Cashewnuss oder Cashewkern – was sind Cashews überhaupt? Und warum sind sie so gesund? Die ungewöhnlich geformten Nüsse erfreuen sie bei uns großer Beliebtheit und sind aus der veganen Küche nicht mehr wegzudenken. Was Sie über die nährstoffreiche Knabberei wissen sollten, erfahren Sie hier.

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Wo wachsen Cashewnüsse?

Cashews werden allgemein als Nüsse bezeichnet, doch genau genommen sind Cashews Kerne. Der Cashew-Baum wächst im tropischen Klima besonders gut. Große Anbaugebiete befinden sich in Brasilien, von wo aus die Cashewnüsse von den Portugiesen nach Europa mitgebracht wurden. Heute hat sich der Anbau jedoch überwiegend nach Afrika und Asien verlagert.

Wegen der Form der Kerne ist der Baum auch als Nierenbaum bekannt. Die eigentliche Frucht besteht aus dem birnenförmigen Cashewapfel und einem nierenförmigen Gebilde, der Cashewfrucht. Sie enthält den Cashewkern, den wir als Cashewnuss kennen. Botanisch betrachtet ist diese Cashewfrucht eine Steinfrucht und hat mit einer Nuss eher wenig zu tun.

Welche Produkte aus Cashews gibt es?

Die meisten kennen Cashewkerne nur aus der Nussmischung oder als pure Nuss zum Knabbern, naturbelassen oder geröstet, gesalzen oder pikant gewürzt. Doch durch die cremige Konsistenz der Cashewnuss dienen die Kerne inzwischen vielen Produkten als Basis, gerade im Bereich der veganen Lebensmittel. Sehr beliebt sind

  • Cashew-Mus
  • Cashew-Milch
  • Cashew-Joghurt
  • Cashew-Käse
  • Cashew-Ricotta
  • Cashew-Aufstrich
  • Cashew-Pesto

Aus den Nüssen oder dem Cashewmus lassen sich ganz einfach vegane Dips kreieren, beispielsweise eine Cashew-Aioli als Ersatz für Mayonnaise oder eine Cashewnuss-Butter. Sogar Cashewnuss-Mehl gibt es im Fachhandel, aus dem Kuchen und Gebäck hergestellt werden können – eine Möglichkeit, glutenfrei zu backen.

Auch der Cashewapfel wird immer populärer. Galt er lange Zeit nur als Anhängsel der Cashewfrucht, wird er inzwischen auch bei uns gerne als Marmelade oder Saft verzehrt.

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Welche Nährstoffe stecken in Cashews und was ist deren gesundheitliche Wirkung?

Cashewnüsse sind mit 18 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm hervorragende pflanzliche Proteinquellen. Dennoch haben sie, wie andere Nüsse, mit 553 Kilokalorien (kcal) eine hohe Energiedichte. Für Sportler sind sie ein idealer Energiespender, als Normalverbraucher sollten Sie jedoch nicht zu viele davon essen. Gegen eine Handvoll pro Tag ist aber nichts einzuwenden – ganz im Gegenteil! Denn Cashews sind gesunde Kraftpakete, die eine positive Wirkung auf die Gesundheit haben:

  • Sie enthalten viele ungesättigte Fettsäuren und können dadurch Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Auch der Cholesterinspiegel wird durch den Verzehr normalisiert.
  • Im Vergleich zu anderen Nüssen haben Cashews einen geringeren Fettanteil und dadurch auch weniger Kalorien. Deshalb sind sie ein gesunder Snack beim Abnehmen.
  • Cashews enthalten Tryptophan, aus dem der Körper das Glückshormon Serotonin herstellen kann. Dadurch sind Cashews gut für die Stimmung und können sogar einen erholsamen Schlaf fördern. Cashewkerne sind ein guter Snack am Abend, um nach einem stressigen Tag abzuschalten und zu entspannen.

Diese Inhaltsstoffe sind in Cashewnüssen:

  • B-Vitamine
  • Vitamin E
  • Vitamin K
  • Calcium
  • Magnesium
  • Kalium
  • Phosphor
  • Kupfer
  • Eisen
  • Zink
  • Selen
  • L-Tryptophan

Kürbiskerne machen gute Laune. Doch das ist noch nicht alles, was die kleinen Vitaminbomben können. Sie sind nämlich auch gut für die Gesundheit. Doch nicht alle Kürbiskerne sind genießbar - einige sind sogar giftig.

Besonderheiten von Cashews: Was man beachten sollte

  • Ernte: Die Cashew-Ernte ist ein sehr mühsamer Prozess. Denn pro Frucht reift nur ein Kern heran, die Ausbeute ist also recht spärlich. Auch die weiteren Schritte in der Verarbeitung sind sehr aufwendig und rechtfertigen den hohen Verkaufspreis. Die Cashews werden geerntet, getrocknet, von der Schale entfernt und geröstet.
  • Allergie: Wie andere Nüsse auch verursacht die Cashew oft eine Unverträglichkeit oder gar Allergie. Wer bereits auf andere Nussarten allergisch reagiert, sollte auch beim Verzehr von Cashews vorsichtig sein. Symptome sind: Kribbeln auf der Zunge und im Rachen, Bläschen auf der Zunge oder Schwellungen. In schlimmen Fällen kann es zu Atemnot und einem anaphylaktischen Schock kommen. Dann kann nur noch der Notarzt helfen. Eine Unverträglichkeit zeigt sich hingegen eher durch diffuse Darmprobleme und kann Bauchschmerzen, Blähungen oder Durchfall verursachen.
  • Tagesdosis: Allgemein gilt die Empfehlung, pro Tag eine Handvoll Nüsse zu essen, da sie recht energiereich und fetthaltig sind. Wer eine fettreduzierte Ernährung anstrebt und abnehmen möchte, kann zwischendurch einige Cashews knabbern. Denn sie besitzen im Vergleich zu anderen Nüssen einen geringeren Fettanteil.
  • Tiere: Auch Ihr Hund darf Cashews essen, aber nur naturbelassen und ohne Salz. Hin und wieder können Sie Ihrem Vierbeiner eine nährstoffreiche Cashewnuss geben. Beobachten Sie jedoch, ob Ihr Hund die Nüsse gut verträgt oder ob sie nach dem Verzehr Probleme bereiten.

Wo kann man Cashewnüsse kaufen?

Cashewkerne sind kein Schnäppchen, denn die Ernte ist recht aufwendig. Dennoch können Sie im Discounter Cashewkerne meist günstig kaufen, geröstet und gesalzen oder auch naturbelassen. Im Supermarkt und Bio-Laden gibt es die gesunden Kerne ebenfalls. Falls Sie größere Mengen von einem Kilogramm oder mehr benötigen, um selbst Cashewmilch oder Mus herzustellen, lohnt sich die Bestellung im Online-Fachhandel.

Wenn Ihnen ein fairer Handel wichtig ist, sollten Sie beim Kauf auf ein entsprechendes Siegel achten. Denn um Cashews günstig anbieten zu können, wird oft an Löhnen und Arbeitsbedingungen gespart. (tsch)

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