Lysandra Ohrstrom ging mit Ivanka Trump zur Schule und war offenbar eng mit ihr befreundet. Doch inzwischen zeichnet sie ein ziemlich negatives Bild von der 39-Jährigen – und deren Vater.

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Lysandra Ohrstrom war nach eigenen Angaben Brautjungfer auf Ivanka Trumps Hochzeit, doch heute äußert sie sich wenig schmeichelhaft über die Tochter des Noch-US-Präsidenten.

"Sie hatte das Trump-Radar für Status, Geld und Macht sowie den Instinkt ihres Vaters, andere vor den Bus zu werfen, um sich selbst zu retten", schreibt Ohrstrom in einem Essay für die Zeitschrift "Vanity Fair".

Während ihrer Jugend seien die beiden beste Freundinnen gewesen – doch rückblickend ist Ohrstroms Bild von Ivanka Trump nicht besonders positiv. Diese habe in der Schulzeit beispielsweise mehrere Mädchen – drunter Ohrstrom – dazu überredet, ihre Brüste aus dem Fenster des Klassenzimmers zu zeigen.

"Ivanka war im Grunde die Anführerin, aber sie beteuerte der Schulleiterin gegenüber ihre Unschuld und kam ungeschoren davon. Der Rest von uns wurde suspendiert", schreibt die Ohstrom.

Seit der Jugend mit Ivanka Trump befreundet

Außerdem verachtet Ivanka Trump, 39, Ohrstrom zufolge arme Menschen. Als sie in ihren Zwanzigern gewesen seien, habe sie ihrer Freundin das Buch "Diese gottverdammten Träume" von Richard Russo empfohlen, welches das Leben von Menschen aus der Arbeiterklasse in einer Stadt im US-Bundesstaat Maine thematisiert.

Trump habe daraufhin gefragt: "Ly, warum sagst du mir, ich soll ein Buch über verdammt arme Leute lesen?", schreibt Ohrstrom. "Welcher Teil von dir denkt, ich wäre daran interessiert?"

Ohrstrom, eine Journalistin, die unter anderem aus dem Libanon berichtete, sagte, eine Halskette mit ihrem Namen auf Arabisch habe Ivanka geärgert.

"Eines Abends, mitten beim Abendessen, warf sie einen Blick auf die Halskette und sagte: 'Wie fühlt sich dein jüdischer Freund, wenn ihr Sex habt und diese Halskette ihm ins Gesicht schlägt? Wie kannst du das Ding tragen? Es schreit nur ›Terrorist‹.'"

Ohrstrom hatte sich eigenen Angaben zufolge in der siebten Klasse mit Ivanka Trump angefreundet, als sie ungefähr zwölf Jahre alt gewesen seien und die Chapin-Mädchenschule in Manhattans Upper East Side besucht hätten.

Ohrstrom packt auch über Donald Trump aus

Ohrstrom erklärte, sie habe den Artikel nun geschrieben, um die wahre Ivanka zu zeigen – trotz des Risikos, als scheinheilige, privilegierte Elitistin gebrandmarkt zu werden, die aus ihrer Verbindung zur Trump-Familie Kapital schlagen wolle.

Auch zu Donald Trump äußert sich Ohrstrom in dem Essay. Dieser habe der Attraktivität seiner Tochter und ihrer Freundinnen als Teenager große Aufmerksamkeit geschenkt. Trump habe etwa gefragt, ob Ivanka das hübscheste oder beliebteste Mädchen in der Klasse gewesen sei.

"Bevor ich erfuhr, dass die Trumps keinen Sinn für Humor haben, erinnere ich mich, dass ich ehrlich geantwortet habe, dass sie wahrscheinlich unter den Top Fünf sei", schreibt Ohrstrom.

"Wer ist hübscher als Ivanka?", habe Trump mit echter Verwirrung gefragt, bevor er "die beiden Mädchen, an die ich gedacht hatte, richtig benannte". An Ohrstroms Namen habe sich der künftige Präsident nie erinnert. Er habe aber bemerkt, wenn sie zunahm oder abnahm, schreibt Ohrstrom.

Einmal, während sie in Mar-a-Lago speiste, schalt Ivanka demnach ihren Bruder Donald Jr. dafür, dass er Ohrstroms gegrilltes Käsesandwich genommen hatte. Ihr Vater habe sich eingemischt: "Mach dir keine Sorgen. Sie braucht es nicht. Er tut ihr einen Gefallen."  © DER SPIEGEL

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