Juso-Chef Kevin Kühnert zeigt öffentlich den Stinkefinger. Er tut es damit seinem Parteikollegen Peer Steinbrück gleich, der 2013 mit einer ganz ähnlichen Aktion für Aufsehen gesorgt hat.

Noch vor dem eigentlichen Erscheinen am morgigen Freitag wird einem Interview mit Kevin Kühnert viel Aufmerksamkeit zuteil.

Das Magazin der Süddeutschen Zeitung hat den Juso-Chef für die Rubrik "Sagen Sie jetzt nichts" befragt. Wie es das Format will, antwortet Kühnert nicht mit Worten, sondern mit Gesten, die ein Fotograf dokumentiert.

Ein Foto hat das "SZ-Magazin" vorab veröffentlicht. Darauf zeigt Kühnert den Stinkefinger - sein Kommentar zur Frage, ob er damit einverstanden ist, dass mancher in der CDU-Führungsrunde ihn "den niedlichen Kevin" nennt.

Der Kühnertsche Mittelfinger lässt Erinnerungen an den ausgestreckten Mittelfinger von Peer Steinbrück wach werden, der im September 2013 die Titelseite einer Ausgabe des "SZ-Magazins" zierte.

Damals, rund eine Woche vor der Bundestagswahl, hatte Steinbrück, zu der Zeit Kanzlerkandidat der SPD, für "Sagen Sie jetzt nichts" gestikuliert. Die Frage, die er mit dem Stinkefinger quittierte, drehte sich genau wie bei Kühnert um Kosenamen. "Pannen-Peer, Problem-Peer, Peerlusconi - um nette Spitznamen müssen Sie sich keine Sorgen machen, oder?", wollten die Journalisten wissen.

Steinbrücks Sprecher habe den Abdruck des Fotos noch verhindern wollen, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" damals. Steinbrück aber habe gesagt, "Nein, das ist okay so", und das Interview freigegeben.

Wie Steinbrück damals steht auch Kühnert zu seiner Geste. Er hat den "Gruß an die CDU" sogar bei Twitter verbreitet. (mcf)