Bei nächtlichem Artilleriebeschuss durch prorussische Separatisten in der Ostukraine sind drei Zivilisten getötet worden.

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Betroffen war eine Familie im Ort Trojizke, der auf ukrainisch kontrolliertem Gebiet liegt. Vater und Sohn seien sofort gestorben, die Mutter später im Krankenhaus, teilte der Gouverneur des Gebiets Donezk, Pawel Schebrowski, am Freitag mit.

Die Separatisten hätten verbotenerweise schwere Artillerie des Kalibers 122 Millimeter eingesetzt. Um die Industriestadt Awdijiwka seien Grad-Mehrfachraketenwerfer verwendet worden.

Sieben Soldaten wurden auf Regierungsseite verwundet. Am Vortag waren zwei Soldaten getötet und vier verletzt worden.

Gegenseitige Anschuldigungen

Die von Russland unterstützten Aufständischen warfen wiederum den Regierungseinheiten den Einsatz schwerer Artillerie vor. Bei der Rebellenhochburg Horliwka seien drei Zivilisten verletzt worden. Die Separatisten beklagten den Tod eines Kommandeurs.

Nach Moskauer Angaben wurde der Tonmann eines russischen TV-Teams verletzt.

In dem Krieg sind UN-Angaben zufolge seit 2014 mehr als 10.000 Menschen getötet worden. Die Umsetzung eines mit deutscher und französischer Vermittlung erreichten Friedensplans stockt.

Die Lage in der Ukraine war am Freitag auch Thema der Gespräche zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Sotschi.  © dpa

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Ohne Wasser keine Heizung

Wasser ist lebenswichtig. Dennoch haben etwa 117 Millionen Menschen in Krisenländern keinen Zugang zu sicherem Wasser. Im Osten der Ukraine herrscht seit vier Jahren ein bewaffneter Konflikt, der 3,4 Millionen Menschen gefährdet. Die Wasserversorgung entlang der Kontaktlinie der Konfliktparteien ist sporadisch und wirft große Probleme auf.