Resteküche: Einfache Rezepte aus Überbleibseln

Der Kühlschrank wird leerer, das Brot von vorgestern immer trockener. Keine Sorge! Es gibt einfache Rezeptideen, mit denen aus übrig Gebliebenem noch etwas Köstliches wird.

Ganz ehrlich - war Ihr Kühlschrank wirklich schon einmal komplett leer? Meist findet sich doch noch irgendein Gemüse, altes Brot oder ein Stück Käse - und daraus können Sie tolle Gerichte zaubern! Anstatt gleich panisch zum nächsten Supermarkt zu laufen, lassen Sie sich inspirieren. In der Bildergalerie zeigen wir Ihnen, was Sie aus den letzten Resten aus Vorratskammer und Kühlschrank zaubern können.
Zu einer nachhaltigen Lebensweise gehört auch die Vermeidung von unnötiger Essensverschwendung. Allzu schnell landet das alte Brot im Müll und die einzelnen angeknabberten Gemüsereste werden von neuen Einkäufen im Kühlschrank verdrängt. Dabei gibt es einfache und vor allem schmackhafte Möglichkeiten für eine sinnvolle Resteverwertung.
Egal, welches Gemüse noch im Kühlschrank verweilt, es kann immer zu einer leckeren warmen Suppe verarbeitet werden. Sie brauchen dazu nur einen Pürierstab, etwas Brühe und gegebenenfalls einen Schuss Sahne oder Crème fraîche aus dem angebrochenen Becher. Im Handumdrehen haben Sie eine leckere Cremesuppe auf dem Teller.
Sie hatten am Vortag Besuch und es gab eine Käseplatte, die nun etwas spärlicher in Ihrem Kühlschrank verweilt? Oder Sie haben einfach mal wieder zu viel frischen Käseaufschnitt eingekauft? Dazu kommt noch altes Brot, das langsam härter und härter wird. Dann versuchen Sie es doch einmal mit folgendem Rezept ...
Wie wäre es mit einem Käse-Brot-Salat? Schneiden Sie das Brot vom Vortag in kleine Würfel und vermischen Sie es mit etwas Olivenöl. Geben Sie die Würfel auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech für circa zehn Minuten bei 180 Grad in den Ofen. Schneiden Sie alle Käsereste in kleine Stücke und vermischen Sie diese mit den Brotwürfeln und einer Vinaigrette aus Essig, Öl und etwas Senf.
Auch ohne Käse funktioniert der Brotsalat. Sie können den Käse durch Tomaten, eine halbe Gurke oder Karottenstreifen ersetzen. Falls Sie noch eine Knoblauchzehe und eine Zwiebel in der Speisekammer haben, so geben Sie diese ebenfalls zum Salat.
Aus Käseresten können Sie wunderbar Raclette machen: Es muss nicht immer der klassische Raclette-Käse sein und auf Besuch müssen Sie auch nicht erst warten. "Raclette for One" funktioniert jederzeit mit den letzten Stückchen Käse und dünn gehobeltem Restgemüse.
Wer kein Raclette-Gerät besitzt, der schiebt eine Scheibe Brot mit Käse und Tomate in den Ofen. Als Gourmet-Variante hobeln Sie hauchdünn eine Scheibe Apfel oder Birne auf das Brot und beträufeln es mit Honig.
Trockene Restscheiben Brot eignen sich auch hervorragend als Füllung für beispielsweise gebackene Paprika oder Champignons. Zerkrümeln und vermischen Sie es mit etwas Olivenöl, Kräutern und Schafskäse oder Frischkäse - was auch immer der Kühlschrank bereithält. Nun können Sie nach Belieben halbierte Paprikas, Tomaten, Zucchini oder Champignons damit füllen. Dann nur noch ab in den Ofen, bis es kross wird.
Ein Klassiker der Resteküche ist der Arme Ritter. Dafür brauchen Sie lediglich alte Toastscheiben oder ein halbes Brötchen, das Sie in einer Mischung aus Ei, Milch, Zucker und Salz in einer Schüssel einweichen. Das durchgezogene Brot oder Brötchen mit etwas Butter in einer Pfanne goldbraun anbraten. Dazu passt Marmelade, Honig, Ahornsirup oder Apfelmus - je nachdem, was der Kühlschrank noch hergibt.
Sie haben noch eine Packung Blätter- oder Pizzateig im Kühlschrank? Falls ja - super! Wenn nicht, kein Problem, aus Wasser, Mehl, Hefe, Zucker und Salz lässt sich im Handumdrehen ein Pizzateig zaubern. Den können Sie dann mit sämtlichen Gemüse- (oder auch Obst-)Resten belegen und in den Ofen schieben.
Wenn sich alle Vorräte dem Ende neigen, wird es Zeit für eine Reispfanne. Wer keinen Reis mehr im Schrank hat, kann auch Bulgur oder Couscous nehmen. Schneiden Sie Gemüsereste, zum Beispiel Möhren, Tomaten und Zucchini, in mundgerechte Stücke und braten sie diese zusammen mit Zwiebelstücken in einer Pfanne an. Geben Sie den gekochten Reis hinzu und würzen Sie mit Salz, Pfeffer, Curry- und Paprikapulver.
Wer einen geöffneten Becher Naturjoghurt im Kühlschrank stehen hat, der serviert zur Reispfanne einen köstlichen Joghurt-Dip. Sie brauchen dazu nur etwas Zitronensaft, Salz, Knoblauch sowie Schnittlauch oder kleingeschnittene Zwiebeln. Dieser erfrischende Dip passt auch zu Restkartoffeln.
Wenn Sie am Vortag mal wieder zu viele Nudeln gekocht haben, dann gibt es am nächsten Tag einfach Nudelsalat. Ein bisschen Mayo, eine halbe Packung TK-Erbsen, eine Zwiebel und ein Glas Gewürzgurken hat man doch fast immer im Haus. Alternativ können Sie die Nudeln auch mit einer Packung Fleischsalat vermischen.
Grundsätzlich zahlt es sich immer aus, Eier daheim zu haben, denn sie lassen sich beliebig und vielfältig verwerten und kombinieren. Ob Eiernudeln, Omelett mit Restgemüse, Rührei mit Käse, Eiersalat mit Mayonnaise - irgendetwas können Sie immer aus Eiern zaubern, egal wie leer der Kühlschrank ist.