Die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, gilt als äußert loyal gegenüber Donald Trump. Überraschend macht nun ein Bericht über ihren Rücktritt die Runde. Sie weist das zurück - weicht dabei aber aus.

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Die Sprecherin von US-Präsident Donald Trump, Sarah Sanders, hat einem Bericht widersprochen, wonach sie das Weiße Haus Ende des Jahres verlassen wolle.

Der Sender CBS News hatte am Mittwochabend (Ortszeit) berichtet, Sanders habe Freunde darüber informiert, dass sie sich Ende des Jahres aus der Regierungszentrale zurückziehen wolle. Sanders schrieb dazu auf Twitter: "Weiß @CBSNEWs etwas über meine Pläne und meine Zukunft, das ich nicht weiß?".

Die 35-Jährige erklärte, sie sei gerade auf einer Kindergartenabschlussfeier ihrer Tochter gewesen, als der Sender den Bericht veröffentlicht habe. Sie selbst sei nicht gefragt worden. Sie fügte hinzu, dass sie ihre Arbeit liebe und sich geehrt fühle, für Trump zu arbeiten.

Rückzug von Sanders wäre herber Rückschlag für Trump

Ein Rückzug Sanders' würde einen herben Rückschlag für Trump bedeuten. In den vergangenen Monaten sorgten mehrere Abgänge und Personalwechsel für negative Schlagzeilen. Ende März verließ die Kommunikationschefin Hope Hicks das Weiße Haus. Sie war eine enge Vertraute Trumps.

Sanders hatte den Posten der Sprecherin im Juli des vergangenen Jahres übernommen, nachdem Sean Spicer verärgert hingeschmissen hatte. Anders als ihr Vorgänger stand sie bislang immer in Trumps Gunst.

Sanders gilt als Hardliner im Umgang mit der Presse

Sie gilt als äußerst loyal gegenüber dem Präsidenten und versteht es, dessen rigorose Haltung gegenüber Journalisten eins zu eins zu transportieren. In den regelmäßigen Pressekonferenzen des Weißen Hauses tritt sie oft äußerst aggressiv auf. Viele Fragen beantwortet sie nur ausweichend - oder gar nicht. Immer wieder verspottet sie einzelne Journalisten oder Medien. Im Unterschied zu Spicer wirkt sie bei ihren Auftritten sehr selbstbewusst, Nervosität zeigt sie selten.

CBS stützte sich bei dem Bericht auf Quellen im Weißen Haus sowie auf Personen, die der Regierung nahestünden. Der Sender berichtete zudem, dass auch der stellvertretende Regierungssprecher Raj Shah über einen Rückzug nachdenke. Weder Sanders noch Shah hätten auf Anfragen reagiert, hieß es in dem Bericht weiter.  © dpa

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