Hillary Clinton scheint bei den vorzeitigen Stimmabgaben einen Vorsprung auf Donald Trump herausgeholt zu haben. Ausschlaggebend dafür ist ihr Zuspruch bei Latinos und afroamerikanischen Wählern.

Florida zählt zu den am heißesten umkämpften Bundesstaaten im US-Wahlkampf. Nachdem Donald Trump in Umfragen während der Woche aufgeholt hatte, scheint Hillary Clinton bei den vorgezogenen Stimmabgaben in Florida und weiteren "Swing States" jedoch vorne zu liegen.

Die Demokratin besuchte am Wochenende einige Gemeinden, in denen Latinos und Migranten aus der Karibik beheimatet sind - und versuchte damit, eine wichtige Wählergruppe mobilisieren.

Afroamerikaner und Latinos wählen traditionell eher demokratisch. Insgesamt zeichnet sich ab, dass der Stimmanteil der Minderheiten in Florida weiter wächst - das begünstigt die Demokratin in derzeitigen Umfragen. Trump muss jedoch Florida gewinnen, um eine Chance auf den Präsidentensessel zu haben.

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Auch in Nevada – wo der Anteil an Latinos im Westen der USA laut "New York Times" am stärksten wächst – scheint die Demokratin einen Vorsprung an Wählerstimmen herausgefahren zu haben.

Generell sind die Republikaner in der Regel am Wahltag stärker als die Demokraten. Donald Trump wird am Sonntag den zuletzt demokratisch wählenden Bundesstaat Minnesota besuchen und um Stimmen werben.

Bei einem Auftritt des republikanischen Präsidentschaftskandidaten war es am Samstag zu einem Zwischenfall gekommen. Aufgrund einer vermeintlichen Bedrohung hatten Beamte des Secret Service Trump bei einer Rede im US-Staat Nevada abrupt von der Bühne geholt.

48 Prozent für Clinton, 43 Prozent für Trump

Den Umfragen der vergangenen Tage zufolge konnte Clinton insgesamt ihren Vorsprung auf Donald Trump ausbauen. In der am Sonntag veröffentlichten Erhebung der "Washington Post" und des Senders ABC kommt Clinton auf 48 Prozent, Trump auf 43 Prozent. Die renommierten Umfrage-Analysten FiveThirtyEight.com berechnen für Clinton gar einen Vorsprung von 65 Prozent.

Am Freitag lag Clintons Vorsprung noch bei drei Prozentpunkten. Für die frühere Außenministerin sprachen sich 47 Prozent der Befragten aus, für den Milliardär 44 Prozent. Für die jüngste Erhebung befragt wurden 1685 Wahlberechtigte in der Zeit vom 1. bis 4. November. Die Wahl findet am Dienstag statt. (rs/reuters)