Nach Außenminister Sigmar Gabriel wird auch die bisherige Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) der neuen Bundesregierung von Union und SPD nicht mehr angehören.

Die bisherige Bundesumweltministerin Barbara Hendricks wird keine Ministerin in der neuen Bundesregierung. Das sagte die SPD-Politikerin der "Rheinischen Post".

"Ich gehe mit einem guten Gefühl aus diesem Amt, weil ich glaube, dass ich dazu beitragen konnte, Positives für unser Land und für die Umwelt bewegt zu haben", erklärte Hendricks gegenüber dem Blatt. Der SPD wünsche sie, zu alter Kraft zurückzufinden.

Zuvor hatte bereits Außenminister Sigmar Gabriel angekündigt, kein Teil der neuen Regierung zu sein.

Svenja Schulze als Nachfolgerin gehandelt

Die 65-Jährige aus Kleve vertrat auf SPD-Seite Nordrhein-Westfalen im Bundeskabinett von Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

Da auch in der neuen großen Koalition einer der sechs SPD-Ministerposten mit einem Politiker aus NRW besetzt werden soll, wird dafür die frühere nordrhein-westfälische Forschungsministerin Svenja Schulze (49) als Nachfolgerin gehandelt. Bis zu diesem Freitag will die SPD die Liste vorlegen.

Eigentlich wollte Niedersachsen das Umweltressort besetzen, dafür wurde der Umweltpolitiker und Bundestagsfraktionsvize Matthias Miersch als Favorit gehandelt.

Eines der wichtigsten Projekte für den neuen Ressortchef wird es sein, die Suche nach einem Endlager für Atommüll zu organisieren.

Deshalb hat die SPD in Niedersachsen ein besonderes Interesse an dem Posten. Kein Bundesland ist bisher mehr von atomaren Altlasten betroffen als Niedersachsen, wo in Gorleben ein großes Castor-Zwischenlager steht. (ms/dpa)

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