Hüpfende Cranberrys und falsche Bananen: Kuriose Fakten über Lebensmittel

Warum ist die Tomate kein Gemüse? Und was sind eigentlich Scheinbananen? Diese und weitere Fragen über Lebensmittel beantworten wir in der Galerie. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Die Moosbeere, besser bekannt unter ihrer englischen Bezeichnung Cranberry, wird gerne in Müslis verspeist oder in Form von Tee oder Saft als Hausmittel bei Blasenentzündung eingesetzt. Doch auch wenn Sie toll schmeckt - viel spannender ist eigentlich die Art und Weise, wie Cranberrys geerntet werden ...
Die Luftkammern in den Beeren sorgen dafür, dass sie im Wasser Auftrieb haben. So werden im kommerziellen Anbau die Felder geflutet, die reifen Früchte schwimmen an der Oberfläche und können eingesammelt werden. Die eingeschlossene Luft hat einen weiteren Effekt: Sind die Luftkammern intakt, lassen diese die Beeren wie einen Flummi hüpfen - minderwertige Cranberrys tun das dagegen nicht.
Während des Zweiten Weltkriegs waren Bananen in Großbritannien Mangelware. Doch was macht man, wenn man trotzdem etwas Ähnliches essen möchte? Man kocht sich eine aus den Zutaten, die es gibt. Und so wurde von den Briten die "Mock Banana" (zu deutsch: Scheinbanane) erfunden ...
Das Rezept für die Mock Banana war denkbar einfach: Klein geschnittene Pastinaken wurden gekocht und zusammen mit Puderzucker und Bananenextrakt zerstampft. Serviert wurde das Ganze dann auf Brotscheiben - et voilà, fertig war das Bananensandwich.
Wer kennt das nicht? Verdorbene Lebensmittel in der hintersten Schublade und verschimmeltes Obst und Gemüse im Kühlschrank. Egal, wie lange Sie ihn vergessen, Honig müssen Sie nicht entsorgen. Seine Mindesthaltbarkeit wird in Deutschland mit zwei Jahren nach dem Abfülldatum angegeben. Wenn Honig optimal gelagert und erst später geöffnet wird, ist er in der Regel deutlich länger haltbar.
Das flüssige Gold ist praktisch unverwüstbar - vorausgesetzt, sie lagern es richtig. Optimal ist es, wenn Sie Ihren Honig an einem dunklen Ort bei Zimmertemperatur lagern und darauf achten, dass der Behälter immer gut luftdicht verschlossen ist. Ungeöffnete Gläser enthalten dann meist auch nach Jahren noch ein problemlos genießbares Produkt.
Apfel ist gleich Apfel? Von wegen! Weltweit gibt es mehr als 30.000 Apfelsorten. Wollten Sie jeden Tag eine andere Sorte essen, bräuchten Sie etwa 82 Jahre. Doch vermutlich werden Sie nicht jede Sorte bekommen ...
Aber immerhin: Allein in Deutschland gibt es etwa 2.000 Sorten. Wenn Sie nun planen, diese durchzuprobieren, müssen wir Sie allerdings enttäuschen: Nur etwa sieben der 25 im Erwerbsobstbau kultivierten Sorten werden regelmäßig im Supermarkt angeboten: Elstar, Gloster, Jonagold, Boskoop, Cox Orange, Golden Delicious und Granny Smith.
Unglaublich aber wahr: Wenn Sie eine saure Ananas salzen, wird sie süßer. Das liegt ganz einfach daran, dass Salz die Säure in der Frucht neutralisiert. Probieren Sie es aus, es funktioniert! Aber natürlich sollten Sie es nicht übertreiben - salzen Sie zu stark, kippt der Effekt und sie essen salzige Ananas ...
Der wahrscheinlich größte Irrtum, was Lebensmittel angeht, ist die Behauptung, dass Erdbeeren Beeren sind. Weder Erdbeeren, Himbeeren noch Brombeeren sind Beeren. Eine Erdbeere ist eine Sammelnussfrucht, Himbeeren und Brombeeren sind Sammelsteinfrüchte. Aber was genau sind dann Beeren?
Sie dachten, dass Tomaten zu den Gemüsesorten gehören? Das ist falsch! Tomaten sind - botanisch gesehen - Beeren, ebenso wie Kiwis, Datteln, Avocados und Kürbisse. Und übrigens: Botanisch gesehen ist auch die Gurke eine Beere.
Also gehört die Tomate nun zum Obst? So einfach ist es nicht! Die saftige Salatzutat ist weder Obst noch Gemüse. Die Tomate zählt, ebenso wie Avocados, Paprika oder Aubergine, zum sogenannten Fruchtgemüse. Dabei handelt es sich um Gemüsepflanzen, deren oberirdisch wachsende Früchte essbar und aus befruchteten Blüten entstanden sind.
Schokolade war früher eine Währung. Die Maya waren die ersten, die Kakao anbauten. Sie benutzten die Bohne auch als Tauschwährung für Kleidung und Lebensmittel. Und wofür wurden die Kakaobohnen außerdem verwendet?
Heutzutage verbinden die meisten von uns mit Schokolade eine Süßigkeit, die entweder gegessen oder auch getrunken wird. Bei den Maya wurde aus den Kakaobohnen ein bitteres Getränk namens "Xocoatl" zubereitet. Es bestand aus gegrillten und gemahlenen Kakaobohnen, die mit Wasser und Gewürzen vermischt wurden. Dieser Trank war für Adelige und Krieger reserviert.
Die leckere grüne und scharfe Paste, die wir zu Sushi serviert bekommen, nennen wir Wasabi. Dabei besteht eine Tube lediglich aus circa zwei bis fünf Prozent "echtem" Wasabi. Der Rest setzt sich aus Meerrettich, Senf, Farb- und Aromastoffen zusammen. Echter Wasabi ist eine japanische Wurzel, die hierzulande einen stolzen Preis hat und gewissermaßen als der Trüffel Japans gilt.
In Europa und den USA verbinden wir Glückskekse mit einer chinesischen Tradition. Dabei stammt das kleine Gebäck mit den weisen Botschaften nicht aus China, sondern aus Japan. Bereits im 19. Jahrhundert wurden die Kekse in der japanischen Kunst und Literatur erwähnt ...
Erfunden wurde das halbmondförmige Dessert mit Nachricht, so wie wir es kennen, Anfang des 20. Jahrhunderts von asiatischen Einwanderern in Kalifornien. Allerdings ist nicht ganz klar, wer genau dafür verantwortlich ist, verschiedene Familien beanspruchen den Ursprung für sich.
Ein weiterer geografischer Irrglaube kursiert um den Toast Hawaii. Der Name hat nichts mit dem Ursprung dieses vor allem in den 1970er- und 1980er-Jahren beliebten Rezeptes zu tun. Die Kombination aus Toastbrot, Kochschinken, Ananas und Käse wurde tatsächlich in Deutschland erfunden. TV-Koch Clemens Wilmenrod präsentierte seine Kreation erstmals im Jahr 1955 in einer Fernseh-Kochshow.
Hätten Sie gewusst, dass Schokolinsen und Geleebonbons Läuse enthalten? Der rote Farbstoff Karmin, der in vielen Lebensmitteln und Kosmetikartikeln enthalten ist, wird aus zerquetschten Cochenilleschildläusen gewonnen.
Eigentlich hatte der beliebte Ketchup höchstwahrscheinlich nichts mit Tomaten zu tun. Die Würzsoße soll ihren Ursprung in China, vermutlich im frühen 17. Jahrhundert haben. Bei dem chinesischen "kê-tsiap" handelt es sich um eine pikante Soße aus fermentiertem Fisch und Soja. Erst im 19. Jahrhundert wurden in den USA Tomaten zur Zutat.