• Nach der Durchsuchung seiner Villa sieht sich Donald Trump als Opfer einer politischen Kampagne.
  • Nun versucht er zu erreichen, dass die dabei sichergestellten Dokument nicht von den Behörden alleine geprüft werden sollen.
  • Eine Richterin hat jetzt angekündigt, Trumps Forderung eventuell nachzukommen.

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Eine Richterin im US-Bundesstaat Florida hat angekündigt, möglicherweise einen Sonderbeauftragten zur Überprüfung der FBI-Ermittlungen gegen den Ex-Präsidenten Donald Trump einzusetzen.

"Das Gericht gibt hiermit seine vorläufige Absicht bekannt, in dieser Rechtssache einen Sonderbeauftragten zu ernennen", teilte Richterin Aileen Cannon in einer Anordnung am Samstag mit.

Der Republikaner hatte am vergangenen Montag eine Klage eingereicht, um sich gegen das Vorgehen der Behörden zu wehren. Damit will er unter anderem die Einsetzung eines neutralen Prüfers erreichen.

Trump erneuert Forderung nach einem "Special Master"

Nach der Veröffentlichung neuer Details zu den Ermittlungen durch das US-Justizministeriums am Freitag erneuerte Trump seine Forderung. Ein sogenannter "Special Master" solle die Untersuchung der bei dem Einsatz auf dem Anwesen Mar-a-Lago in Florida sichergestellten Dokumente überwachen, hieß es in einem von seinen Anwälten bei Gericht eingereichten Antrag.

Bis dahin solle sich "die US-Regierung nicht weiter an der Prüfung der Dokumente beteiligen". Richterin Cannon kündigte an, eine Anhörung dazu solle am Donnerstag stattfinden. Cannon war von Trump während seiner Präsidentschaft im Jahr 2020 zur Richterin ernannt worden.

Die Bundespolizei FBI hatte am 8. August Trumps Villa Mar-a-Lago in Palm Beach im Bundesstaat Florida durchsucht. Hintergrund ist der Umgang des Republikaners mit Dokumenten aus seiner Amtszeit als Präsident.

Da Trump die Unterlagen in seinem privaten Anwesen aufbewahrte, könnte er gegen das Gesetz verstoßen haben. Dies wird nun untersucht. Dass Ermittler das Haus eines früheren Präsidenten durchsuchen, gilt als bislang einmaliger Vorgang in der US-Geschichte. (dpa/thp)

Bei Wahlkampfauftritt: US-Präsident Biden schießt gegen Republikaner

Joe Biden hat am Donnerstag bei einem Wahlkampfauftritt die Republikaner scharf attackiert. Der US-Präsident bezeichnete die "MAGA"-Republikaner als rückwärtsgewandt. Die Anhänger von Ex-Präsident Donald Trump würden Amerika zerstören. Vor der Veranstaltung soll Biden deren Philosophie als "halben Faschismus" bezeichnet haben.