Russland hat die Krim offiziell aufgenommen, der Westen ist empört. Zudem droht die Lage zwischen Russland und der Ukraine zu eskalieren. Verfolgen Sie in unserem Ticker die aktuelle Entwicklung in dem osteuropäischen Krisengebiet.

22:07 Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat die Aufklärung des Mordes an einem 39 Jahre alten Krimtataren gefordert. "Das Verschwinden und die Ermordung von Reschat Ametow verdeutlichen das seit einer Woche herrschende Klima der Gesetzlosigkeit", sagte HRW-Sprecherin Rachel Denber einer Mitteilung vom Dienstag zufolge. Der Bauarbeiter habe sich zuletzt an Protesten der Krimtataren gegen einen Beitritt der Halbinsel zu Russland beteiligt und sei am 3. März in Simferopol verschwunden.

Wirtschaftssanktionen gegen Russland treffen auch Deutschland.

22:02 Gestützt auf eine Entspannung in der Krim-Krise und erneut gute US-Daten haben sich die New Yorker Börsen weiter erholt. Der Dow-Jones ging 0,55 Prozent höher bei 16 336 Punkten aus dem Handel. Die Rede des russischen Präsidenten Wladimir Putin zur Abstimmung auf der Krim habe die Börsianer weiter beruhigt, sagte Marktanalyst Craig Erlam. Putin habe signalisiert, keine Konfrontation mit dem Westen zu suchen. Der Euro kletterte nach einem kurzen Rücksetzer wieder über die Marke von 1,39 US-Dollar und kostete zuletzt 1,3930 Dollar.

21:36 Nach dem gewaltsamen Tod eines ukrainischen Soldaten auf der Halbinsel Krim hält die Regierung in Kiew die "militärische Phase" des Konflikts mit Russland für angebrochen. Interimsregierungschef Arseni Jazenjuk sagte am Dienstag, der Konflikt habe sich "von einem politischen in einen militärischen" verwandelt. Den ukrainischen Soldaten wurde es erlaubt, fortan bei bewaffneten Angriffen ihre Schusswaffen einzusetzen.

"Russische Soldaten haben damit begonnen, auf ukrainische Armeeangehörige zu schießen, und das ist ein Kriegsverbrechen", sagte Jazenjuk bei einem Kabinettstreffen in Kiew. Der Soldat, dessen Name mit S.V. Kakurin angegeben wurde, sei durch einen Schuss in den Nacken getötet worden, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Wladislaw Selesnjow.

20:48 Rund 600.000 Menschen in ganz Russland haben nach Angaben des Innenministeriums in Moskau die von Kremlchef Wladimir Putin verkündete Vereinigung mit der Halbinsel Krim gefeiert. Allein auf dem Roten Platz am Kreml in Moskau hätten sich rund 120 000 Menschen zu einem Konzert versammelt, teilte die Polizei der Agentur Interfax zufolge am Dienstag mit. Sie hätten die "Heimkehr" der Schwarzmeerregion gefeiert. Putin ließ sich bei einem kurzen Auftritt mit "Rossija! Rossija!"-Rufen begrüßen. Auch in vielen anderen russischen Städten gingen die Menschen zur Unterstützung des Kremlkurses auf die Straße. Der Westen und die Ukraine, zu der die Krim laut Völkerrecht gehört, verurteilte den Anschluss als illegal.

20:25 Einen Tag vor dem EU-Gipfel in Brüssel will die EU-Kommission am Mittwoch Details ihrer geplante Finanzhilfe für die Ukraine vorstellen. Das Land soll in einem ersten Schritt 1,6 Milliarden Euro erhalten. Die frühere Sowjetrepublik steht nach Angaben der prowestlichen Regierung in Kiew vor der Pleite. Die EU hatte deswegen Anfang März ein Milliardenpaket geschnürt, mit dem es der Ukraine unter die Arme greifen will. Insgesamt will Brüssel das Land in den kommenden Jahren mit elf Milliarden Euro unterstützen, und zwar in Form von Zuschüssen und Krediten. Geplant sind zudem Zollerleichterungen.

19:45 EU-Ratschef Herman Van Rompuy hat eine für Mittwoch geplante Reise nach Moskau zu einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin kurzfristig abgesagt. Wie am Dienstag von Diplomaten in Brüssel zu erfahren war, erfolgte die Absage aus Verärgerung darüber, dass die russische Seite die Reiseplanung publik gemacht habe. Offenbar war die Reise von europäischer Seite so geplant, dass der Diplomatie trotz der Krim-Krise eine Chance gegeben werden sollte.

18:53 Auf der Krim ist nach abweichenden Berichten ein Uniformierter erschossen worden, dessen Identität aber unklar blieb. Bei dem Toten handele es sich um einen Angehörigen der prorussischen sogenannten Selbstverteidigungskräfte, meldete die Agentur Interfax am Dienstag unter Berufung auf einen Sprecher der Polizei auf der Krim. Dagegen berichtete die Kiewer Agentur Unian unter Berufung auf Militärquellen, in der Hauptstadt Simferopol sei ein ukrainischer Soldat getötet worden. Ein weiterer Soldat sei verletzt worden. In den vergangenen Tagen hatte es auch in anderen ukrainischen Städten widersprüchliche Berichte über Tote bei Auseinandersetzungen gegeben.

18:31 Die USA drohen Russland in der Krim-Krise mit weiteren Sanktionen. "Es werden weitere Schritte unternommen werden", falls Kremlchef Wladimir Putin seinen Kurs nicht ändere, sagte Regierungssprecher Jay Carney am Dienstag im Weißen Haus. Er reagierte damit auf den kurz zuvor von Putin unterzeichneten Vertrag über die Aufnahme der Krim in die Russische Föderation. Moskaus Politik sei illegal und verletze die Verfassung der Ukraine. "Die Sanktionen werden zunehmen." Die USA würden die Annexion der Krim niemals anerkennen.

17:15 Auf der zwischen der Ukraine und Russland umstrittenen Halbinsel Krim ist ein ukrainischer Soldat getötet worden, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Wie das ukrainische Verteidigungsministerium am Dienstag bekanntgab, ereignete sich der Zwischenfall bei der Erstürmung einer Militärbasis in der Gebietshauptstadt Simferopol. Ein weiterer Soldat sei verletzt worden. Der zuständige Ministeriumssprecher machte keine Angaben darüber, ob der Stützpunkt von russischen Soldaten oder prorussischen Milizen angegriffen wurde.

17:11 Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk erklärt, der Konflikt um die Krim werde nicht mehr politisch, sondern militärisch ausgetragen. Das berichten mehrere Medien. Jazenjuk habe seinen Verteidigungsminister angewiesen, ein Treffen mit Vertretern Russlands, Großbritanniens und der USA anzuberaumen.

16:37 Eine ukrainische Armeebasis in Simferopol soll von Soldaten erstürmt worden sein, berichtet der Nachrichtensender "N24" und beruft sich auf einen Angehörigen der Streitkräfte als Quelle. Ein ukrainischer Offizier ist dabei angeblich verletzt worden. Nach Angaben von "Focus Online" soll es sich bei den Angreifern um russische Soldaten gehandelt haben. Es sei zu einem Schusswechsel gekommen.

16:04 Nachdem Präsident Wladimir Putin den Vertrag über den Beitritt der Krim bereits unterschrieben hat, soll der Anschluss der Halbinsel an die Russische Föderation sehr schnell erfolgen. "Ich gehe davon aus, dass die juristischen Prozeduren bis zum Ende der Woche abgeschlossen sind", kündigte die Vorsitzende des Föderationsrates, Valentina Matwijenko, am Dienstag in Moskau an. Die Zustimmung aller beteiligten staatlichen Institutionen gilt als reine Formsache.

15:33 US-Präsident Barack Obama hat ein Treffen der sieben wichtigsten Industriestaaten (G7) ohne Russland in der kommenden Woche angekündigt. Dabei sollten die Mitglieder das weitere Vorgehen in der Krim-Krise besprechen, teilte die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates der USA, Caitlin Hayden, am Dienstag mit. Bei dem Treffen am Rande des Nukleargipfels in Den Haag, der am 25. und 26. März geplant ist, sollten die Teilnehmer die Situation in der Ukraine diskutieren und sich weitere Schritte überlegen. Vertreten in der G7-Gruppe sind Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA.

14:51 Trotz des Vertrags über den Anschluss der Krim ist Russland nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel weiterhin Mitglied der G8-Gruppe. Merkel stellte am Dienstag in Berlin klar, dass lediglich die Vorbereitungen für das geplante G8-Treffen im Juni in Sotschi suspendiert wurden. "Darüber hinaus sind keine Entscheidungen gefallen", sagte die Kanzlerin. "Was G8 anbelangt, gibt es keinen neuen Sachstand." Merkel rückte damit Äußerungen von Frankreichs Außenminister Laurent Fabius zurecht. Die G8-Gruppe besteht aus sieben großen Industrienationen und Russland.

14:28 Mehrere Staaten zeigen sich erschüttert über Russlands Vorgehen. US-Vizepräsident Joe Biden nannte die Eingliederung der Krim in die Russische Föderation "nichts anderes als Landraub". Großbritannien beendet vorübergehend die militärische Kooperation mit Russland, wie der britische Außenminister William Hague mitteilte. Zuvor hatte er bereits bedauert, dass Russland "den Weg der Isolierung" gewählt habe.

14:14 Aus Kiew regen sich heftige Widerstände gegen die Aktion Russlands. Die Ukraine werde die Eingliederung der Halbinsel Krim in die Russische Föderation "niemals" hinnehmen, erklärte das Außenministerium in Kiew kurz nach der Unterzeichnung des Eingliederungsvertrages durch den russischen Präsidenten Wladimir Putin und prorussischen Politikern der Krim im Moskauer Kreml.

13:05 Russlands Präsident Wladimir Putin hat den Vertrag über die Aufnahme der völkerrechtlich zur Ukraine gehörenden Schwarzmeer-Halbinsel Krim unterzeichnet. Auch Vertreter der prorussischen Krim-Führung setzten am Dienstag im Kreml ihre Unterschriften unter das Dokument.

13:04 Bereits vor der Rede kündigte Frankreichs Außenminister Laurent Fabius an, dass Russland aus der Gemeinschaft der führenden Wirtschaftsnationen (G8) suspendiert worden sei. "Wir haben beschlossen, Russlands Teilnahme auszusetzen", sagte Fabius dem Sender Europe 1. Die sieben führenden Länder würden sich ohne Russland treffen, sagte Fabius.

13:00 In seiner Rede zur Nation hat Wladimir Putin international nicht anerkannte Krim-Referendum über einen Anschluss an Russland als "überzeugend" bezeichnet. Es sei demokratisch und im Einklang mit internationalem Recht abgelaufen, sagte er. Zudem wies er die Vereinigung der Republik Krim und der dortigen Hafenstadt Sewastopol mit der russischen Föderation an. Putin verteidigte das Vorgehen Russlands in dem Konflikt. "Es gibt keine legitimierte Macht in der Ukraine." Der jüngste Machtwechsel in Kiew sei ein Putsch gewesen, der mit Mord und Terrorismus einhergegangen sei.

+++ Die Ansprache von Wladimir Putin +++

12:51 Unter frenetischem Applaus endet die Ansprache des russischen Präsidenten.

12:49 Nun sagt er es endlich: Er bittet den Föderationsrat um die Aufnahme der Krim in die Russische Föderation.

12:48 Für seine letzten Ausführungen erhält Putin vom Publikum Standing Ovations.

12:47 92 Prozent der Bevölkerung Russlands sei für einen Anschluss der Krim an die Russische Föderation.

12:46 "Die Bevölkerung der Krim hat klar und deutlich ihren Willen gezeigt: Sie will zu Russland gehören."

12:43 Dem Westen wirft Putin vor, eine Krise in Russland provozieren zu wollen.

12:42 Die Rechte der russischen Bevölkerung in der Ukraine müssen laut Putin jederzeit geschützt werden, vor allem durch die Ukraine selbst.

12:41 Dass die Menschen in der Ukraine leiden, schmerze Putin im Herzen.

12:39 Eine "stabile, starke Verwaltung für die Krim" könne allerdings momentan nur von Russland sichergestellt werden.

12:38 "Wir wollen die Einheit der Ukraine nicht verletzen."

12:37 Man wolle dem ukrainischen Volk "keinen Schaden zufügen".

12:36 Er fordert außerdem mehr Respekt für Russland.

12:34 Putin dankt China und Indien für ihre Zurückhaltung in der Angelegenheit.

12:30 Insgesamt wirkt Putins Ansprache wie ein Rundumschlag gegen die gesamte restliche Welt.

12:28 "Nach dem Verschwinden des bipolaren Systems" gäbe es auf dem "Planeten keine Stabilität mehr".

12:26 Eine einseitige Unabhängigkeitserklärung dürfe gegen nationale Gesetze verstoßen.

12:24 Wenn die Bewohner der Krim ihre Unabhängigkeit erklären möchten, sei dies in Übereinstimmung mit UN-Regelungen möglich.

12:22 Die militärische Präsenz Russlands auf der Krim sei noch deutlich innerhalb der festgelegten Kontingente. Man habe also die "Armee in der Ukraine nicht eingesetzt".

12:21 Laut Putin existiert in der Ukraine momentan "keine legitime Exekutive". Das Regime sei von "Schlägern vom Maidan" geduldet.

12:19 Dennoch sei am Ende ein Staatsstreich durch "Nationalisten, Neo-Nazis, Russenfeindliche und Antisemiten geschehen.

12:18 Putin äußert Verständnis für die Proteste auf dem Kiewer Maidan, solange sie sich gegen Korruption richteten.

12:15 "Die Beziehungen zur Ukraine werden für uns immer eine Priorität sein". Das klingt angesichts der Drohungen gegen Kiew höhnisch.

12:13 "Millionen von Russen gingen in einem Land zu Bett und wachten in einem anderen Land auf." So beschreibt Putin den Verlust der Krim. Es sei eine "himmelschreiende historische Ungerechtigkeit".

12:11 Putin bedauert mit pathetischen Worten den Zerfall der Sowjetunion.

12:09 Es folgt ein breiter historischer Abriss über die Geschichte der Krim.

12:07 Der russische Präsident erklärt, wie wichtig die Krim für die Nation ist. Auch die Worte "einzigartig" und "heilig" fallen.

12:06 Wladimir Putin wird im Kreml mit großem und langem Applaus empfangen.

+++ Die Ansprache von Wladimir Putin beginnt +++

11:13 Volkswagen-Chef Martin Winterkorn hat sich besorgt über die Entwicklungen in der Krim-Krise gezeigt. Der russische Markt sei sehr wichtig für den Automobilkonzern, sagte Winterkorn am Dienstag auf dem Münchner Management Kolloquium. Negative Auswirkungen auf den Fahrzeugabsatz sieht der VW-Chef derzeit zwar nicht, der Verkauf von Fahrzeugen ziehe eher an. Man sei aber sehr interessiert daran, "dass sich die Wogen wieder glätten und Vernunft in die Köpfe kommt", erklärte Winterkorn. Man sorge sich auch generell um die wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland. Er hoffe daher, dass die Verantwortlichen im Osten und Westen die Probleme vernünftig angehen, erklärte der VW-Chef.

10:24 Andrei Parubi, Chef des ukrainischen Sicherheitsrates, befürchtet eine russische Invasion der ganzen Ukraine. In der "Welt" wird Parubi mit den Worten zitiert, Russlands eigentliches Ziel seien "die Ukraine und Kiew". Er fügt an: "Wer glaubt, das Ziel ist die Krim, der begeht einen großen Fehler."

10:10 Die russische Agentur Interfax meldet, dass der Föderationsrat, das Oberhaus des russischen Parlaments, schon am Freitag in einer Sondersitzung über den Beitritt der Krim abstimmen soll. Dies ist der verfassungsgemäße Weg, da "Veränderungen" von Russlands Grenzen vom Föderationsrat beschlossen werden müssen.

09:48 Nach den USA und Europa verhängt auch Japan Sanktionen gegen Russland. Tokio setzt die Gespräche über Visaerleichterungen aus und legt geplante Verhandlungen über ein Investitionsabkommen auf Eis, wie die Regierung am Dienstag bekanntgab.

Auch Gespräche über ein bilaterales Abkommen zur friedlichen Nutzung des Weltraums würden ausgesetzt. Zuvor hatten bereits die USA und die Europäer Einreiseverbote und Kontensperrungen gegen Politiker, Parlamentarier und Militärs beschlossen. Japan hatte ebenfalls das Krim-Referendum als illegal bezeichnet und Russland dazu aufgefordert, die Souveränität der Ukraine zu respektieren.

09:22 Sergej Aksjonow, der Regierungschef der Halbinsel Krim hat sich bei Twitter über US-Präsident Barack Obama lustig gemacht. Unter einem Foto Obamas in Uniform schrieb Aksjonow: "Ich frage mich, ob Barack jetzt nach seiner erfolgreichen Kampagne zur Rückgabe der Krim zum Colonel befördert wird?"

08:35 Die EU-Kommission signalisiert nach dem Krim-Referendum ihre Bereitschaft, die Ukraine in die Europäische Union aufzunehmen. Die "Welt" zitiert Erweiterungskommissar Stefan Füle: "Wenn wir den betreffenden Teil Osteuropas ernsthaft verändern wollen, sollten wir auch das stärkste Instrument anwenden, das der EU zur Verfügung steht und das ist die Erweiterung". Das habe eine "beispiellos verändernde und stabilisierende Kraft".

08:24 Der russische Präsident Wladimir Putin will sich um 15.00 Uhr Ortszeit (12.00 Uhr MEZ) in einer außerordentlichen Rede an die Nation im Festsaal des Kreml zur geplanten Aufnahme der Krim in die Russische Föderation äußern. Medien zufolge könnte dort direkt auch der Vertrag mit der moskautreuen Krim-Führung über den Beitritt zu Russland unterzeichnet werden.

07:55 Kremlchef Wladimir Putin hat einem Vertrag über die Aufnahme der zur Ukraine gehörenden Schwarzmeerhalbinsel Krim zugestimmt. Eine Anordnung Putins über die geplante Unterzeichnung des Dokuments auf höchster Ebene veröffentlichte am Dienstag das staatliche Rechtsportal pravo.gov.ru.

07:34 Am Montag hatten die EU und die USA Einreiseverbote und Kontensperrungen gegen Politiker, Parlamentarier und Militärs in Russland und auf der Krim verhängt. Putin will darauf laut CNN nun mit eigenen Sanktionen gegen die USA reagieren. Die Sanktionen Moskaus sollen hochrangige Vertreter von US-Präsident Barack Obamas Regierung sowie wichtige Senatoren treffen, wie das Online-Magazin "The Daily Beast" unter Berufung auf Diplomatenkreise meldete. Darunter seien etwa die US-Spitzendiplomatin Victoria Nuland sowie der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Demokraten im US-Senat, Dick Durbin.

07:12 Nach dem umstrittenen Referendum auf der Krim gibt der russische Präsident Wladimir Putin heute eine Erklärung zum möglichen Beitritt der Halbinsel zu Russland ab. Putin hat beide Kammern des Parlaments zu einer Rede in den Kreml eingeladen. Er hatte mehrfach betont, dass die überwiegend russische Bevölkerung der Krim ein Recht auf Selbstbestimmung habe. Bei der Befragung auf der Halbinsel hatten nach Angaben der dortigen Führung rund 97 Prozent für einen Anschluss an Russland gestimmt. Der Westen erkennt das Referendum nicht an. (dpa/afp/men/sist)

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