Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump neue milliardenschwere Strafzölle gegen China zu verhängen, hat in Peking zu massiver Verstimmung geführt. Die chinesische Regierung warf den USA Erpressung vor und kündigte für den Fall Vergeltung an.

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China hat den USA nach der Ankündigung neuer milliardenschwerer Strafzölle mit Vergeltung gedroht.

"Die Vereinigten Staaten initiieren einen Handelskrieg und verletzten die Gesetze des Marktes", sagte ein Sprecher des Pekinger Handelsministeriums am Dienstag.

Peking droht mit "Entschlossenen Gegenmaßnahmen"

Verhalten sich die USA weiterhin "irrational", würden "entschlossene Gegenmaßnahmen folgen". Chinas Antwort bestehe darin, die Interessen des Landes und seiner Bürger zu wahren und zu schützen.

Kurz zuvor hatte das Weiße Haus die Prüfung von weiteren Zöllen auf chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden US-Dollar (172,3 Milliarden Euro) in Auftrag gegeben.

Dies sei "nötig, um China dazu zu ermutigen, seine unfairen Praktiken zu ändern, seinen Markt für US-Güter zu öffnen und eine ausgeglichenere Handelsbeziehung mit den USA zu akzeptieren", begründete Trump den Schritt.

"Extremer Druck und Erpressung" durch USA

Das US-Vorgehen von "extremem Druck und Erpressung" weiche von dem Konsens ab, den beide Seiten in mehreren Verhandlungsrunden erzielt hätten, hieß in einer Erklärung auf der Internetseite des chinesischen Handelsministeriums.

Das Vorgehen habe überdies die internationale Gemeinschaft "tief enttäuscht".

Die USA hatten erst in der vergangenen Woche Strafzölle in Höhe von 25 Prozent auf chinesische Importe im Wert von 50 Milliarden Dollar verhängt, woraufhin China Gegenmaßnahmen im gleichen Umfang ankündigte.

Der eskalierende Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt schürt rund um den Globus die Angst vor einem Konjunktureinbruch. (mwo/dpa/afp)  © dpa