Wann hatte Donald Trump erstmals von der Existenz des Coronavirus erfahren? Der US-Präsident wehrt sich gegen den Vorwurf, er habe frühzeitige Warnungen im Januar missachtet. Seine Einreisestopps Ende Januar für Menschen aus China hätten im Gegenteil "Zehntausende Menschenleben" gerettet.

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US-Präsident Donald Trump hat einen Medienbericht zurückgewiesen, wonach US-Geheimdienste ihn bereits frühzeitig vor den Gefahren durch das Coronavirus gewarnt haben. Die Geheimdienste hätten ihm bestätigt, dass sie das Thema erst im späten Verlauf des Januars erwähnt hätten, schrieb Trump am Sonntagabend (Ortszeit) auf Twitter.

Selbst dann hätten sie das Thema nur in einer "sehr unbedrohlichen Art" zur Sprache gebracht. Das sei kurz vor dem von ihm erlassenen Einreisestopp für Ausländer aus China Ende Januar gewesen, der "Zehntausende Menschenleben" gerettet habe. Die "Fake News"-Medien lägen "wie immer" falsch, schrieb der US-Präsident.

Wenig Geduld für offizielle Berichte

Die "Washington Post" hatte am vergangenen Montag berichtet, US-Geheimdienste hätten in ihren täglichen schriftlichen Berichten für den Präsidenten im Januar und Februar mehr als ein Dutzend Mal vor dem Coronavirus gewarnt. Erstmals sei das Virus Anfang Januar erwähnt worden. Trump verzichte regelmäßig darauf, die Berichte zu lesen, und zeige gelegentlich auch wenig Geduld bei den mündlichen Unterrichtungen, die zwei bis drei mal pro Woche erfolgten.

Trump hatte die Gefahr durch das Virus zunächst kleingeredet. Er hat wiederholt Vorwürfe zurückgewiesen, er habe zu spät auf die Bedrohung reagiert. Nach einer Übersicht der Johns-Hopkins-Universität sind in den USA inzwischen (Stand Sonntagabend) mehr 1,15 Millionen Infektionen bestätigt - knapp ein Drittel aller bekannten Infektionen weltweit. Die Wissenschaftler der Universität haben in den USA mehr als 67 000 Todesfälle registriert. (best/dpa)

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