US-Präsident Donald Trump reagiert auf die anhaltende internationale Kritik an seinem Vorstoß, ein Verbot zur Einfuhr von Elefanten-Trophäen zu kippen. Er wolle sich zunächst die Fakten ansehen. Verfügt hatte das Verbot Trumps Vorgänger Barack Obama.

Nach massiven Protesten von Naturschützern hat US-Präsident Donald Trump die Erlaubnis zur Einfuhr von Trophäen von Großwildjägern wieder auf Eis gelegt.

Das twitterte Trump am späten Freitagabend (Ortszeit). "Habe die Entscheidung zu Großwild-Trophäen auf Eis gelegt bis ich alle Naturschutz-Fakten studiert habe. (Das Thema) wird schon seit Jahren erörtert. Werde demnächst mit (Innen)Minister (Ryan) Zinke aktualisieren. Danke!" schrieb der US-Präsident.


Regelung stammt von Barack Obama

Die Trump-Regierung hatte erst tags zuvor eine Regelung von Trumps Vorgänger Barack Obama aufgehoben, die amerikanischen Großwildjägern verboten hatte, Trophäen der von ihnen in Sambia und Simbabwe erlegten Elefanten in die USA einzuführen.

Die legale und regulierte Jagd könne helfen, bestimmte Tierbestände zu erhalten, erklärte die US-Naturschutzbehörde FWS dazu.

Naturschützer waren dagegen auf die Barrikaden gegangen. "Amerikanische Trophäenjäger sollten keine Elefanten töten, wenn ihre Population schrumpft. Das hat nichts mit Naturschutz zu tun", erklärte Tanya Sanerib von der Organisation Center for Biological Diversity.

Weil sie Donald Trump deutlich die Meinung mit ihrem Mittelfinger gezeigt hat, ist eine Frau entlassen worden. Doch viele Menschen scheinen die Meinung der 50-Jährigen zu teilen und starteten eine Spendenkampagne, die bereits mehrere zehntausend Dollar einbrachte.


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