Das Nobel-Institut hat Zweifel an der Nominierung von US-Präsident Donald Trump für den Friedensnobelpreis geäußert.

US-Präsident Donald Trump war jüngst zum dritten Mal für den Friedensnobelpreis nominiert worden.

"Ich kann bestätigen, dass Trump nominiert ist", hatte der Direktor des Osloer Friedensforschungsinstituts, Henrik Urdal, der Onlinezeitung "Nettavisen" noch Anfang Februar gesagt.

Wer ihn vorgeschlagen habe, sei jedoch vertraulich. Die Begründung sei die gleiche wie im Vorjahr: sein Grundsatz "Frieden durch Stärke".

Indizien für gefälschte Nominierung

Nun aber erklärte Olav Njølstad, Direktor des norwegischen Nobel-Institutes: "Wir haben gute Gründe zu glauben, dass es sich um eine gefälschte Nomination handelt."

Das Institut habe die Polizei eingeschaltet.

"Uns ist nicht bekannt, dass so etwas schon einmal vorgekommen ist", sagte Njølstad. Allerdings sei dieselbe Fälschung bereits im vergangenen Jahr eingegangen. Worin die Fälschung bestand, wollte Njølstad nicht sagen.

Für den diesjährigen Friedensnobelpreis wurden 329 Kandidaten nominiert, 217 Einzelpersonen und 122 Organisationen. Das ist die zweithöchste Anzahl in der Geschichte des Preises.

Vorschläge konnten bis Ende Januar eingereicht werden. Nominieren dürfen nur bestimmte Personengruppen wie Abgeordnete, Universitätsprofessoren und frühere Preisgewinner.

Das Nobel-Institut gibt grundsätzlich nicht bekannt, wer die Kandidaten sind.

Die Gewinner der Nobelpreise werden traditionell im Oktober bekanntgeben. Die Verleihung findet am 10. Dezember in Stockholm und Oslo statt.  © dpa