Reise im russisch-amerikanischen Verhältnis geht? Mit Blick auf die Ukraine zeigt sich: Washington ist bereit zur Konfrontation.

Am Anfang berichteten die Medien über den Krieg in der Ukraine noch ausführlich. Mittlerweile aber ist es um den Militärkonflikt im Osten des Landes still geworden. Zu Unrecht. Denn entlang der 600 Kilometer langen Frontlinie leben rund zwei Millionen Menschen, darunter eine halbe Million Kinder. Für diese Menschen bleibt der Krieg weiterhin grausamer Alltag.

Russland versucht an diplomatischer Front weiter, eine Verantwortung für den MH17-Abschuss mit 298 Toten über der Ostukraine zurückzuweisen. Für Montag bestellte das russische ...

Flug MH17 wird im Juli 2014 über der Ost-Ukraine abgeschossen. Nun legen die Ermittler die Beweise vor. Vieles weist auf eine Beteiligung Russlands.

Die Passagiermaschine mit Flugnummer MH17 ist mit einer russischen Luftabwehrrakete abgeschossen worden. Das machten die internationalen Ermittler am Mittwoch bekannt.

Russland macht der Ukraine schwere Vorwürfe. Was stimmt daran? Ist das nur Drohgebärde oder Vorwand für einen Militäreinsatz? Die Ukraine ist alarmiert. Steinmeier reist nach Russland.

Der Ton zwischen Moskau und Kiew wird rauer. Inmitten der Spannungen nimmt Russland auf der Krim ein moderndes Abwehrsystem in Betrieb.

Regierungskrise in der Ukraine: Staatspräsident Petro Poroschenko will das Vertrauen in seine Regierung wiederherstellen. Regierungschef Arseni Jazenjuk soll deshalb zurücktreten.

Niederländische Experten belasten russische Separatisten erneut schwer.

Russlands Präsident Wladimir Putin soll sich in den vergangenen Monaten mehrmals schriftlich an Altkanzler Helmut Kohl (CDU) gewandt haben. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Mit seinen Schreiben wollte Putin offenbar erreichen, dass Kohl in der Ukrainekrise ein freundliches Wort für Russland einlegt.

Russlands Nachbarn geben mehr Geld für Waffen aus. Militärisch ergibt das nicht immer Sinn, erklärt der Rüstungsexperte Ulrich Kühn von der Universität Hamburg. Entscheidend sei ohnehin eher, was die großen Nato-Staaten machen.

Ein Jahr nach der Annexion der Krim feiert Russlands Präsident Wladimir Putin die Rückeroberung "historischer Wurzeln". Über die dafür anfallenden Kosten hält er sich lieber bedeckt.

Deutschland will bis zu 1.000 OSZE-Beobachter in der Ukraine. Das berichtet der Nachrichtensender "N24" unter Berufung auf ein Telefonat zwischen Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow.

Wladimir Putin bestreitet bis heute, die Separatisten in der Ost-Ukraine zu unterstützen. Doch das sieht das US-Militär anders. Offenbar sollen 12.000 russische Soldaten in der Ukraine sein. 29.000 sind nach Aussagen eines Generals auf der Krim stationiert. Weitere 50.000 sollen hinter der ukrainische Grenze bereitstehen.

Alarmiert durch den Konflikt in der Ostukraine hat die Nato vor einer russischen Aggression in der Republik Moldau - auch bekannt als Moldawien - gewarnt. Auch das Baltikum fürchtet eine russische Intervention. Zugleic veröffentlicht eine russische Zeitung ein Dokument, das zeigen soll, dass Russland die Eskalation in der Ukraine von langer Hand geplant habe.

Zu einem Krieg mit Kiew wird es nicht kommen, sagt Russlands Präsident Wladimir Putin. Eine Eskalation scheint derzeit schlicht nicht mehr nötig: Die Krim ist russisch, der Osten der Ukraine wohl bald auch. Putin hat sich durchgesetzt – aber er muss dafür einen zu hohen Preis zahlen, meint Russland–Experte Gerhard Mangott. Andere rechnen damit, dass Putin noch mehr will.

Separatisten und Armee erfüllen Teil des Friedensabkommens.

Die Fronten sind unverändert verhärtet, ein Frieden in weiter Ferne: Seit den Kämpfen um die Stadt Debalzewo ist unklarer denn je, wie es um den Friedensplan für die Ukraine steht. Ist das Minsker Abkommen gescheitert? Die Beteiligten sprechen bisher nur vom gebrochenen Waffenstillstand – doch gerade das sagt viel über die Interessen der Konfliktparteien: Wer steht wofür und warum?

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat gemeinsam mit den Präsidenten Frankreichs und der Ukraine sowie Kremlchef Putin einen "Bruch" des vereinbarten Waffenstillstands angeprangert.

Pro-russische Separatisten marschieren in der Krisenstadt Debalzewo ein - die Waffenruhe im Osten der Ukraine steht auf dem Spiel. Bricht sie ganz, wäre auch der Minsker Friedensplan gescheitert und neue Kämpfe wahrscheinlich. Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

Putin spielt Kämpfe im Debalzewo herunter: nur "Zusammenstöße".

Kurz vor der geplanten Waffenruhe in der Ostukraine haben sich prorussische Aufständische und Regierungstruppen im Kriegsgebiet erneut blutige Kämpfe geliefert. Die Rebellen und die ukrainische Regierung drohen sich vor Beginn der Waffenruhe in der kommenden Nacht gegenseitig. Zudem ist bislang nicht klar, ob die Feuerpause im gesamten Kriegsgebiet gelten wird: Ein Rebellenchef kündigte einen erbitterten Kampf um strategisch wichtige Stadt an.

Neue Kämpfe machen die Umsetzung der Feuerpause in der Ostukraine ungewiss. Die G7-Staaten drohen potenziellen Aggressoren vorab Konsequenzen an. Die USA erheben zudem neue Vorwürfe gegen Russland. Moskau wiederum wird in der UN aktiv.

Noch liefern sich die Rebellen in der Ostukraine erbitterte Kämpfe mit der ukrainischen Armee. Doch damit soll es ab Sonntag ein Ende haben. Dann tritt offiziell die zweite Auflage des bereits im September ausgehandelten Friedensabkommens aus dem weißrussischen Minsk in Kraft.

So eine Woche hatte selbst Angela Merkel noch nicht: Als Friedensvermittlerin fliegt sie zwischen Ost und West gut 20.000 Kilometer hin und her.

Kanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Staatschef François Hollande, der ukrainische Präsident Petro Poroschenko und Kremlchef Wladimir Putin haben in einem 17-stündigen Verhandlungsmarathon in Minsk die Grundlagen für eine mögliche Lösung der Ukraine-Krise ausgehandelt. So kommentiert die Presse den Ausgang der Verhandlungen.

Wer sich auf Krisengespräche einlässt, muss viel Geduld mitbringen. Und erfahrene Diplomaten. Das zeigt sich auch im Fall der Ukraine. Wie die Verhandlungen ist Minsk ablaufen, wissen aber nur wenige.

Bei den Minsker Friedensgesprächen konnte eine Einigung erzielt werden: Am Sonntag, null Uhr, beginnt die Waffenruhe zwischen prorussischen Separatisten und dem ukrainischen Militär. Zuvor hatten Angela Merkel, Francois Hollande, Wladimir Putin und Petro Poroschenko 17 Stunden lang über eine Lösung im Ukraine-Konflikt beraten. Die Zweifel bleiben, ob die Einigung über eine Feuerpause als durchschlagender, diplomatischer Erfolg gewertet werden kann. Wird sich in der Ostukraine nun nachhaltig etwas ändern?

Mehr als 17 Stunden dauerten die Verhandlungen in Minsk. Am Ende steht ein kleiner Kompromiss. Angela Merkel lobt nach dem Vierer-Gipfel Wladimir Putin und sieht in den getroffenen Vereinbarungen einen Hoffnungsschimmer. Die Kanzlerin weiß aber auch, dass bis zu einem andauernden Frieden noch große Hürden ausgeräumt werden müssen. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier gibt zu: "Wir hätten uns mehr gewünscht."

Beim Ukraine-Krisengipfel in Minsk ist Kremlchef Wladimir Putin zufolge eine Einigung über eine Waffenruhe für das Kriegsgebiet Donbass erzielt worden. Sie solle ab diesem Sonntag um Mitternacht gelten, sagte er am Donnerstagmorgen nach Verhandlungen mit Kanzlerin Angela Merkel in der weißrussischen Hauptstadt Minsk.

Besorgte, aber auch hoffnungsvolle Blicke gehen derzeit nach Minsk. Das Gipfeltreffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin soll der Ukraine endlich einen Waffenstillstand ermöglichen. Beobachter fürchten allerdings, dass die Gespräche den Konflikt nicht endgültig begraben können.

Der Ukraine-Krisengipfel in Minsk wird stattfinden. Er gilt als letzte Chance, den Krieg im Donbass friedlich zu beenden. Was droht dem Konfliktgebiet, falls eine Waffenruhe nicht gelingen sollte?

Im Ukraine-Konflikt richten sich alle Augen auf Angela Merkel. Die Bundeskanzlerin soll morgen in Minsk Russlands Präsidenten Wladimir Putin zu einer friedlichen Lösung bewegen. Doch ihre Optionen sind begrenzt, analysiert Außenpolitik-Experte Wilfried von Bredow. Er schätzt die Aussicht auf Erfolg als eher gering ein.

Einen Tag vor dem geplanten Ukraine-Gipfel in Minsk haben ukrainische Truppen nahe der Hafenstadt Mariupol im Süden des Landes eine Offensive gegen prorussische Separatisten begonnen. Auf der von Russland annektierten Krim hätten rund 600 russische Soldaten eine Militärübung gestartet.

Moskaus Streitkräfte würden ausreichen, um in der Ukraine Unruhe zu stiften. Eine Bedrohung für Europa sind sie aber nicht.

Die geplante Ausweitung der EU-Sanktionen gegen ukrainische Separatisten und russische Politiker wird wegen der deutsch-französischen Friedensinitiative vorerst auf Eis gelegt....

Prinzip Hoffnung vor dem Vierer-Treffen zum Ukraine-Konflikt in Minsk: Auf allen Ebenen laufen Gespräche und Verhandlungen, um am Mittwoch ein Ergebnis hinzubekommen. Es gibt aber auch Warnungen, die Friedeninitiative schon als Erfolg zu werten.

Wer ist schuld am Krieg in der Ukraine? An dieser Frage haben sich die Gäste in Günther Jauchs Talkrunde zerrieben. Dabei offenbarten sich nicht nur zwischen den prowestlichen und prorussischen Vertretern gewaltige Lücken. Auch das transatlantische Bündnis der USA und EU ist sich uneins – und trägt sogar untereinander Machtspielchen aus.