AfD-Chefin Frauke Petry hat die Mitglieder ihrer Partei aufgefordert, auf lautstarke Störaktionen im Wahlkampf von CDU-Spitzenkandidatin Angela Merkel zu verzichten.

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Harte Auseinandersetzungen gehörten in der Demokratie dazu, sagte Petry am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Auch Gegendemonstrationen seien legitim.

Störattacken keine politische Interessensbekundung

"Fakt ist jedoch, Störattacken, egal von welcher Seite, sind keine politischen Interessensbekundungen, sondern schlicht antidemokratische Entgleisungen", fügte sie hinzu.

... Wissenschaftler rechnen mit einer Überraschung bei der Wahl.


Petry sagte, diese Haltung sei in der AfD bislang eigentlich Konsens gewesen - "umso mehr überrascht es mich, wenn jetzt von dieser Linie abgewichen wird".

Gruppen von politischen Gegnern hatten in den vergangenen Wochen mehrere Wahlkampf-Auftritte von Kanzlerin Merkel durch Pfiffe, Pöbeleien und Buhrufe gestört.

Dabei waren unter anderem AfD-Plakate hochgehalten worden. An einem Protest in Bitterfeld beteiligte sich unter anderem der sachsen-anhaltische AfD-Landtagsabgeordnete Hans-Thomas Tillschneider.

Keine "Revanche"-Aktionen

Die Vorsitzende erklärte nun, die AfD sei oft von Störern belästigt worden. Die Parteimitglieder sollten sich aber davor hüten "nur um vermeintlicher medialer Aufmerksamkeit willen - mit gleicher Münze zurückzuzahlen".

Petry schärfte ihren Parteikollegen ein: "Wir wollen bürgerliche Wähler erreichen. Gerade diese fühlen sich von lautstarkem Geschrei aber nicht angesprochen."

Wer sich einen kurzen Überblick über die Wahlprogramme der etablierten Parteien machen will, kann das hier tun.
Im Interview mit unserer Redaktion haben sich zudem die Herausforderer von Kanzlerin Angela Merkel zu wichtigen Fragekomplexen geäußert. Die Interviews mit den Spitzenkandidaten finden Sie hier.
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