Diese Gemüsesorten können Sie auch roh verzehren

Ungekochtes Gemüse ist knackig, lecker und reich an Vitaminen. Aber nicht nur Tomate, Gurke und Paprika eignen sich als Rohkost, es gibt noch viele andere Sorten, die Sie wunderbar roh verzehren können. Wir verraten Ihnen, welche das sind.

Wohl die wenigsten haben bisher zum rohen Rosenkohl gegriffen, doch die kleinen grünen Bällchen sind durchaus in nicht-gekochtem Zustand genießbar. Als knackige Zugabe im Salat oder mit einem leckeren Dip macht der Rosenkohl auch roh etwas her.
Im Gegensatz zu Kartoffeln, die zu den Nachtschattengewächsen gehören und Solanin enthalten, können Sie Süßkartoffeln auch roh essen und müssen sie nicht einmal schälen. Sie schmecken fein geraspelt im Salat oder als Fingerfood mit Dip.
Die hübschen grünen "Bäumchen" enthalten viel Vitamin C, Eisen, Kalium und wertvolle Antioxidantien wie Glykosinolate, die vor Krebs schützen sollen - Brokkoli ist ein echtes Superfood. Auch roh schmecken die Röschen lecker.
Blumenkohl ist das weiße Pendant zu Brokkoli: sehr gesund und auch roh ein Genuss. Die Röschen schmecken ungekocht mit Dip oder klein zerteilt im Salat. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Blätter schön grün sind und die Blume keine Flecken aufweist.
Rotkraut, Blaukraut, Rotkohl - drei Namen für ein Gemüse. Egal, wie Sie das rot-lila farbige Gemüse nennen, Sie können es roh genießen. Das gilt auch für alle anderen Kohlsorten wie Grünkohl, Weißkohl und Wirsing. Da Kohl schwer verdaulich ist, sollten Sie für den Fall, dass Sie empfindlich reagieren, das Gemüse vor dem Verzehr lieber kurz blanchieren.
Falls Sie zu viel Kohl gegessen haben, hilft Fenchel gegen Blähungen. Die Wunderknolle mit der heilenden Wirkung bei Bauchkrämpfen und Erkältungsbeschwerden kann auch roh verspeist werden. Viele empfinden den rohen Geschmack allerdings zu bitter oder zu scharf. Testen Sie es einfach einmal aus ...
Lange hielt sich das Gerücht, Spargel sei giftig, wenn man ihn roh esse. Doch das stimmt nicht. Allerdings sollte man am besten zu sehr dünnen und damit zarten Stangen greifen. Je dicker der Spargel, umso kräftiger und herber ist das Sommergemüse. Roh schmeckt Spargel ein wenig wie Erbsenschoten, ist sehr harntreibend und wirkt entwässernd.
Ohne Blubb, ohne Kartoffeln und ohne Ei: Spinat schmeckt auch köstlich als Salat. Besonders junger Baby-Spinat macht sich darin gut. Angerichtet mit Öl, Zitronensaft und Honig, anschließend dekoriert mit gerösteten Pinienkernen ist er ein Gedicht.
Viele gesunde Bitterstoffe enthält Chicorée, weswegen die Knospen gerade bei Kindern nicht so gut ankommen. Servieren Sie Chicorée fein geschnitten mit süßen Orangen oder Äpfeln, salzigem Feta und erdigen Walnüssen für eine wahre Geschmacksexplosion.
Wesentlich beliebter ist Kohlrabi in der Brotzeitbox von Kindern. Das rohe Gemüse hat einen süßlich saftigen Geschmack und eignet sich als perfekter Snack für Zwischendurch. Wenn Sie ihn doch kochen möchten, empfehlen wir panierte Kohlrabischnitzel.
Mangold sieht aus und schmeckt ein bisschen wie Spinat, ist aber ein Rübengewächs. Auch aus diesem Gemüse kann man wunderbar einen Rohkostsalat zubereiten. Allerdings sollten Menschen mit Eisenmangel oder Nierenerkrankungen keinen Mangold essen, da er in zu großen Mengen schädlich sein kann: Die enthaltene Oxalsäure kann die Bildung von Nierensteinen fördern und die Aufnahme von Eisen hemmen.
Sie sieht aus wie eine Gurke, wird aber fast immer gekocht: die Zucchini. Dabei schmeckt die grüne Stange auch roh. Hauchdünn gehobelt mit Zitrone, Olivenöl, Salz und Pfeffer serviert, wird Zucchini zum Feinkostsalat.
Als Suppe oder als Ofengemüse verarbeitet ist Kürbis ein beliebtes Gemüse. Was viele nicht wissen: Kürbis darf auch roh gegessen werden. Besonders schmackhaft ist die Sorte Hokkaido. Neben Salat können Sie zum Beispiel ein Hummus aus rohem Kürbis zubereiten.
Allerdings gibt es auch einige Gemüsesorten, die Sie besser nicht roh verzehren sollten, da sie giftige Stoffe enthalten. Dazu gehören Auberginen, Kartoffeln, Bohnen und Hülsenfrüchte. Auch Wildpilze sollten Sie nur nach dem Erhitzen verspeisen, da sie neben Giftstoffen auch einen Fuchsbandwurm enthalten können.