Der Republikaner Colin Powell macht Stimmung gegen Donald Trump. Auf Twitter reagiert der US-Präsident und wirft dem Ex-Außenminister Schwäche und Versagen vor. "Er war schlecht für die USA."

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Der frühere republikanische US-Außenminister Colin Powell will bei den im November anstehenden Präsidentschaftswahlen nicht den amtierenden Präsidenten Donald Trump wählen - sondern für seinen Rivalen von den Demokraten stimmen. Trump hat dem Ex-Chefdiplomaten nun Versagen vorgeworfen.

"In seiner Zeit war er schwach und hat jedem alle Art von Zugeständnissen gemacht - so schlecht für die USA", schrieb Trump am späten Sonntagabend (Ortszeit) auf Twitter.

Powell, ein Republikaner wie Trump, war in der ersten Amtszeit von Präsident George W. Bush (2001-2005) Außenminister. Dem Sender CNN sagte er am Sonntag, Trump entferne sich von der Verfassung und werde "gefährlich für unsere Demokratie, gefährlich für unser Land".

Colin Powell wird für Joe Biden stimmen

"Er lügt über Dinge, und er kommt damit durch, weil Menschen ihn nicht zur Rechenschaft ziehen", sagte der Ex-General und kündigte an, er werde bei der Präsidentenwahl im November für den Demokraten Joe Biden stimmen. Er habe Trump schon beim letzten Mal nicht gewählt. Stattdessen stimmte er bereits 2016 für die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton.

Powell rief die Amerikaner dazu auf, über Trumps Einfluss auf die amerikanische Gesellschaft sowie die internationale Rolle der USA zu reflektieren. "Denken Sie darüber nach, benutzen Sie Ihren gesunden Menschenverstand, und fragen Sie sich: Ist das gut für mein Land?"

An den Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Civey kann jeder teilnehmen. In das Ergebnis fließen jedoch nur die Antworten registrierter und verifizierter Nutzer ein. Diese müssen persönliche Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angeben. Civey nutzt diese Angaben, um eine Stimme gemäß dem Vorkommen der sozioökonomischen Faktoren in der Gesamtbevölkerung zu gewichten. Umfragen des Unternehmens sind deshalb repräsentativ. Mehr Informationen zur Methode finden Sie hier, mehr zum Datenschutz hier.

Trumps Retourkutsche zu Irakkrieg

Trump sagte, Powell habe dem "Lügensender CNN" ("Fake News CNN") ein "erbärmliches Interview" gegeben. Powell habe als Minister auch mit seinen Aussagen zu Massenvernichtungswaffen völlig falsch gelegen.

"Und wissen Sie, was uns dieser Fehler gekostet hat?", fügte er hinzu. Trump spielte damit auf den von Bush 2003 begonnenen Irakkrieg an. Die mutmaßlichen Massenvernichtungswaffen des Diktators Saddam Hussein wurden nie gefunden. Trump hatte den Irakkrieg schon früher als Fehler bezeichnet.  © DER SPIEGEL

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