Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry freut sich über die Entscheidung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), erneut zu kandidieren.

"Damit stellt sich die Politikerin zur Wiederwahl, die das milliardenteure und gefährliche Einwanderungschaos verursacht hat und unter deren Führung die Energiewende an die Wand gefahren wurde", sagte Petry am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Idealerweise sähe ihre Partei den SPD-Politiker Martin Schulz als Spitzenkandidaten der SPD, da dieser "wie kein anderer Deutscher für das Scheitern der EU steht".

Merkel und EU-Parlamentspräsident Schulz verkörperten als "Traumduo der großen Koalition" den Niedergang Deutschlands, sagte Petry.

Petry: Merkels Entscheidung werde AfD nutzen

Als Bürgerin empfinde sie zwar tiefes Unbehagen über diese Kandidatur. Als politische Konkurrentin gehe sie aber davon aus, dass diese ihrer eigenen Partei nutzen werde.

Der AfD-Bundesvorstand hatte am Freitag empfohlen, mit mehreren Spitzenkandidaten in den Bundestagswahlkampf zu gehen. Petry gilt als gesetzt.

Einige Mitglieder der Parteispitze sähen in diesem "Spitzenteam", das auf einem Parteitag im April bestimmt werden soll, auch gerne AfD-Vize Alexander Gauland. Dieser bezeichnete Merkels Ankündigung als Ausdruck von "Instinktlosigkeit". © dpa

Angela Merkel hat sich entschieden: Sie will auch nach 16 Jahren Parteivorsitz CDU-Chefin bleiben und zum vierten Mal Kanzlerin werden. Was bedeutet das für die 62-Jährige persönlich, für die Union und das Land? Ein Überblick: