Gesund grillen: Barbecue ohne schlechtes Gewissen

Fettiges Fleisch, deftige Bratwürste, Nudelsalat mit viel Mayonnaise: So oder so ähnlich schaut das Essen bei vielen Grillfesten aus. Dabei geht grillen auch gesund. Wir zeigen Ihnen in unserer Galerie, wie Ihr Barbecue zu einem gesunden Festmahl wird.

Warum kommt eigentlich meist Fleisch auf den Grill? Mittlerweile bietet jeder Supermarkt Alternativen in Form von Tofu-Würstchen, Veggie-Bratwurst und Grillkäse an. Noch besser schmecken allerdings selbstgemachte vegetarische Köstlichkeiten ...
Die Auswahl an Rezepten für schmackhafte Veggieburger ist groß. Besonders beliebt sind Varianten aus Kichererbsen oder Kidneybohnen. Genauso gut können Sie auch Spinat oder geraspelte Möhren und Zucchini verwenden. Vermischen Sie Ihr Lieblingsgemüse mit Kartoffeln, Ei, Zwiebeln, Knoblauch und frischen Kräutern und formen Sie Pattys daraus.
Wenn Sie sich für die Käsevariante entscheiden, wählen Sie entweder ein fertiges Produkt oder Sie marinieren selber. Ausgesprochen geeignet für den Grill ist zyprischer Halloumi. Mit dieser Käsesorte gibt es keine Sauerei auf dem Grillrost, denn: Halloumi schmilzt nicht. Legen Sie einige dünn geschnittene Scheiben in Olivenöl, Zitronensaft, Knoblauch und frischen Kräutern wie Thymian, Minze oder Koriander ein.
Probieren Sie Schaschlikspieße mit Gemüse statt Fleisch. Marinieren Sie unbedingt das Gemüse Ihrer Wahl vorher in Olivenöl und Kräutern. Der Gaumenschmaus wird zu einem besonderen Augenschmaus, wenn Sie abwechselnd verschiedene Gemüsesorten aufspießen. Zwischendrin einige Tofu- oder Käsestücke werden Sie ohne Völlegefühl satt machen.
Grüner Spargel auf dem Grill? Im ersten Moment klingt es vielleicht langweilig, aber überzeugen Sie sich selbst! Bestreichen Sie den Spargel vor dem Grillen mit Olivenöl und servieren Sie die fertigen Stangen mit Parmesanhobel. Ein Traum für jeden Feinschmecker!
Wenn Sie das Grünzeug lieber den Hasen überlassen, dann greifen Sie zu mageren Fleischsorten ohne Fettrand. Mit Hähnchenbrust, Rinderfilet oder Hüftsteak grillen Sie definitiv gesünder. Auch Fisch schmeckt hervorragend vom Grill und ist weitaus weniger fettig als Bratwurst und Burger. Und nun zu den Saucen ...
Besonders lecker wird Ihr Grillgut, wenn Sie es statt in fettige Mayonnaise oder zuckerhaltige Fertigsaucen in eine erfrischende Joghurtsauce tunken. Frische Minze, Knoblauch, Frühlingszwiebeln, Schnittlauch, Salz, Pfeffer und einen Schuss Zitronensaft in den Joghurt mischen und genießen.
Eine weitere gesunde Alternative zu Ketchup und Co. ist Guacamole! Wenn Sie diesen Dip probiert haben, werden Sie nie wieder Lust auf Fertigsaucen verspüren. Das Rezept ist simpel: eine kleine Zwiebel, Knoblauch, Salz, Pfeffer, Zitronensaft mit einer kleingeschnittenen Tomate und einer Avocado mit der Gabel zu einem Mus zermatschen. Diese köstliche Avocadocreme passt einfach zu allem.
Sie verspüren nach all den herzhaften Gerichten Lust auf Süßes? Auch dafür gibt es eine gesunde Lösung: Grillen Sie Obst! Wenn Sie es exotisch mögen, eignen sich vor allem Ananas, Mango und ganze Feigen zum Grillen. Eine tolle regionale Alternative sind halbierte und entkernte Birnen. Das leicht krosse Obst servieren Sie mit einer Kugel kalorienarmem Eis aus pürierten Tiefkühlbeeren.
Am Ende entscheidet nicht nur das Essen, ob Grillen gesund ist oder nicht. Egal, was Sie mit Holzkohle grillen, es können dabei gesundheitsschädigende Stoffe im Rauch entstehen. Nicht so beim Gas- oder Elektrogrill. Wenn Sie auf Holzkohle nicht verzichten möchten, dann legen Sie Ihr Grillgut in Grillschalen oder grillen Sie indirekt, also nicht genau über der Holzkohle.
Soweit es geht, sollten Sie beim Grillen auf Alufolie und Aluschalen verzichten. Ist das nicht möglich, sollten Sie das Grillgut vorher nicht marinieren. Salz und Säure lösen Aluminiumionen aus der Folie und gehen auf Fleisch, Fisch und Gemüse über. Grillschalen aus Edelstahl, Keramik oder Emaille schützen Sie vor krebserregenden Stoffen und können nach dem Abspülen wiederverwendet werden.