Er gibt sich die Note 1+ und ist auch ansonsten sehr mit sich und seiner Arbeit zufrieden: In einem Fox-Interview spricht Donald Trump über seine bisherige Präsidentschaft. Und die Bilanz fällt durchweg positiv aus. Auch zu einer möglichen Amtsenthebung äußert sich der US-Präsident - und warnt vor drastischen Folgen.

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Donald Trump ist nach eigener Einschätzung der erfolgreichste Präsident in der Geschichte der Vereinigten Staaten. "Ich würde mir selber die Best-Note A+ (in unserem Notensystem 1+, Anm.d.Red.) geben", sagte Trump auf eine entsprechende Frage in einem Interview des ihm gewogenen Senders Fox News, das in mehreren Teilen am Donnerstag ausgestrahlt wurde. Kein anderer Präsident habe in so kurzer Zeit so viel erreicht, sagte Trump.

Zur Begründung führte Trump an, er habe großartige Richter für den Obersten Gerichtshof ausgesucht, die größte Steuerreform der US-Geschichte erreicht. Die Volkswirtschaft floriere wie nie zuvor.

Nicht nur sein Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un, auch seine Zusammenkunft mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin seien ein "gewaltiger Erfolg" gewesen, sagte der US-Präsident. In beiden Fällen war er kritisiert worden, im Falle des Putin-Gipfels in Helsinki musste er sogar eine auch in der eigenen Partei harsch kritisierte Äußerung nachträglich korrigieren.

US-Wirtschaft würde bei Amtsenthebung "zusammenbrechen"

Trump äußerte sich auch zu einem Amtsenthebungsverfahren. Nach den aktuellen Entwicklungen um seinen ehemaligen Wahlkampfmanager Paul Manafort und seinen Ex-Anwalt Michael Cohen, der am Dienstag vor einem Gericht in New York unter Eid gesagt hatte, er habe auf Trumps Anweisung Schweigegeldzahlungen im Wahlkampf 2016 geleistet und damit gegen Finanzierungsregeln verstoßen, wird das Szenario einer Absetzung des Präsidenten von einigen US-Medien und Experten als immer realistischer eingestuft.

Doch Trump warnt davor. Im Falle seiner Amtsenthebung würde die US-Wirtschaft "zusammenbrechen", sagte Trump. "Wenn ich je des Amtes enthoben werden sollte, würde der Markt zusammenbrechen. Ich denke, alle wären dann sehr arm."

Trump gibt sich unbeeindruckt

Trump hatte Cohen im Nachgang auch der Falschaussage bezichtigt. Sein Ex-Anwalt habe "Geschichten erfunden", um mit der Staatsanwaltschaft eine strafmindernde Vereinbarung in seinem Verfahren um Finanzbetrug auszuhandeln. Zwar sind Schweigegeldzahlungen als solche nicht illegal - die US-Justiz argumentiert aber, dass es sich dabei de facto um Wahlkampfausgaben gehandelt habe, die als solche hätten deklariert werden müssen.

In dem Fox-News-Interview gab sich Trump nun unbeeindruckt und äußerst selbstbewusst. "Ich weiß nicht, wie man ein Amtsenthebungsverfahren gegen jemanden einleiten kann, der einen großartigen Job gemacht hat", sagte er mit Blick auf seine bisherige Amtszeit als US-Präsident. (szu/dpa/afp)

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