Die Regierung von Präsident Donald Trump hat es amerikanischen Großwildjägern wieder erlaubt, Trophäen der von ihnen in Sambia und Simbabwe erlegten Elefanten in die USA einzuführen. Naturschützer laufen Sturm, die NRA lobt Trump.

In Zukunft ist die Einfuhr von Trophäen erlegter Elefanten aus Sambia und Simbabwe für amerikanische Großwildjäger wieder erlaubt. Das hat US-Präsident Donald Trump verfügt und damit eine Regelung von Trumps Vorgänger Barack Obama auf, die den Import verboten hatte, aufgehoben.

Die legale und regulierte Jagd könne helfen, bestimmte Tierbestände zu erhalten, erklärte die US-Naturschutzbehörde FWS. Das dabei erzielte Geld könne in Naturschutzmaßnahmen fließen.

Naturschützer kritisieren Trump-Entscheidung scharf

Naturschützer halten diese Argumentation für unsinnig. "Amerikanische Trophäenjäger sollten keine Elefanten töten, wenn ihre Population schrumpft. Das hat nichts mit Naturschutz zu tun", erklärte Tanya Sanerib von der Organisation Center for Biological Diversity.

Es sei schockierend, dass die Trump-Regierung das Verbot ausgerechnet während eines Militärputsches in Simbabwe aufhebe.

In dem Land hatte das Militär in der Nacht zu Mittwoch die Macht übernommen, der 93-jährige Langzeitpräsident Robert Mugabe wurde unter Hausarrest gestellt.

Simbabwes Präsident Robert Mugabe war einst ein Hoffnungsträger Afrikas. Doch sein Land hat er heruntergewirtschaftet, klammerte er sich zugleich mit aller Härte an die Macht. Sein Name wird mittlerweile mit Gewalt, Wahlfälschung und Hyperinflation verbunden.


NRA begrüßt Entscheidung

Die neue Regelung gilt für Körperteile von Elefanten, die seit Januar 2016 erlegt wurden. Der Zeitraum erstreckt sich insgesamt bis Ende nächsten Jahres.

Die mächtige US-Waffenlobbyorganisation NRA begrüßte den Schritt.

Mit der Aufhebung des Verbotes habe die Regierung einmal mehr die Bedeutung einer geregelten Jagd für das Überleben von Wildtierarten unterstrichen, erklärte der NRA-Vorsitzende Chris Cox.

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