Melania Trump: So eine First Lady gab's noch nie

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Von
Anita Klingler

Wenig ist bekannt über die dritte Ehefrau des 45. Präsidenten der USA. Seit 17 Jahren ist Melania die Frau an Donald Trumps Seite.

Im September 1998 lernen sich Donald Trump und Melania Knauss auf einer Fashion-Week-Party in New York kennen - und bald darauf auch lieben: Seit 1999 sind das Ex-Model und der Milliardär ein Paar.
Melania Trump ist erst die zweite First Lady, die außerhalb der USA geboren wurde - und die erste, die aus einem ehemals sozialistischen Land stammt. Ihr Heimatort ist Sevnica, eine Kleinstadt im heutigen Slowenien - wo man sich über den Sieg ihres Gatten bei der US-Wahl freut.
Die deutsche Schreibweise ihres Mädchennamens - Melania Knauss statt Melanija Knavs - nimmt sie in ihrer Zeit als Model in den frühen 1990er-Jahren an. 1996 zieht sie in die USA und landet unter anderem in der Badeanzug-Ausgabe von "Sports Illustrated". Melania ist die erste First Lady mit Model-Vergangenheit.
Seit 17 Jahren ist Melania die Frau an Trumps Seite. Immer elegant und zurückhaltend, loyal ihrem Partner gegenüber. Auch beim 50. Jubiläum des Playboy 2003 - hier mit Victoria Silvstedt - macht sie versteinerte Fotomiene zum sexy Spiel.
2005 wird Melania die dritte Ehefrau des 24 Jahre älteren Donald Trump. "Er ist sehr klug und charmant, wir haben eine großartige Energie zwischen uns", sagt sie über ihn. Oder: "Ich sage ihm, wenn ich nicht mit ihm übereinstimme. Manchmal hört er zu, manchmal aber auch nicht."
Elf Jahre trennen Melania von ihrer Stieftochter Ivanka Trump (li.) . Die Unternehmerin ist der ganze Stolz ihres Vaters und wird von manchen gar als heimliche First Lady gehandelt.
Kritik an ihrem Mann äußert Melania Trump nur dann, wenn es gar nicht anders geht - und er so übers Ziel hinausschießt, dass keine Frau das gutheißen kann.
Während des Wahlkampfs hält sich Melania vornehm zurück, unterstützt, wo sie kann. Als sie Mitte Juli eine von Michelle Obama abgekupferte Rede hält, hagelt es Kritik. Eine Mitarbeiterin nimmt die Verantwortung für das Plagiat auf sich.
Auch öffentlichen Spott muss sich Mrs. Trump gefallen lassen: Zu Halloween verkleidet sich die britische Milliardärstochter Jemima Khan als Melania, der ein grapschender Donald auf dem Rücken hängt.
Melania hat es schwer: Sie ist keine gebürtige Amerikanerin, wirkt in Interviews träge, spricht mit starkem Akzent. Das Meinungsforschungsinstitut Gallup bescheinigt ihr die niedrigsten Beliebtheitswerte einer First Lady seit der ersten Befragung 1992.