Die einen lagern sie im Kühlschrank, die anderen bei Zimmertemperatur, wieder andere frieren sie sogar ein. Doch ist besondere Vorsicht bei Butter überhaupt nötig? Kann das Stückchen Fett überhaupt verderben?

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Zwischen fünf und sechs Kilo Butter verzehrt der durchschnittliche Mitteleuropäer jährlich. Und weil die Butterpreise in den letzten Jahren deutlich anzogen, greift so mancher bei Sonderangeboten gern in großer Stückzahl zu.

Butter besteht fast ausschließlich aus Fett und kann ja schließlich nicht schlecht werden. Oder etwa doch? Zumindest das Mindesthaltbarkeitsdatum sieht eine Ablauffrist vor.

Nicht alles in Butter

Butter besteht zu 80 bis 90 Prozent aus Fett und das kann ranzig werden. Schuld daran ist der chemischen Prozess mit unserer Luft. Kommen die Milchfette der Butter in Kontakt mit Sauerstoff, spalten sie sich auf. Buttersäure und andere Fettsäuren entstehen, die nicht gerade angenehm riechen. Auch Geschmack und Farbe verändern sich.

Doch bis es so weit ist, kann es einige Zeit dauern. Die Verbraucherzentrale Hamburg empfiehlt, nicht zu streng auf das Haltbarkeitsdatum zu achten. Selbst Wochen oder gar Monate nach Ablauf, kann die Butter noch völlig in Ordnung sein.

Hier sollte man dem eigenen Geruchssin trauen. Ist die Butter dunkelgelb und riecht stechend ranzig, muss sie in die Tonne. Gerade bei einer bereits geöffneten Packungen besteht diese Gefahr.

Butter Einfrieren?

Mit der richtigen Lagerung bleibt die Butter länger frisch und streichzart. Regel Nummer eins: Sie gehört in den Kühlschrank.

Laut Verbraucherzentralen ist Butter am besten auf der mittleren Ebene oder in der Kühlschranktür aufgehoben. Hier herrschen mildere Temperaturen, was sie weniger hart macht und den Verderbungsprozess verlangsamt. Damit nicht zu viel Sauerstoff rankommt, sollte sie in eine verschließbare Dose. Idealerweise ist die auch noch lichtundurchlässig.

Butterstückchen, die schon ein wenig länger liegen, sind vielleicht auf dem Brot kein Genuss mehr, können aber immer noch gut zum Backen verwendet werden.

Wer wenig Butter verbraucht, kann die Stücke auch einfrieren und sie so noch einmal um einige Monate länger haltbar machen. Aufgetaut sollten sie dann aber innerhalb weniger Tage verzehrt werden. Am besten kommen sie also portioniert in die Tiefkühltruhe.

Verwendete Quellen:

  • Verbraucherzentrale Hamburg
  • Verbraucherzentrale Berlin