Im März 2017 trafen Donald Trump und Angela Merkel zum ersten Mal im Weißen Haus aufeinander. Die Bundeskanzlerin besuchte den frisch ins Amt gewählten US-Präsidenten, dem prompt ein Fauxpas unterlief: Er gab ihr nicht die Hand. Nun erklärt er wieso.

Aktuell bereist Donald Trump mit seiner Ehefrau Melania Asien. Auf seinem Flug nach Hanoi stellte er sich den Fragen der Journalisten und sprach über seine Beziehung zu anderen Staatsoberhäuptern, auch zu Bundeskanzlerin Angela Merkel.

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Schwieriger Handschlag: Donald Trump verhakt sich beim Asean-Gipfel

Trump war darauf entweder überhaupt nicht vorbereitet, oder er war überrascht.

Mit ihr verstehe er sich sehr gut. Eine Überraschung, denn nach dem Handschlag-Skandal wurde dem Präsidenten oft unterstellt, dass er mit Absicht gehandelt habe und damit seine Abneigung zum Ausdruck bringen würde.

Nicht ganz unwahrscheinlich, denn Trump kritisierte Merkel häufig für ihre Flüchtlingspolitik.

Fehlender Handschlag nur ein Versehen

Nun klärt Donald Trump auf und gab laut "Die Welt" Folgendes zu Protokoll: "Ich war mit ihr [Merkel] schon eine ganze Zeit vorher zusammen gewesen. Und dann rief jemand: 'Geben Sie ihr die Hand! Geben Sie ihr die Hand!' Und ich habe das nicht gehört."

Ihm selbst war dieser Fehler auch sehr peinlich. Das schütze den mächtigsten Mann der Welt allerdings nicht vor Spott. Damals schrieb beispielsweise "Harry Potter"-Autorin J. K. Rowling zu einem Bild von Trump und Merkel: "Mutti war gemein zu mir, und ich mag ihre Hand nicht mehr halten."

Neuer Fehler nach Apec-Gipfel

Angela Merkel war aber nicht das einzige Thema, denn es ging auch um die Mitglieder der Asiatisch-Pazifischen-Wirtschaftsgemeinschaft und Trumps Verhältnis zu "totalitären" sowie "autoritären" Staatsführern, die bei dem Gipfel vor wenigen Tagen anwesend waren.

Hier unterlief dem Präsidenten ein weiterer Fauxpas. Er wusste nämlich überhaupt nicht, wie viele Mitglieder diese Gemeinschaft hat, mit der er sich noch kurz zuvor getroffen hatte. "Das waren 15 oder so? 18?", überlegte Donald Trump. Fast, denn eigentlich waren es 21. Trotzdem meinte Trump, dass er nicht nur zu den oben genannten totalitären Staatsoberhäuptern ein gutes Verhältnis habe, sondern auch zu allen anderen – Handschlag oder nicht.


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