Die Demokraten setzen Donald Trump mit ihren Ermittlungen für ein Amtsenthebungsverfahren zu. Bei einem Wahlkampfauftritt in Minneapolis revanchiert sich der US-Präsident auf seine Weise: mit einer Schimpftirade.

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US-Präsident Donald Trump hat die Demokraten wegen ihrer Ermittlungen für ein mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen ihn derbe beschimpft. "Wir haben es mit einigen wirklichen kranken und gestörten Leuten zu tun", sagte Trump am Donnerstagabend (Ortszeit) im US-Bundesstaat Minnesota bei seinem ersten Wahlkampfauftritt, seitdem die Demokraten wegen der sogenannten Ukraine-Affäre Vorbereitungen für ein sogenanntes Impeachment-Verfahren angestoßen haben. Die Demokraten seien "verrückt", "boshaft" und "teuflisch".

Trump greift Pelosi und Biden an

"Die Demokraten sind auf einem Kreuzzug, um unsere Demokratie zu zerstören", sagte Trump. "Wir werden das niemals zulassen. Wir werden sie besiegen." Die Demokraten bekämen bei der nächsten Präsidentschaftswahl 2020 die Quittung für ihren Versuch, die Regierung zu stürzen. Was sie täten, sei nichts als eine "Hexenjagd" und "Sabotage".

Über die Frontfrau der Demokraten, die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, sagte Trump, sie sei entweder "wirklich dumm", "nicht mehr ganz richtig" oder unehrlich.

Der Präsident griff auch andere Demokraten einmal mehr persönlich an - etwa die Kongressabgeordnete Ilhan Omar aus Minnesota und seinen potenziellen Herausforderer bei der Wahl 2020, Ex-Vizepräsident Joe Biden, und dessen Sohn Hunter.

Ukraine-Affäre beherrschendes Thema

Trump wird vorgeworfen, die Macht seines Amtes missbraucht zu haben, damit sich eine ausländische Regierung zu seinen Gunsten in den Wahlkampf einmischt. Trump hatte den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in einem Telefonat zu Ermittlungen gegen Joe und Hunter Biden ermuntert.

Den Demokraten zufolge nutzte Trump zeitweise blockierte Militärhilfe für die Ukraine als Druckmittel. Sie haben daher Ermittlungen für ein mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen Trump angestoßen.

Der Präsident wiederum wirft Hunter Biden vor, sich durch Geschäfte in der Ukraine auf unlautere Weise bereichert zu haben. Joe Biden beschuldigt er, sein damaliges Amt als Vizepräsident genutzt zu haben, um seinen Sohn vor strafrechtlichen Ermittlungen in der Ukraine zu schützen. Biden hat das mehrfach zurückgewiesen. (dpa/mcf)

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