Die Unionsfraktion lehnt eine Zusammenarbeit mit der Linken und der AfD im Bundestag ab. Sie beschloss am Dienstag nach Teilnehmerangaben, dass es in dieser Legislaturperiode keine inhaltliche Zusammenarbeit mit beiden Fraktionen geben werde.

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Mit der Linken sei man bereits so in den vergangenen Jahren verfahren, nun auch mit der AfD, sagte Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) vor der Sitzung.

Es wird nach Angaben eines Teilnehmers keine gemeinsamen Anträge jedweder Art geben, man arbeite höchstens im Ältestenrat zusammen, wenn es etwa um die Tagesordnung des Bundestags geht.

Linke reagiert verärgert

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte bereits im vergangenen Sommer eine Zusammenarbeit der Union mit der AfD im neuen Bundestag ausgeschlossen.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Linken-Fraktion, Jan Korte, nannte den Beschluss "unfassbar und verantwortungslos".

Er sprach von einer "absurden Abgrenzung". Die Gleichsetzung der Linken mit der AfD sage "mehr über die CDU und CSU aus als über uns".  © dpa

Die CDU hat den Koalitionsvertrag von Union und SPD gebilligt und damit grünes Licht für eine Neuauflage der großen Koalition gegeben.