Bei der Übermittlung von Daten zur Bundespräsidentenwahl hat es eine Panne gegeben: In der Gemeinde Waidhofen an der Ybbs (Niederösterreich) wies das Ministerium eine Wahlbeteiligung von 146,93 Prozent aus.

Das Innenministerium hat auf seiner Homepage für die Stadt Waidhofen an der Ybbs (Niederösterreich) falsche Werte veröffentlicht. Die Auswertung wies eine Wahlbeteiligung von 146,9 Prozent aus.

Designierter Bundespräsident spricht im ORF-"Report" über seine Prioritäten.

Das Ministerium teilte in einer Aussendung mit, dass das korrekte Wahlkartenergebnis des Magistrats der Stadt fehlerhaft übermittelt worden sei.

Die Bezirkswahlbehörde habe nicht 7.160 zur Briefwahl verwendete Wahlkarten, sondern lediglich 1.058 Wahlkarten in die Ergebnisermittlung miteinbezogen.

Ergebnis bleibt eingefroren

Die Ergebnisse der Wahl bleiben bis zum 1. Juni 2016 "eingefroren". Erst dann werden die Daten der in Papierform übermittelten Landeswahlakten durch die Bundeswahlbehörde berichtigt und veröffentlicht.

Die falschen Werte der Gemeinde Waidhofen an der Ybbs haben laut Ministerium keinen nennenswerten Einfluss auf die prozentuale Verteilung der Stimmen von Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer.

Strache kritisiert Wahlergebnis in Linz

Auch FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat sich offenbar auf Fehlersuche begeben - er ortet Ungereimtheiten bei Wahlergebnissen in Linz. In einem Facebook-Posting weist er drauf hin, dass die abgegeben Stimmen in einem Sondersprengel viel zu hoch seien.

Die Daten stammen allerdings nicht von der Site des Innenministeriums: Sie wurden von der Stadt Linz veröffentlicht.

Es habe ein Missverständnis bei der Auflistung gegeben, bestätigte ein Sprecher der Stadt Linz auf Anfrage unserer Redaktion - der Wert der abgegeben Stimmen ist deshalb so hoch, weil in dem Sondersprengel die Ergebnisse der Briefwahlstimmen miteinbezogen wurden. (rs)