Donald Trump geht auf Konfrontationskurs zum Iran - und reagiert auf einen verbalen Angriff des iranischen Präsidenten seinerseits mit martialischen Worten. Dabei warnt er davor, sich mit den USA anzulegen.

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US-Präsident Donald Trump hat den iranischen Präsidenten Hassan Ruhani mit martialischen Worten vor Drohungen gegen die Vereinigten Staaten gewarnt.

Trumps Tweet beginnt mit den Worten: "An Irans Präsidenten Ruhani". Den weiteren Text verfasste der US-Präsident komplett in Großbuchstaben.

"Bedrohen Sie niemals wieder die USA, oder Sie werden Konsequenzen von der Art zu spüren bekommen, wie sie wenige zuvor in der Geschichte erleiden mussten", schrieb Trump in der Nacht zum Montag auf Twitter.

"Wir sind nicht länger ein Land, das Ihre wahnsinnigen Worte von Gewalt und Tod hinnehmen wird. Seien Sie vorsichtig!", schrieb Trump weiter.

Ruhani hat Trump und den USA gedroht

Trumps Tweet folgte auf eine vorhergehende Drohung Ruhanis. Der iranische Staatschef hatte den USA bei einer im Fernsehen übertragenen Rede in Teheran am Sonntag mit der "Mutter aller Schlachten" gedroht.

"Der Frieden mit dem Iran wäre die Mutter allen Friedens, und Krieg mit dem Iran wäre die Mutter aller Schlachten", sagte Ruhani.

Er richtete er sich auch direkt an Trump: "Sie erklären Krieg und behaupten dann, das iranische Volk unterstützen zu wollen", sagte Ruhani. "Sie können nicht das iranische Volk aufhetzen, entgegen seiner eigenen Sicherheit und seinen eigenen Interessen."

Er warnte, die USA sollten nicht mit dem Feuer spielen, dies könnten sie "für immer bereuen".

US-Außenminister fordert globalen Druck auf Iran

Der US-Präsident hatte im Mai verkündet, dass sich die USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran zurückziehen und Sanktionen gegen iranische Finanzinstitute sowie den Energiesektor bis November wieder voll in Kraft setzen.

US-Außenminister Mike Pompeo warb am Sonntag in einer Rede in Los Angeles um Unterstützung für diesen Kurswechsel und forderte globalen wirtschaftlichen Druck auf den Iran.

Zugleich hob er die seit Dezember andauernden regierungskritischen Proteste in der Islamischen Republik hervor und kritisierte die Politik des Irans in der Region als destabilisierend. (cai/dpa)

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