Die Grünen haben mit dem Thema Jamaika offenbar noch nicht abgeschlossen. Cem Özdemir kann sich einen Neuanlauf vorstellen.

Die Grünen sind für den Fall eines Scheiterns der Sondierungen von Union und SPD offen für einen Neuanlauf zu einem Jamaika-Bündnis.

"Wir stehen bereit, neue Gespräche zu führen, denn bei uns heißt es - anders als bei der FDP-Spitze - erst das Land, dann die Partei", sagte Grünen-Chef Cem Özdemir der "Saarbrücker Zeitung" (Montag).

Cem Özdemir stellt Forderungen

Auf die Frage, ob die Gesprächsbereitschaft auch für eine Minderheitsregierung gelte, erklärte Özdemir: "Ja, wenn wir einen Unterschied beim Klimaschutz machen können." Klar müsse allerdings sein: "Uns gibt es nicht zum Nulltarif."

FDP-Chef Christian Lindner hat einen Neuanlauf für ein Jamaika-Bündnis in dieser Wahlperiode allerdings ausgeschlossen. Er hält einen solchen Schritt erst nach einer Neuwahl für möglich, unter anderen politischen und personellen Konstellationen.

Zwei aktuelle Umfragen sprechen eine eindeutige Sprache: Die Bundesbürger können einer Neuauflage der Großen Koalition nur wenig abgewinnen. Ein Abgesang auf Angela Merkel ist das nicht.


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