Der FBI-Sonderermittler Robert Mueller geht nicht davon aus, dass sich Donald Trump strafbar gemacht hat, ermittelt aber weiter gegen den US-Präsidenten wegen möglicher russischer Einmischungen in den US-Wahlkampf. Trump selbst äußerte sich unterdessen diffus über seine Beziehung zum russischen Staatschef Wladimir Putin.

Mehr aktuelle News des Tages

In der Russland-Affäre geht FBI-Sonderermittler Robert Mueller einem Medienbericht zufolge derzeit nicht davon aus, dass sich US-Präsident Donald Trump strafbar gemacht haben könnte.

Die "Washington Post" berichtete unter Berufung auf drei mit der Diskussion vertraute Personen, Mueller habe Trumps Anwälte darüber im März informiert. Zwar ermittle er weiter gegen den US-Präsidenten, betrachte ihn aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht als kriminelles Zielobjekt.

Trump sei weiter Subjekt der Ermittlungen, hieß es weiter. Dieser Ausdruck werde gebraucht, wenn es keine ausreichenden Beweise für eine Anklage gebe.

Worum es bei den Ermittlungen geht

Bei den Untersuchungen geht es um den Vorwurf russischer Einmischung in die US-Wahl 2016 und die Frage, ob es dabei eine Zusammenarbeit mit dem Trump-Lager gab.

Trump greift Mueller wegen der Ermittlungen immer wieder an. Mitte März hatte er ihm eine Hexenjagd vorgeworfen. Das Justizministerium hatte Mueller wenige Tage nach der Entlassung des damaligen FBI-Chefs James Comey im Mai durch Trump zum Sonderermittler ernannt.

Mueller bereitet der "Washington Post" zufolge darüber hinaus einen Bericht über die Aktivitäten des Präsidenten in seiner Amtszeit und möglicher Behinderung der Justiz vor. Darüber habe er Trumps Anwälte auch informiert.

Er habe zudem die Notwendigkeit wiederholt, Trump zu befragen. Ziel sei herauszufinden, ob Trump eine Absicht gehabt haben könnte, die Russland-Ermittlungen zu durchkreuzen.

Robert Mueller erwirkt erste Verurteilung

Zu einer Verurteilung haben Muellers Untersuchungen zur Russland-Affäre bereits geführt. Der niederländische Anwalt Alex van der Zwaan wurde am Dienstag von einem Gericht in Washington wegen Falschaussagen zu 30 Tagen Haft und einer Geldstrafe von 20.000 Dollar (16.300 Euro) verurteilt.

Der 33-Jährige hatte sich im Februar schuldig bekannt, unter anderem über seine Kontakte zu dem Lobbyisten Rick Gates, einem zeitweiligen Wahlkampfberater des heutigen Präsidenten Donald Trump, sowie zu einem mutmaßlichen früheren russischen Geheimdienstagenten gelogen zu haben.

Donald Trump: Gutes Verhältnis zu Putin "großartige Sache"

Während Mueller russische Einmischungen zugunsten Trumps in den US-Wahlkampf untersucht, steht Trump in Teilen der US-Öffentlichkeit unter dem Dauerverdacht, zu schonend mit Putin umzugehen.

Er selbst äußerste sich am Dienstag zur Beziehung der USA zu Russland und betonte, dass er die Entwicklung einer "sehr guten Beziehung" zu Staatschef Wladimir Putin nach wie vor für möglich halte - trotz der durch den Giftanschlag in Großbritannien ausgelösten diplomatischen Krise.

Niemand sei im Umgang mit Russland "härter" gewesen als er, sagte er. Doch wenn er sich mit Putin verstünde, wäre dies eine "großartige Sache". Allerdings bestehe auch die "große Möglichkeit, dass dies nicht passieren wird".

Trump hatte sich zuletzt in den USA viel Kritik dafür eingehandelt, dass er Putin telefonisch zu dessen Wahlsieg gratuliert hatte. Dabei soll er sich laut Medienberichten über eine Empfehlung seiner Berater hinweggesetzt haben. (dpa/afp/af)

Eines der wichtigsten Projekte des US-Präsidenten steckt in den Mühlen des Kongresses fest: Die Mauer zu Mexiko. Nun hat Donald Trump eine andere Idee. Solange keine Mauer kommt, sollen Militärs die Grenze zu Mexiko schützen. Ganz neu ist das nicht. Schon Bush und Obama schickten die Nationalgarde zur Hilfe.