Viele DHL-Kunden lassen ihre Pakete gern zur Packstation umleiten, wo sie sie dann selbst abholen können. Allerdings ist dies nur einzeln möglich, wenn die Sendung bereits angekündigt wurde. Das will die Post jetzt ändern.

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Steht sie gleich um die Ecke, ist eine Packstation äußerst praktisch. Doch die korrekte Angabe der Stationsadresse samt Postnummer ist in manchen Onlineshops schwer bis unmöglich. Zudem weiß man auch nicht immer, ob der jeweilige Händler überhaupt mit DHL oder an DHL-Packstationen liefert - und ob die Paketmaße die Größe der Stationsfächer nicht vielleicht überschreiten.

Auch Freunde und Verwandte schicken Pakete in aller Regel nicht an Packstationen, selbst wenn das die Empfängerin oder der Empfänger am liebsten so hätte. Eine Art Sorglos-Lösung will DHL nun ab November 2020 mit der sogenannten Paketumleitung anbieten, wie aus den aktualisierten AGB zum Paketempfang hervorgeht.

Pakete an Packstation schicken lassen: So geht's

Das funktioniert so: Wer die Paket-Umleitung aktiviert, erhält seine Pakete wann immer möglich an die voreingestellte Packstation oder Postfiliale - auch dann, wenn nur seine Wohnadresse auf dem Paket steht oder beim Bestellen angegeben worden ist. Einzige Voraussetzung: Man muss für die Packstation-Nutzung angemeldet sein beziehungsweise ein DHL-Kundenkonto besitzen. Dies ist auf der Internetseite der DHL in wenigen Schritten möglich.

Auch im Moment ist es schon möglich, Pakete umleiten zu lassen - allerdings nur einzeln, nachdem sie der Empfängerin oder dem Empfänger bereits angekündigt worden sind. Das hat meistens allerdings den Effekt, dass sich die Laufzeit der Sendung um einen Tag verlängert.

Wegen Corona: Post verzichtet auf Unterschrift

Die Umleitung zur Packstation eignet sich auch für Kundinnen und Kunden, die jeden Kontakt bei der Zustellung vermeiden möchten. Die Deutsche Post DHL reagierte allerdings schon zu Beginn der Pandemie und erklärte, bei der Übergabe von Paketen und Einschreiben auf die Unterschrift des Empfängers zu verzichten.

Stattdessen dokumentieren die Zusteller die erfolgreiche Auslieferung mit ihrer eigenen Unterschrift. "So reduzieren wir den persönlichen Kontakt zwischen den Empfängern und unseren Zustellern und vermeiden eine mögliche Übertragung von Viren über Handscanner und Stift", begründet das Unternehmen die Maßnahme. (af/dpa)