Berlin (dpa) - Der FDP-Fraktionsvorsitzende Rainer Brüderle hat sich bei einem Sturz in seiner rheinland-pfälzischen Heimat mehrere Brüche zugezogen.

Sprecherin Tina Wender bestätigte am Samstag einen Bericht der Berliner "B.Z. am Sonntag". "Er ist auf dem Weg der Besserung. Es geht ihm gut", sagte sie der Zeitung. Für den Bundestagswahlkampf wird der 67-Jährige demnach wieder fit sein. Brüderle ist Spitzenkandidat seiner Partei für die Bundestagswahl.

Die Berliner "B.Z. am Sonntag" hatte zunächst berichtet, Brüderle sei bei einer Wahlkampf-Veranstaltung beim Verlassen des Podiums gestürzt. Der Generalsekretär der FDP in Nordrhein-Westfalen, Marco Buschmann schrieb daraufhin über den Kurznachrichtendienst Twitter: "Rainer Brüderle hat sich bei einem Wahlkampfeinsatz verletzt. Gute Besserung für unseren Spitzenkandidaten!"

Der Sender SWR berichtete, Brüderle sei in der Universitätsklinik seiner Heimatstadt Mainz operiert worden. Eine Parteisprecherin betonte, der FDP-Spitzenmann falle nicht für den Bundestagswahlkampf aus. Die Partei machte keine Angaben dazu, in welchem Ort sich Brüderle verletzte. Offen ist auch, wie stark Brüderle im Wahlkampf durch seine Verletzung beeinträchtigt sein wird.

Parteisprecher Peter Blechschmidt erklärte indes gegenüber der "Bild"-Zeitung: "Herr Brüderle hat gestern Abend bei einer Veranstaltung einen leichten Unfall gehabt." Er befinde sich in ärztlicher Behandlung. Ob ihn seine Verletzungen daran hinderten, seine Aufgaben als FDP-Spitzenkandidat wahrzunehmen, sei noch nicht absehbar.

Die FDP liegt bundesweit in Umfragen aktuell bei vier Prozent und würde damit den Einzug in den Bundestag verpassen. Brüderle war bereits zu Jahresbeginn unter Druck geraten. Eine Reporterin des Magazins "Stern" hatte ihm vorgeworfen, ihr gegenüber anzügliche Bemerkungen gemacht zu haben. Brüderle wies die Anschuldigungen zurück. (ank/dpa)