Kohl ist langweilig? Mit diesen Rezepten bestimmt nicht!

Kohl ist vielseitig, ein regionales Superfood und richtig zubereitet, schmeckt er auch noch unglaublich lecker. Mit diesen Rezepten wird Kohl ganz sicher nicht langweilig. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Kohl trägt zu Unrecht den Ruf als langweiliges Gemüse. Denn wer glaubt, dass Kohl langweilig ist, hat noch nie Kimchi, Blumenkohl-Couscous oder Grünkohl-Tortilla gegessen. Lassen Sie sich überraschen, was der Kopf so alles kann!
Sauerkraut kennt fast jeder, aber wie sieht es mit der koreanischen Variante Kimchi aus? Nicht nur in Asien wird der fermentierte Kohl, der in Korea zu fast jeder Mahlzeit gereicht wird, mittlerweile als Superfood gehandelt. Der scharf eingelegte Chinakohl wird durch Milchsäuregärung hergestellt, mit Chili, Knoblauch und Ingwer verfeinert.
Das koreanische Sauerkraut Kimchi zählt als fermentiertes, rohes Gemüse zu den gesündesten Lebensmitteln, die das Immunsystem mit Vitaminen und Mineralstoffen stärken. Zudem regulieren Milchsäurebakterien Magen-Darm-Probleme und unterstützen die Verdauung. Der Kohl wird auf natürliche Weise konserviert - ein Prinzip, dass man auch selbst nachmachen kann.
Zuerst werden die Chinakohlblätter in Salzwasser eingelegt und danach mit einer Würzpaste aus Chiliflocken (Gochugaru), Fischsauce, Ingwer, Knoblauch und wahlweise Rettich und Karotten vermengt. An einem kühlen Ort wird das rohe Gemüse fünf bis sieben Tage für den Fermentierungsprozess gelagert. Wichtig ist dabei, dass der Kohl vollständig mit Lake bedeckt bleibt.
Kimchi kann man roh als Beilage zu vielen Reisgerichten oder auch als scharf-würzige Zutat auf Burgern genießen. Und es gibt noch weitere Rezepte mit dem koreanischen Sauerkraut, wie zum Beispiel Kimchi-Pfannkuchen oder pikante Eintöpfe mit Tofu und dem eingelegten Kohl.
Auch aus Sauerkraut lassen sich wunderbare Gerichte zaubern, die reich an Vitamin C und darmfreundlichen Milchsäurebakterien sind. Für einen Eintopf brät man Zwiebeln und Süßkartoffeln an, löscht mit Brühe, Orangensaft und Kokosmilch ab und lässt das Sauerkraut mitkochen. Der Eintopf kann wahlweise mit getrockneten Aprikosen und Cashewkernen abgeschmeckt werden.
Wirsing zählt zu den beliebtesten Kohlsorten - und das nicht ohne Grund. Das aromatische Gemüse hat von August bis Februar in Deutschland Saison und stärkt mit seinem hohen Gehalt an Vitamin C und B6 das Immun- und Nervensystem. Besonders lecker ist Wirsing in Form eines Auflaufs mit Kartoffelhaube.
Für den schnell zubereiteten Auflauf werden die Wirsingblätter zuerst mit Knoblauch und Zwiebeln angedünstet. Danach wird der Kohl in eine Auflaufform gefüllt, mit Kartoffelscheiben oder Kartoffel-Püree belegt und anschließend mit einer Käse-Sahne-Sauce übergossen. Nach etwa 30 bis 35 Minuten bei 200 Grad im Backofen ist der Auflauf fertig.
Um den Speiseplan etwas aufzupeppen, können bekannte und beliebte Rezepte wie zum Beispiel Kartoffelpuffer mit einer weiteren Zutat variiert werden. Kohlrabi-Raspel sorgen für Abwechslung in den Puffern und gleichzeitig für eine Extraportion Vitamin C. Dafür werden Kohlraspel unter die gedrückte Kartoffelmasse gegeben und mit Haferflocken, Ei, Salz und Pfeffer vermengt.
Gefüllte Kohlrabi-Köpfe bieten sich als ideale Mahlzeit-to-go an. Dabei können Sie das Gericht wahlweise vegetarisch mit einer Pilz-Füllung mit Karotten, Zwiebeln und Eiern anrichten oder für Fleischliebhaber mit einer Rinderhackfleisch-Füllung. Die gefüllten Kohlrabi brauchen etwa 40 Minuten im Ofen und werden im Anschluss mit Crème fraîche und Petersilie bestreut.
Schnell gezaubert und sehr nahrhaft ist auch eine Suppe aus den Kohlrabiknollen. Dafür werden Kartoffeln, Sellerieknolle und Knoblauch zusammen mit dem Kohlrabi in kleine Stücke geschnitten und angebraten, Gemüsebrühe und Mandelmilch hinzugegeben und mit dem Pürierstab glatt gemixt. Wahlweise können Sie die Suppe mit Muskat oder Petersilie garnieren.
Ein indisches Dal lässt sich mit vielen Gemüsesorten zubereiten, doch Blumenkohl ist gesund, kalorienarm und passt mit Kartoffeln sehr gut zu Gewürzen wie Curry, Kardamom, Koriander und Senfkörnern. Je nach Belieben kann man die rote Linsensuppe mit Kokosmilch statt Brühe zubereiten und mit Datteln, Joghurt oder Spinat garnieren.
Anstatt in der Linsensuppe können Blumenkohl und Linsen auch zu einem köstlichen Salat kombiniert werden. Dafür wird Blumenkohl in kleine Röschen geteilt und mit Öl, Kurkuma, Ingwer und Kreuzkümmel im Ofen geröstet. Dazu gekochte Linsen, Salat- oder Babyspinatblätter und Datteln mischen und ein Dressing aus Zitronensaft, Tahini und Honig hinzufügen.
Kroketten zählen nicht unbedingt zu den gesunden Mahlzeiten. Doch selbstgemacht mit zusätzlicher Gemüsebeilage werden die Bratlinge nährstoffreich und zudem lecker. Dafür hobelt man Zucchini und Blumenkohl, mixt dazu Knoblauch, Mandelmehl, Kapern, Käse, Eier und Zitronensaft zu einer glatten Masse, die löffelweise auf einem Blech im Ofen gebacken werden kann.
Wenn Blumenkohl im Standmixer klein gehobelt wird, ähnelt die Textur Reis oder auch Couscous. Danach können Sie das geraspelte Kohlgemüse für etwa drei Minuten in kochendem Wasser garen. Dazu passen Erbsen, frische Kräuter, geröstete Kürbiskerne, Fetakäse, Sprossen und als Dressing Zitronensaft, Öl sowie Salz und Pfeffer.
Grünkohl ist ein typisches und vitaminreiches Wintergemüse, das sich bunt verarbeiten lässt. Ein gar nicht langweiliges Rezept ist Grünkohl-Tortilla. Dafür Zwiebeln und vorgekochte Kartoffeln in einer Pfanne anbraten. In einer weiteren Pfanne wird der Grünkohl wahlweise mit Pilzen angebraten und schließlich mit den Kartoffeln und verquirlten Eiern vermischt.
Grünkohl eignet sich auch bestens als Zutat für eine leckere Quiche. Nachdem der Teig aus Mehl, Butter und Salz geknetet und ein Blech damit ausgelegt wurde, gerösteten Butternut-Kürbis, Grünkohl, Fetakäse mit Milch und Eiern mischen und auf den Teig verteilen. Nach 40 Minuten ist die Quiche goldgelb gebacken und kann mit Salat serviert werden.
Das Multitalent Grünkohl lässt sich nicht nur zu Schmorgerichten und Quiches verarbeiten, sondern auch zu Pesto. Dafür Grünkohlblätter blanchieren und gemeinsam mit Knoblauch, Pistazien, Pinien- oder Cashewkernen, Parmesan, Olivenöl, etwas Zitronenschale und Zitronensaft in einem Standmixer zu Pesto mischen. Das Pesto schmeckt zu Nudeln aber auch Salaten und Burgern.
Bei Rosenkohl scheiden sich die Geister: manche hassen ihn, die anderen lieben die vitaminreichen Kohlsprossen. Besonders lecker schmeckt Rosenkohl aus dem Ofen. Dafür die Röschen am Strunk kreuzweise einschneiden und mit Knoblauch, Zwiebeln, Senfkörnern und Maronen auf einem Backblech im Ofen rösten. Das Gericht passt ideal als Beilage zu Fleischgerichten.
Gemüsescheiben dienen Vegetariern als gesunder Fleischersatz und lassen sich aus jedem Kohl schneiden: Weißkohl, Spitzkohl sowie Rotkohl. Die Scheiben werden mit Öl und Gewürzen nach Wahl eingerieben und etwa 40 Minuten im Ofen knusprig gebacken. Mit Ziegenkäse, Honig und Walnüssen können Sie die vegetarischen Schnitzel zum Schluss nochmals mit der Grillfunktion des Ofens abbräunen.