Legen glückliche Hühner mehr Eier? Faktenwissen über Eier

Kann man Eier in der Mikrowelle zubereiten? Und wieso lassen sich manche Eier schlechter schälen als andere? Diese und mehr wissenswerte Fakten über Hühnereier. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Gesund oder nicht gesund? An dieser Frage scheiden sich die Geister. Zwar enthält ein Ei eine Vielzahl an wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen - um genau zu sein sogar fast jedes Vitamin außer Vitamin C -, doch aufgrund seines hohen Cholesterin- und Fettgehalts sollten Eier nicht im Übermaß verzehrt werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt als Orientierungswert bis zu drei Eier pro Woche an.
Ein Ei der Größe M enthält circa 100 Kilokalorien. Der Fettgehalt eines Eis liegt bei etwa sieben Prozent, wovon sich der Großteil im Eidotter befindet. Möchten Sie sich kalorienreduziert ernähren, sollten Sie das Eigelb trennen und nur aus dem Eiweiß ein Omelett zubereiten. Und wie sieht es mit dem Proteingehalt eines Eis aus?
Ein Milliliter Eidotter enthält mehr Proteine als ein Milliliter Eiweiß. Weil jedoch ein Ei aus insgesamt mehr Eiweiß besteht, nehmen Sie durch den Verzehr des reinen Eiweißes in etwa genauso viele Proteine zu sich wie nur durch das Eigelb.
Woran liegt es, dass einige Eier braun und andere weiß sind? Die Farbe der Eier hat nichts mit der Haltungsform des Huhns oder der Qualität des Eis zu tun. Auch die Farbe des Gefieders des Huhns hat keine Auswirkung auf die Farbe des Eis. Lediglich die Rasse des Huhns ist für die Farbe der gelegten Eier verantwortlich. Eine weiße Ohrscheibe beim Huhn sorgt für weiße Eier und eine rote Ohrscheibe für braune Eier. Alles andere sind hartnäckige Gerüchte.
Auch über die Farbe des Eidotters gibt es viele Mythen. Ein gelberes Eidotter bedeutet nicht, dass das Huhn gesünder ist, sondern gibt einen Hinweis auf sein Futter. Da viele ein gelbes Dotter bevorzugen, werden dem Hühnerfutter Farbstoffe in Form von Carotinoiden zugeführt. Da das in der Biohaltung nicht zulässig ist, sind die Eigelbe von Bio-Eiern in der Regel weniger gelb. Allerdings essen auch Bio-Hühner Mais, in dem der Farbstoff enthalten ist.
Wieso sollten wir Eier vor dem Kochen anstechen? Der kleine Piekser soll das Ei vor dem Platzen schützen. Am stumpfen Ende des Eis befindet sich ein kleines Luftreservoir. Durch das Kochen nimmt das Volumen der eingeschlossenen Luft stark zu und kann zum Teil nicht mehr über die Poren der Schale entweichen. Das Resultat ist eine geplatzte Eierschale. Wenn Sie das Ei vorher anpieksen, kann die Luft durch das kleine Loch schneller entweichen.
Kann man Eier in der Mikrowelle kochen? Ja, das kann man. Allerdings sollten Sie einiges beachten, um eine Sauerei in Ihrer Mikrowelle zu vermeiden. Legen Sie die Eier in eine mikrowellengeeignete Schüssel, die groß genug ist, dass die Eier nebeneinander gut Platz haben und mit Wasser bedeckt werden können. Füllen Sie soviel Wasser in die Schüssel, dass das Wasser mindestens einen Zentimeter höher ist als die Eier.
Verhindern Sie das Platzen der Eier durch die Zugabe von Salz in die Schüssel. Die Mikrowelle sollten Sie auf die Hälfte der möglichen Leistung einstellen und das Ei für circa zwölf Minuten kochen. Die Kochzeit verringert sich auf fünf Minuten, wenn Sie die Eier mit gekochtem Wasser aus dem Wasserkocher übergießen. Beachten Sie, dass es für die Mikrowelle keine verlässliche Zeitangabe gibt, die darüber entscheidet, ob das Ei hart oder weich gekocht wird.
Ein schwer schälbares Ei am Frühstückstisch kann ganz schön nervig sein. Wenn das der Fall ist, sollten Sie wissen, dass Sie immerhin ein frisches Ei verzehren. Es gilt nämlich: Je älter ein Ei, desto schwerer lässt es sich schälen. Bei frischen Eiern liegt die Innenhaut eng an der Schale, die Bindung der einzelnen Proteine ist noch stark. Ist das Ei älter, lassen diese Proteinbindungen nach und die Haut löst sich leichter ab.
Legen glückliche Hühner mehr Eier? Um dies zu beantworten, müssten wir wohl in die Hühnerseele schauen können. Die Vermutung liegt allerdings nahe, dass eine artgerechte Haltung die Legeleistung direkt beeinflusst.
Es gibt gewisse Stressfaktoren, die dazu führen, dass Hühner keine Eier mehr legen. Wenn sie großer Hitze ohne schattige Rückzugsorte ausgesetzt sind oder generell auf zu engem Raum zusammenleben, reagieren Hühner gestresst. Hühner sollten außerdem nicht unnötig in Ihrem Auslauf aufgescheucht werden. Ein Huhn, das unter schlechten Bedingungen lebt, legt weniger Eier oder solche mit einer sehr dünnen Schale. Eine Studie der Veterinärmedizinischen Universität Wien aus dem Jahr 2010 belegte außerdem, dass gestresste Hühner leichtere Eier legen.
Wussten Sie, dass es Eier ohne Schale gibt? Legen Hühner ein Ei ohne Schale, so spricht man von einem Windei. Das ist auf einen Vitamin-D- und Kalziummangel beim Huhn zurückzuführen. Im Winter kann das Fehlen von ausreichend Sonnenlicht einen Vitamin-D-Mangel verursachen. Im Sommer wiederum essen Hühner wegen der Hitze insgesamt weniger, was zu Mangelerscheinungen führen kann.
Wenn Sie wissen wollen, ob ein Ei roh oder bereits gekocht ist, dann versuchen Sie es mit diesem Trick: Lassen Sie das Ei auf Ihrer Küchenplatte kreiseln. Dreht es sich nur langsam und wackelt dabei unstet, dann handelt es sich um ein rohes Ei. Ein gekochtes Ei erkennen Sie daran, dass es sich schnell und gleichmäßig dreht. Sollten Sie immer noch unsicher sein, dann versuchen Sie Folgendes ...
Halten Sie die Drehung des Eis an, indem Sie Ihren Zeigefinger fest auf die Mitte des Eis legen und ihn sofort wegziehen, wenn das Ei zum Stillstand kommt. Wenn das Ei sich auch danach nicht weiterbewegt, ist es gekocht. Ein rohes Ei würde sich aufgrund des flüssigen Inhalts langsam weiterdrehen und wackeln.