Die Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Sahra Wagenknecht, will bei der Bundestagswahl AfD-Protestwähler für ihre Partei gewinnen.

Die AfD habe kein soziales Programm. "Und deswegen hoffe ich, dass wir auch viele von denen erreichen, die zurzeit aus Frust, aus Verärgerung über die bisherige Politik darüber nachdenken, AfD zu wählen, aber nicht, weil sie deren Parolen unbedingt gut finden, sondern wirklich nur, weil sie sagen: "Ich will deutlich machen, dass sich was ändern muss"", sagte Wagenknecht im Deutschlandfunk-Interview der Woche.

Bei den jüngsten Landtagswahlen hatte neben der Union vor allem die Linke Wähler an die AfD verloren.

Gemeinsam mit Dietmar Bartsch ist Wagenknecht vom Parteivorstand als Bundestagswahl-Spitzenkandidatin benannt. Als Wahlziel gab sie im Interview ein deutlich zweistelliges Ergebnis an.

Beim Thema Sicherheit forderte sie mehr Polizei und eine verbesserte Beobachtung von Islamisten durch Verfassungsschutz und Polizei. Den Einfluss der türkischen Religionsbehörde Diyanet auf die Moscheen der Türkisch-Islamischen Union Ditib möchte Wagenknecht einschränken: "In dem Augenblick, wo die Türkei sich in eine islamistische Diktatur verwandelt – was sie ja jetzt unter (Staatspräsident Recep Tayyip) Erdogan tut – ist das ein Problem. Das war früher wahrscheinlich kein Problem, aber inzwischen ist es eines."© dpa

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