Am 3. November wählen die US-Amerikaner einen neuen Präsidenten. Für den demokratischen Kandidaten Joe Biden sah es zuletzt in Umfragen gut aus. Doch ob er seinen Vorsprung gegenüber Amtsinhaber Donald Trump (Republikaner) am Wahltag behaupten kann, hängt vor allem davon ab, wie sich die Swing States entscheiden. Hier finden Sie die aktuellen Umfragen.

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Aktuelle Umfragen zur US-Wahl 2020

FiveThirtyEightCNN Poll of Polls
Donald Trump 41,9 Prozent42 Prozent
Joe Biden52,4 Prozent53 Prozent
Daten vom12. Oktober14. Oktober

Nur noch wenige Wochen bis zur US-Wahl: Joe Biden von den Demokraten liegt in aktuellen Umfragen vor Amtsinhaber Donald Trump von den Republikanern - im Durchschnitt um etwa 10 Prozentpunkte, wie "realclearpolitics.com" berichtet. Laut Umfragen der Forschungsgruppe Wahlen, berichtet das ZDF am 14. Oktober, käme Trump derzeit auf 125 Stimmen, Joe Biden auf 278 Stimmen - die übrigen 135 Stimmen gelten als umkämpft. Der Sieger muss mindestens 270 der Wahlmänner-Stimmen auf sich vereinen.

Doch die US-Wahl ist kompliziert und Umfragewerte allein sagen nichts über den möglichen Ausgang der Wahl aus. Auch bei der Wahl vor vier Jahren hatte Hillary Clinton mehr Stimmen als Donald Trump erhalten und dennoch wurde er Präsident der Vereinigten Staaten. Der US-Präsident wird nach dem Winner-takes-it-all-Prinzip gewählt: Wer die Mehrheit in einem Bundesstaat erreicht, bekommt alle Wahlmännerstimmen - und die bestimmen das Endergebnis.

Entschieden wird die US-Wahl meist in den Swing States, also in den Staaten, die mal dem einen und mal dem anderen Kandidaten ihre Stimme geben. Laut der "New York Times" muss Donald Trump bei der Wahl 2020 einige der Staaten gewinnen, die aktuell Joe Biden wählen würden. Allerdings könnte er auch einige Staaten verlieren, die er vor vier Jahren noch gewonnen hatte und trotzdem die Wahl für sich entscheiden.

In den USA werden die Swing States auch Battleground States genannt, also die Staaten in denen - sprichwörtlich - die Schlacht ums Weiße Haus entschieden wird.

Swing States bei der Wahl 2020:

  • Texas - 38 Wahlmänner
  • Florida - 29 Wahlmänner
  • Pennsylvania - 20 Wahlmänner
  • Ohio - 18 Wahlmänner
  • Michigan - 16 Wahlmänner
  • Georgia - 16 Wahlmänner
  • North Carolina - 15 Wahlmänner
  • Virginia - 13 Wahlmänner
  • Arizona - 11 Wahlmänner
  • Wisconsin - 10 Wahlmänner
  • Minnesota - 10 Wahlmänner
  • Iowa - 6 Wahlmänner
  • Nevada - 6 Wahlmänner
  • New Hampshire - 4 Wahlmänner

Auch Maine und Nebraska könnten 2020 zu Swing States werden.

Texas ist laut "New York Times" aktuell knapp in Trumps Hand. North Carolina, Ohio, Iowa und Georgia sowie Maine sind demzufolge unentschieden. Der Rest tendiert zu Joe Biden (Stand: 7. Oktober). Dass gerade die einstige Repubikaner-Hochburg Texas zu einem Swing State werden könnte, spricht nicht unbedingt für Amtsinhaber Trump.

Florida würde im Moment die Demokraten wählen. In diesem Bundesstaat wird es bei fast jeder Wahl eng - Florida ist deswegen so wichtig, weil von dort besonders viele Wahlmänner ins Electoral College geschickt werden. Das gleiche gilt für Texas. Auch Georgia wählte bislang eher den Republikaner. Doch je größer die Hauptstadt Atlanta wurde und mit ihr die Vororte, desto diverser wurde auch der Bundesstaat.

Maine ging 2016 an Hillary Clinton (Demokraten). North Carolina ist aktuell gespalten: Es gibt schwarze Wähler und College-Studenten auf der einen Seite, die demokratisch wählen, und weiße, eher ländliche Wähler, die republikanisch wählen.

Trump hat vor vier Jahren den Bundesstaat Michigan für sich entschieden, der traditionell eigentlich immer demokratisch gewählt hatte. Nebraska wählte meist republikanisch, gab auch 2008 dem Republikaner John McCain sein Kreuz.

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Verwendete Quellen:

Korrektur: In einer früheren Version dieses Artikels wurde berichtet, dass der US-Bundesstaat Maine 2016 an Donald Trump ging und Nebraska 2008 an Barack Obama. Richtig ist: Maine ging an Hillary Clinton (Demokraten), Nebraska an John McCain (Republikaner).

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