Die US-Wahl am 8. November entscheidet, ob Hillary Clinton oder Donald Trump als 45. Präsident ins Weiße Haus einzieht. Wir stellen beide Kandidaten vor.

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Hillary Clinton - Kandidatin der Demokraten und erste Präsidentin der USA?

Hillary Clinton ist ein politisches Urgestein in den USA. Und als solches steht sie seit Jahrzehnten im Kreuzfeuer der kritischen medialen Aufmerksamkeit und inzwischen auch in der Schusslinie des politischen Gegners. Sie will Geschichte schreiben und als erste Frau das Amt des US-Präsidenten übernehmen. Auf dieses Ziel hat sie in den vergangenen Jahren akribisch hingearbeitet, ihm fast alles untergeordnet.

Clinton wurde in Chicago geboren. An der Elite-Universität Yale traf sie 1971 ihren späteren Ehemann Bill. Einige Beobachter sind überzeugt, dass er es ohne sie nie ins ranghöchste Amt der USA geschafft hätte. Durch ihre acht Jahre als First Lady (1993-2001) kennt sie das Weiße Haus bestens - einige behaupten, sie sei schon damals die heimliche Präsidentin gewesen und habe gekonnt die Fäden in der Pennsylvania Avenue gezogen.

Schon in den 1970er Jahren während der Watergate-Affäre um Präsident Richard Nixon als junge Juristin in die politischen Kreise Washingtons eingeführt, wurde die Politik zu ihrem Lebensinhalt. Zunächst als First Lady an der Seite von Gouverneur Bill Clinton in Arkansas, später in gleicher Funktion im Weißen Haus.

Es folgte die Wahl in den US-Senat für den Bundesstaat New York und der Posten als Außenministerin in der ersten Amtszeit von Präsident Barack Obama - der ihr 2008 in ihrem ersten Anlauf zum Präsidentenamt eine ebenso empfindliche wie unerwartete Niederlage beigebracht hatte.

Donald Trump - Kandidat der Republikaner

Er will Amerika wieder groß machen. Und reich. Und das Militär "mächtig, unglaublich". Groß ist gut, und Wohlstand ist Erfolg: So denkt Donald Trump. Sich selbst hat der Mann mit der berühmten blonden Föhnfrisur als Immobilienmogul und TV-Reality-Star mit einem gewaltigen Firmenimperium zum Multimilliardär gemacht.

"The Donald" war noch nie für Bescheidenheit oder sprachliche Finesse bekannt. Großspurigkeit ist sein Markenzeichen, aber das stört weder ihn noch seine Anhänger. Sie sichert ihm die Aufmerksamkeit der amerikanischen Medien, die er braucht und die seine Wahlkampagne seit Monaten bestens nährt.

In die Baubranche hineingeboren

Geboren wird Trump am 14. Juni 1946 in New York als viertes von fünf Kindern der Eheleute Frederick und Mary Trump. Ihnen schickt er Jahrzehnte später nach praktisch jedem Vorwahlsieg einen Gruß in den Himmel, so auch wieder in Indiana.

Donald muss ein selbstbewusster Junge gewesen sein, nicht leicht zu zähmen. So schicken ihn die Eltern mit 13 auf eine Militärakademie. Dort schneidet er gut ab, er studiert an den Unis von Fordham und Pennsylvania und macht seinen Wirtschaftsabschluss - allerdings keineswegs so glänzend, wie Trump immer behauptet.

Vater Fred, Sohn deutscher Einwanderer, verdiente selbst in der Baubranche Millionen. Donald steigt nach dem Studium ins Geschäft ein. 1974 wird er Präsident des Unternehmens, gibt ihm den Namen Trump Organization. Es folgen Investitionen in diverse Hotels, Casinos und Gebäude mit Luxus-Apartments.

Zusätzlich reich machen Trump Rechte an Miss-Wahlen sowie seine Rolle in der TV-Reality-Show "The Apprentice", aus der später die Serie "The Celebrity Apprentice" erwächst, dazu kommen mehrere Biografien, eigene Möbel- und Modemarken.

Drei Ehen und fünf Kinder

Dreimal verheiratet, sorgen Trumps Ehen mit glamourösen Frauen und zwei Scheidungen für Schlagzeilen. 1977 heiratet er das tschechische Model Ivana Zelnickova. Mit ihr hat er drei Kinder, darunter Ivanka, heute Ex-Model, Geschäftsfrau und eine seiner wichtigsten Beraterinnen. 1993 ehelicht er die Schauspielerin Marla Maples. 1997 geht auch diese Verbindung in die Brüche.

Ehefrau Nummer 3 wird 2005 das Model Melania Knauss. Mit Maples und Knauss hat Trump zwei weitere Sprösslinge.

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