Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China: Beide Länder verbreiten eine Stellungnahme. Das Ergebnis: China soll mehr US-Produkte kaufen.

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Im Handelskonflikt zwischen China und den USA macht Peking nach Angaben des Weißen Hauses einen Schritt auf Washington zu.

Beide Seiten seien übereingekommen, dass China erheblich mehr amerikanische Güter und Dienstleistungen erwerben wolle, hieß es am Samstag in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Das Weiße Haus verbreitete sie in Washington zum Abschluss zweitägiger Verhandlungen. Das Papier nennt allerdings keine Zahlen, Zeiträume oder Einzelheiten.

Amerikanische Exporte sollen ausgeweitet werden

Den Angaben zufolge erreichten die Unterhändler eine Einigung, das von Präsident Donald Trump viel kritisierte Handelsdefizit der USA mit China deutlich zu reduzieren. Beide Seiten seien sich einig gewesen, amerikanische Energie- und Agrarexporte nach China deutlich auszuweiten. Ein US-Team solle dazu in China die Details ausarbeiten.

Die beiden weltgrößten Volkswirtschaften lagen in den vergangenen Wochen in ihrer Handelspolitik auf Konfrontationskurs. Es gab Befürchtungen vor einem Handelskrieg.

Trump hatte das Thema Handelsdefizite bereits im Wahlkampf aufgebracht und China seither wiederholt beschuldigt. Als Präsident drohte Trump auch China mit Strafzöllen. Er verbindet das Thema Handel mit der nationalen Sicherheit der USA. Zuletzt ließen beide Seiten wieder Kompromissbereitschaft erkennen.

Auch der Schutz geistigen Eigentums, dessen Diebstahl China seitens der USA oft vorgeworfen wird, wird in der gemeinsamem Erklärung nicht detailliert erwähnt: Man sei sich seiner überragenden Bedeutung bewusst und wolle die Kooperation verstärken, hieß es. China wolle seine bestehenden Gesetze einschließlich des Patentrechts ergänzen.

Delegationen der USA und Chinas hatten sich am 17. und 18. Mai in der US-Hauptstadt getroffen. Von amerikanischer Seite verhandelten unter anderem Finanzminister Steven Mnuchin, Handelsminister Wilbur Ross und der Handelsbeauftragte Robert Lighthizer. An der Spitze des chinesischen Teams stand Vizepremier Liu He, der von Präsident Xi Jinping gesandt worden war. (ms/dpa)

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