Für die Grünen ist es vorbei: Auch nach Auszählung des Großteils der Wahlkarten liegen sie deutlich unter der Vier-Prozent-Hürde. Der SPÖ bleibt dank der Briefwahl-Stimmen eine Negativpremiere erspart.

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Das Innenministerium hat nach der Nationalratswahl ein vorläufiges Endergebnis inklusive eines Teils der Wahlkarten bereitgestellt.

Demnach bleibt der SPÖ eine Premiere erspart: Sie landet doch nicht erstmals in ihrer Parteigeschichte auf dem dritten Platz. Die Sozialdemokraten haben die FPÖ dank der Briefwahl-Stimmen überholt.

Für die Grünen ist das letzte Quäntchen Hoffnung indes geschwunden: Sie kamen am Montag bei Auszählungsstopp auf 3,76 Prozent der Stimmen.

Am Donnerstag sind nur noch 36.000 Wahlkarten auszuzählen. Am Montag waren 758.440 postalisch oder im eigenen Wahlkreis abgegebene Briefwahl-Stimmen ausgezählt worden.

Davon waren laut Innenministerium 753.497 Stimmen gültig. Das entspricht 14,8 Prozent aller bisher ausgewerteten gültigen Stimmen.

NEOS und Pilz legen zu, FPÖ verliert zwei Mandate

Auch die NEOS sowie die Liste Pilz profitierten von den Wahlkartenstimmen. Beide sind fix im Nationalrat vertreten: Die NEOS liegen aktuell bei 5,3 Prozent und 10 Mandaten, die Liste Pilz bei 4,4 Prozent und acht Mandaten.

Die FPÖ hat aufgrund der Briefwahlstimmen unterdessen nicht nur Platz zwei an die SPÖ verloren, sondern auch zwei Mandate: Sie liegt nun bei 51 - und hat damit auch ein Mandat weniger als die SPÖ, die weiter bei 52 steht.

Profitiert von den Wahlkarten hat auch die ÖVP: Sie bekam ein Mandat hinzu und stellt damit 62 der 183 Abgeordneten im Nationalrat. (ank)